Twitter in Bibliotheken

Einleitungspräsentation zu einer kleinen internen Fortbildung:

Der Schwerpunkt lag auf der praktischen Nutzung, in den Folien ist natürlich längst nicht alles enthalten, was das Thema hergibt. Spannend wäre, wie alofro ganz richtig meinte, eine Untersuchung, wie die Bibliothekstwittereien aufgenommen werden. Die zahlreichen Twitter-Analyse-Tools werden sicherlich dazu führen, dass dies in den einschlägigen Blogs von Zeit zu Zeit gemacht werden wird. Noch ist es meines Erachtens dafür noch zu früh.

Einige Bibliotheken haben aber schon einen Schlussstrich gezogen und ihren Twitter-Account gelöscht. Oder nur umbenannt? Zumindest einige im LISWiki aufgeführte Accounts (z.B. @FHBibDo, in der Präsentation noch zitiert) sind zur Zeit nicht auffindbar.

Wikiversity

Durch ZEIT Online bin ich heute auf die „Wikiversity“ gestoßen:

Wikiversity ist eine Plattform zur gemeinschaftlichen Bearbeitung wissenschaftlicher Projekte, zum Gedankenaustausch in fachwissenschaftlichen Fragen und zur Erstellung freier Kursmaterialien.

Auf dem „Wikiversity-Campus“ bekommt man einen Überblick über die verschiedenen Fachbereiche und die angebotenen Kurse und Projekte. Die „Cafeteria“ dient als Anlaufstelle für Fragen und Ratschläge jeglicher Art. Sogar eine „Bibliothek“ steht zur Verfügung, die ein paar (wenige) Links zu Zeitschriften-Suchmaschinen, Fachzeitschriften und Nachschlagewerken liefert.

Dieser m.E. lobenswerte Ansatz zur (hoch)schulübergreifenden Zusammenarbeit, zum fachlichen Austausch und der Nutzung von Synergieeffekten stößt allerdings nicht nur auf positive Resonanz.

„Jeder kann behaupten, etwas von Informatik zu verstehen und lehren zu wollen“, sagt die Berliner Informatikprofessorin Debora Weber-Wulff von der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Das führe aber zu „teilweise armseligen Ergebnissen“.

Archivare in Buer

DerWesten.de berichtet über die Arbeit zweier ehrenamtlicher Archivare in Gelsenkirchen-Buer.
Besonders nett finde ich den ersten Satz, der ja heutzutage oft nicht mehr so zutrifft:

In der ersten Etage des Gemeindebüros von St. Urbanus herrscht die Ruhe einer Bibliothek.

Google-Projekt-Befürworter aus Frankreich

Die französische Nationalbibliothek verhandelt mit Google über eine Digitalisierung ihrer Bestände. Frankreich habe „nichts gegen die Idee“, Google einen Teil seiner Bücher anzuvertrauen, sagte die für digitale Wirtschaft zuständige Staatssekretärin, Nathalie Kosciusko-Morizet. Großbritannien und Spanien arbeiten schon seit längerer Zeit mit Google zusammen.

[via handelsblatt.com]

Potsdam erwirbt Bibliothek Friedrich des Großen

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) hat die größte private Sammlung mit Büchern von und über Friedrich den Großen (1712-1786) erworben. Die Bibliothek wurde am Mittwoch erstmals in der Villa Liegnitz im Schlosspark von Sanssouci in Potsdam präsentiert. SPSG-Generaldirektor Hartmut Dorgerloh sagte, es handele sich um eine «einmalige Bibliothek“, die einen besonderen Akzent in der Forschung der Stiftung setze.

[via berlinonline.de]

Erste norwegische KOHA-Installation

Norwegische Wochen bei Infobib! Thomas Brevik, der Bibliotheksalchemist, hat dem Anbieter des von seiner Bibliothek genutzten Bibliothekssystems die Kündigung erteilt. Er begründet dies einerseits damit, dass KOHA mehr bietet, als das von ihm bislang genutzte ILS in absehbarer Zukunft wird bieten können. Und damit, dass damit das Open-Source-Konzept in der norwegischen Bibliothekslandschaft etabliert wird:

Norwegian libraries need to embrace open source for many reasons. The formal reason; that the government now requires public institutions to consider open source when choosing software, the financial reason; that open source means you can test and try out systems without initial costs and that the implementation cost is way smaller than any other system on the norwegian library system marketplace, and finally the ideological reason: open source embodies many of the same values that libraries are funded on, sharing, equality, access and community.

Nicole C. Engard freut sich darüber und ruft dazu auf, dieser Argumentation zu folgen:

So this is my call to you to resign from your current ILS and give Open Source a shot!!

Da reihe ich mich doch gerne ein! Was die großen Anbieter ihren Kunden, den Bibliotheken, als Kataloge anbieten, hätte ich vor fünf, sechs Jahren vielleicht als modern akzeptiert. Inzwischen ist es weitgehend indiskutabel, was wir, die Bibliotheken, infolge dessen unseren Nutzern anbieten. Dazu noch ein etwas älteres Zitat:

Ich finde es äußerst problematisch, wie sich Bibliotheken unnötig in Abhängigkeit von Firmen begeben […] und dabei ihrer eigenen Handlungsspielräume und Fähigkeiten einschränken. “Mal schnell” etwas an der Webseite oder am OPAC ändern geht nicht dann nicht mehr so einfach und/oder kostet zusätzlich Geld.

Amen.