Streit um Kulturschätze

Welt Online berichtet über einen seit über 15 Jahren andauernden Streit zwischen Deutschland und Polen um Kulturschätze, die sich seit Kriegsende in Krakau befinden. Zu den Schätzen gehören unter anderem ein Originalmanuskript von Mozarts Klavierkonzert Nummer 27 und Anmerkungen von Beethoven zu seiner 9. Symphonie.

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Ausschüttungen der VG-Wort für Buchautoren

Eric Steinhauer widmet sich dem Thema „Ausschüttungen der VG-Wort für Buchautoren“. Seine Empfehlung für eine möglichst lukrative Publikation:

Mehrbändige Werke im eigener ISBN und großzügiges Layout (lufitger Satz, leere Seiten zwischen einzelnen Abschnitten) werden mit Nachdruck (im doppelten Sinn des Wortes) empfohlen.

Nicht zu vergessen: Der angehende Erfolgsautor sollte drauf achten, dass sein Werk in in mindestens zwei regionalen Verbundsystemen mit mindestens 5 Standorten nachgewiesen ist.

Die totale Bibliothek (Open Library)

Zeit Online titelt dümmlich: Die totale Bibliothek. Torsten Kleinzes Artikel zeugt auch nicht gerade von übertriebener Hintergrundrecherche:

Die mühselige Tipparbeit macht bei Weitem nicht so viel Spaß ist wie das Erstellen von eigenen Enzyklopädieartikeln. So haben sich erst ein paar Enthusiasten gefunden, die die vorhandenen Buchinformation ergänzen. Ob die jedoch alle Daten korrekt erfassen, ist unsicher. So zeigt eine Suche nach „Mark Twain“, dass der Katalog allein fünf verschiedene Schreibweisen des Autorennamens verzeichnet. Nur mit zusätzlicher Arbeit können alle Werke dem einen Autor zugeordnet werden.

Fünf nur? Stimmt, da fehlen noch einige! Als Hinweis ein stark gekürzter Auszug aus der Personennormendatei im GBV (PPN 133425525):

100 Mark@Twain
200 Marek@Twain
200 M¯aku@Touein
200 Mak¯u@Touen
200 Mark@Tuein
200 M¯ark@Tuwayn
200 Ma-k`o@T`u-wen
200 Mark@Tven
200 M.@Tven
200 M¯ark@Twayn
201 M.@Tvens
201 Mark@Tven
201 Morkas@Tvénas
201 Marks@Twens
201 Mark@Tvÿçen

Nicht pikant, sondern eher blöd (oder von postkolonialer Arroganz getrieben?) ist auch die Schlußpointe:

Die Open Library soll nämlich aus Sicherheitsgründen parallel an drei verschiedenen Standorten angesiedelt werden. Gespräche mit europäischen Bibliotheken laufen schon. Pikanterweise ist auch Ägypten im Gespräch – wo schon einmal, in Alexandria, eine Bibliothek von Weltgeltung verbrannt ist.

Weiß jemand, welche europäischen Bibliotheken im Gespräch sind?

Vorstellung von Theseus am Freitag

Das deutsche Suchmaschinenprojekt Theseus, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft, soll am 17. August auf einer Veranstaltung des eco-Verbandes in Köln erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Vollmundig verkündet der Verband, das noch junge, aber schon mit wechselvoller Vergangenheit belastete Projekt solle „der Internetwirtschaft die Flügel verleihen“, die „für den Höhenflug an die Weltspitze notwendig sind“. Bis 2010 soll Deutschland weltweit zur Nummer eins auf dem Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologien aufgestiegen sein.

Theseus wurde nach dem Scheitern des „Quaero“-Projektes, das als europäische Antwort auf Google geplant war, von der Bundesregierung als „Leuchtturmprojekt“ vorangetrieben. (wir berichteten)

Mehr Infos bei Heise.de.

Hackerparagraph macht PHP endlich sicher

Da die Bundesregierung die IT-Landschaft per Gesetz sicher gemacht hat, hat Stefan Esser seine Arbeit an und um PHP-Exploits eingestellt. sk79 im Heiseforum sieht Chancen für den Wirtschaftsstandort und seine Freizeitplanung:

Schon immer waren nicht-funktionale Anforderungen, wie Security, ein
Dorn in meinem Auge, haben sie doch die Entwicklungszeit meiner
Projekte unnötig in die Länge getrieben. Doch damit ist jetzt
Schluss!

Endlich brauche ich mir um Sicherheit keine Gedanken mehr machen,
denn das Ausnutzen von Lücken ist jetzt endlich total verboten. Dann
kann ich morgen ja schon um 14:00 Uhr Feierabend machen.

Passend dazu noch einmal: Kinder befragen Politiker nach dem Internet!