Google vergisst MBI

Mark Buzinkay beschreibt in seinem Blog, wie eben dieser aus dem Google-Index verschwand. Nach eigener Auskunft hat er nicht gegen Googles Richtlinien (z.B. zu Suchmaschinenspam etc.) verstoßen. Sein Fazit:

Was diese (noch offene) Geschichte zeigt, ist die Macht, die Google mittlerweile erlangt hat: über Nacht kann eine Existenz (ob Blog, Webseite) aus dem Inhaltsverzeichnis verschwinden. Für eCommerce-Anbieter ein wahrer Alptraum, für kleine Blogs wie diesen ein Wink mit dem Zaunpfahl: diversifizieren!

Vielleicht ist es eine gute Idee, den Day without Google mindestens jährlich abzuhalten?

Gibt Ask Teoma auf?

Ask ist eine Suchmaschine, die es bei mir nicht nur theoretisch zur Google-Alternative gebracht hat. Besonders die Blogsuche finde ich äußerst gelungen. Umso ärgerlicher ist nun dieses Gerücht:

Ask is rumored to be considering switching to Google for search and subsequently downsizing its engineering team.

According to Silicon Alley Insider, Ask may abandon or selling its Teoma search engine in favor of using Google for its search results. Teoma has powered Ask since it was acquired in September 2001. The decision will result in “bad news for Ask Engineers.”

[via Library Stuff]

OCRopus

Google hat ein auf Tesseract basierendes Open-Source-OCR-Programm namens OCRopus in einer Alphaversion veröffentlicht. Ars Technica widmet sich diesem Release in einem kleinen Testbericht. Dort zeigt sich, dass sich das Programm zu Recht noch im Alpha-Status befindet:

We observed several common errors. For instance, the letter „e“ is often interpreted as a „c“ and the letter „o“ is often interpreted as a „0“ in scanned documents. OCRopus provides better results when scanning text that is printed with a sans serif font, and the size of the font also has a significant effect on accuracy.

Mehr Infos zu OCRopus gibt es in den FAQ. Andere freie Software aus dem OCR-Segment findet sich z.B. bei Sourceforge, u.a. Kognition, Image Text Editor oder Open OCR. Google selbst weist auch auf verschiedene verwandte Anwendungen hin.

[via Digital Koans]

Online-Bürosoftware: Google Docs vs. Office Live?

Steven Burke schreibt über fünf Gründe, warum Google Docs (auf deutsch „Text und Tabellen“ besser sei als der Office Live Workspace von Microsoft.

1. Office Live Workspace Does Not Allow You To Create And Edit Documents Within A Web Page. Google Docs Does.
2. Microsoft Office Live Workspace Has A 250 Mbyte 1,000 Average Office Documents Limitation. Google Docs Does Not.
3. Microsoft’s Office Live WorkSpace Is VaporWare. Google Docs is Real.
4. You’re Better Off Trusting Google Than Microsoft When It Comes To Web 2.0 Security Issues.
5. Office Live Workspace Is Optmized For Microsoft Office Word, Excel and PowerPoint Data. Google Is Optimized For Web 2.0.

Wenn man wirklich Google Docs verwendet, sollte man sich aber bewusst sein, dass Google sich laut Golem.de weitreichende Rechte der mit Google Texte & Tabellen erstellten Werke sichert. Punkt 11 der entsprechenden AGB lautet:

Durch Übermittlung, Einstellung oder Darstellung der Inhalte gewähren Sie Google eine dauerhafte, unwiderrufliche, weltweite, kostenlose und nicht exklusive Lizenz zur Reproduktion, Anpassung, Modifikation, Übersetzung, Veröffentlichung, öffentlichen Wiedergabe oder öffentlichen Zugänglichmachung und Verbreitung der von Ihnen in oder durch die Services übermittelten, eingestellten oder dargestellten Inhalte.

Nicht nur aus diesem Grund seien hier noch ein paar Alternativen zu den beiden oben aufgeführten Diensten genannt:

Mit Neximage gibt es inzwischen sogar einen Online-Bitmap-Editor.

Dumont-Schütte prophezeit Googles Tod

Verleger Christian DuMont-Schütte interessiert sich für die SZ und wirft steile Thesen über die Zukunft von gigantischen Online-Imperien in den Raum. Auf die Frage, ob der Markt in der digitalen Welt noch nicht verteilt sei, antwortet er:

Keineswegs. An meinem fünfzigsten Geburtstag im Frühjahr habe ich die These aufgestellt: In zehn Jahren ist Google tot. Ich habe in der Tat die Hoffnung, dass das, was sich jetzt im Markt befindet, übermorgen nicht mehr existiert. Die ersten Anzeichen dafür sehen Sie schon: die Ebay-Euphorie ist vorbei. Der Lebenszyklus der Internet-Ideen ist sowohl technisch wie inhaltlich ganz anders als bei herkömmlichen Unternehmen in der Old Economy. Dieser Nachteil hat den Vorteil, dass der Markt mit neuen Ideen immer wieder neu erobert werden kann.

Dass sich Google im Gegensatz zu Ebay ständig weiterentwickelt und expandiert, sollte man bei solch einer gewagten Aussage nicht außer acht lassen. Google ist zum Beispiel gerade jetzt längst nicht dasselbe Unternehmen wie vor wenigen Jahren. Zwar ist nicht alles Gold, was googled, aber es ist nicht zu leugnen, dass einige der Google-Produkte (-Maps oder -Mail) bedeutende Marktanteile erreichen konnten.

Interview bei FAZ.net: „In zehn Jahren ist Google tot“

Google für Datenschützer: Scroogle

Wer Google nicht missen möchte, aber Wert auf Datenschutz legt, dem sei ein Scroogle-Test empfohlen.

no cookies | no search-term records | access log deleted within 48 hours

Man kann es gleich hier ausprobieren:





Your Domain
    web
           

Und hier geht es direkt zu Scroogle. Keine vollwertige Alternative, aber immerhin eine gelungene Demonstration.

Google Research Search & Google Translate API

Zwei neue Google-APIs sind bei Programmable Web (hier & hier) zu finden:

Google Research Search API

http://research.google.com/university/search/

The University Research Program for Google Search is designed to give university faculty and their research teams high-volume programmatic access to Google Search, whose huge repository of data constitutes a valuable resource for understanding the structure and contents of the web. Our aim is to help bootstrap web research by offering basic information about specific search queries. Since the program builds on top of Google’s search technology, you’ll no longer have to operate your own crawl and indexing systems. We hope this will help enable some useful research, and request only that you publish any work you produce through this program for the academic community’s general benefit.

Google Translate API

http://research.google.com/university/translate/

The University Research Program for Google Translate provides researchers, in the field of automatic machine translation, tools to help compare and contrast with, and build on top of, Google’s statistical machine translation system. Participation in the program will allow researchers programmatic access to Google’s translation service. A translation request returns either: A single translation, the highest scoring output of Google Translate As above but with detailed word alignment information A list of the n-best translations with detailed scoring information.

Das gerade in der Offenheit für alle möglichen Anwendungen eines der Erfolgsgeheimnisse (obwohl man kaum noch von einem Geheimnis sprechen kann) liegt, ist auch anderen nicht verborgen geblieben. Zumindest macht Jakob Voss auf eine SRU-Schnittstelle für GBV-Verbunddaten aufmerksam. Siehe auch sein Beispiel im GBV-Wiki.