Marketingtrend: Twitter statt Second Life

Der Second-Life-Hype geht so langsam dem Ende entgegen. Endlich. Im Heise-Ticker ist zu lesen:

Produkte erfolgreich zu verkaufen sei auf dem virtuellen Marktplatz Second Life ebenso schwierig wie im echten Leben, stellt die Westküsten-Times fest. Erste Firmen überdenken ihre Pläne für den neuen Vertriebskanal und lassen vereinsamte Repräsentanzen als Mahnmal ihrer Erfolglosigkeit zurück. Eine Hotelkette macht ihren virtuellen Laden dicht und spendet das zurückgelassene Grundstück einer gemeinnützigen Organisation. Auch die Filialen anderer Unternehmen – darunter Dell und Sun Microsystems – leiden unter dem Desinteresse der Second-Life-Einwohner, während sich die zahlreichen Rotlichtbezirke großer Beliebtheit erfreuen.

Gibt es eigentlich schon eine halbwegs seriöse Evaluation der ganzen Bibliothekspräsenzen in Second Life?

Der Trend geht jetzt angeblich in Richtung Twitter. Noch ein Dienst, dessen Sinnhaftigkeit sich mir abseits eines eventuell vorhandenen Spaßfaktors absolut nicht erschließt.

Open Library

Archive.org will die größte digitale Bibliothek der Welt bauen. In der Open Library soll jedes Buch, das es gibt verzeichnet und mit den wichtigsten bibliographischen Daten versehen werden.
Vorgehensweise, Ziele und Technik kann man sich auf einer Demosite genauer ansehen.

[via gulli.com]

BibTeX-Export und Bibsonomy-Links in ViBI

Der InfoWissBlog der Saarbrücker Informationswissenschaftler macht auf zwonullige Erweiterungen ihres OPACs aufmerksam: BibTeX-Export und Bibsonomy-Links in ViBI

ViBI generiert nun auch einzelne Datensätze im BibTeX-Format und bietet eine neue Möglichkeit, um Metadaten von Monografien einfach in das Social-Bookmarking-System Bibsonomy zu übernehmen. Dazu gibt es nun auch Links zur weiteren Recherche zu Google Books, WorldCat, Google Scholar, Wikipedia und Technorati. Außerdem wurde die Ausgabe mit zusätzlichen Metadaten angereichert, um die automatische Übernahme in das Literaturverwaltungsprogramm Zotero (Firefox-Plugin) zu erleichtern.

Beispielhaft verlinkt sei hier dieser Titel. Außerdem neu ist ein RSS-Feed für Neuerwerbungen.

Biblioblog: Fabilous Librarian

Fabienne Kneifel hat gerade einen neuen, zweisprachigen Biblioblog eröffnet. Unter http://fabilouslibrarian.wordpress.com/ möchte sie auf Deutsch und Englisch über bibliothek 2.0 (besonders im hinblick auf web 2.0-technologien in opacs) und virtuelle auskunftsdienste (e-mail und chat) schreiben. Hier begrüßt sie die Welt auf Deutsch und hier auf Englisch.

Das Blog ist im LISWiki verlinkt, und in allernächster Zeit auch Teil der Biblioblogsuche.

Ein Wiki-Roman

Konrad Paul Liessmann sieht Wikis als Nachfolger wissenschaftlicher Schreibkollektive in der DDR [1] Im Telepolisinterview: „Die besten Kopisten konnten nicht lesen“:

Schreibkollektive waren etwa eine große Errungenschaft der DDR-Wissenschaft. Das vergisst man heute alles. Ich besitze selbst Bücher aus dieser Zeit, in denen keine Namen von Autorinnen und Autoren genannt wurden, sondern nur etwa „Schreibkollektiv des Instituts XY der Universität Jena“ oder so. Das ist also keine originäre Idee der neuen Medien, sondern war früher ein gesellschaftspolitisches Konzept – mit wenig Erfolg.

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References

References
↑1 Im Telepolisinterview: „Die besten Kopisten konnten nicht lesen“

Libworld – Austria

This week we want to see what’s up in our neighbourhood and take a look at the biblioblogosphere in Austria. Austria is a country of early adopters, as it seems. In his blog „Bibliothek 2.0“ Mark Buzinkay writes that for example the Library of the Medical University of Vienna pioneers work in realising a library 2.0 concept. WLAN, a library blog, data query via PDA, a PDA mailinglist, and the scheduled composition of a wiki as an in-house information tool are innovative services the library provides.

Our guest author Monika Bargmann will point out if the biblioblogosphere in Austria is surfing the same tide. She is working in the library of the University of Applied Sciences as a librarian and cybrarian. Through her private main blog she is also known as Library Mistress.

„Libworld – Austria“ weiterlesen

Planet Mikroformate

Mikroformate-Symbol

Mikroformate sind laut Wikipedia Markup-Formate zur semantischen Annotation von HTML oder XHTML. Mikroformat-Annotationen können leicht aus Webseiten extrahiert werden und machen weiteren Programmen (etwa Suchmaschinen) die Bedeutung des Seiteninhalts verständlich.

Sie dienen also (ähnlich wie RDFa) der semantischen Auszeichnungen von Webseiteninhalten, und werden in näherer Zukunft mit Sicherheit (oder eher: hoffentlich?) auch im bibliothekarischen Bereich an Wichtigkeit gewinnen. Denkbar wäre zum Beispiel die OPAC-Implementierung der bisher noch nicht realisierten Book- oder Citationformate und natürlich die hcalendar-Auszeichnung von Bibliotheksveranstaltungen.
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