Benutzerschwund in Schaffhausen

Die Schaffhauser Nachrichten berichten über den Schwund aktiver Bibliotheksbenutzer, den die Stadtbibliothek seit Einführung von Benutzungsgebühren (30 CHF (ca. 18,50€) pro Jahr für Bewohner Schaffhausens, 40 CHF (ca. 24,50 €) für Bewohner des Kantons) beklagen muss. Im Artikel heißt es dazu: Die damit erzielten Einnahmen blieben allerdings unter den Erwartungen: Statt wie budgetiert 90 000 Franken, dürfte pro Jahr wohl höchstens die Hälfte eingenommen werden, teilen die Bibliotheken in ihrem Jahresbericht mit.

Die Zahl der aktiven Benutzer ist um 12,3% auf 8300 Benutzer gesunken. Als weitere mögliche Ursache für den Schwund ist eine umbaubedingte Schließzeit im November genannt.

Menschenleere ULB Düsseldorf

In den aktuellen News feiert die ULB Düsseldorf die Einrichtung eines automatischen Buchrückgabe und -sortiergeräts:

Der neue Buchrückgabeautomat der 3M Deutschland GmbH ermöglicht die Rückgabe von Büchern mit Quittung im Foyer der ULB auch außerhalb der Servicezeiten der Bibliothek – das heißt am frühen Morgen, am späten Abend und am Wochenende.

Dass es beim hauptsächlichen Einsatz außerhalb der Servicezeiten bleibt, ist nicht zu vermuten, wie schon die Einführung der Selbstverbuchungsautomaten gezeigt hat. Im nächsten Satz der Nachricht ist auch frank und frei zu lesen:

Neben der Serviceverbesserung ist die anstehende Reduzierung von Bibliotheksstellen im Umfang von etwa achtzehn Prozent ein zweiter wichtiger Grund für den Einsatz der Buchrückgabeanlage.

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Leser, Nutzer oder Kunde?

Die Unsitte, von Bibliothekskunden zu sprechen und zu schreiben, beschäftigt mich schon etwas länger. Hans-Christoph Hobohm bot sogar eine Fortbildung zum Thema (“König Kunde in der Bibliothek?“) an, die sich allerdings eher auf Bibliotheksmarketing konzentriert hat. Auf der siebten Seite seiner Begleitmaterialien (PDF) zu dieser Veranstaltung stellt er “alte” und “neue” Begriffe gegenüber. Zum Beispiel “Leser” vs. “Kunde”. Leider wird der Begriff des Kunden auf den Folien nicht definiert. Ich vermute, dies geschah auch während der Fortbildung nicht. Zumindest wird ebd. auch der Begriff “Nutzerbindung” gebraucht; eine einheitliche Begriffsverwendung ist nicht zu erkennen. Im ebenfalls von Hobohm erstellten SERVQUAL-Fragebogen ist die Rede von Benutzern. Das sind dann schon 3,5 Begriffe für ein und die selbe Person.
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