"OA options for a society journal"

Teil der Operation Frühjahrsputz 2013, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Does your society want to embrace Open Access but not know where to start? Maybe this will help.

Die stets lesenswerte Heather Piwowar war Teil einer Open-Access-Arbeitsgruppe der American Medical Informatics Association (AMIA), die Open-Access-Optionen für das gesellschaftseigene Journal (JAMIA) prüfen sollte. In Ihrem Blogposting „OA options for a society journal“ macht sie die Überlegungen, Optionen und Entscheidungswege der Arbeitsgruppe transparent, in der Hoffnung, dass dies anderen Arbeitsgruppen Arbeit ersparen möge.

Principles on the Transition to Open Access to Research Publications

Science Europe hat vor einigen Wochen die „Principles on the Transition to Open Access to Research Publications“ (PDF) veröffentlicht. Nun folgen die konkreteren Überlegungen im „Action Plan towards Open Access to Publications“ (PDF) des Global Research Councils (GRC). Heinz Pampel ordnet beide Papiere ein als zentrale Referenzen des weiteren Transformationsprozess hin zu einer offenen Wissenschaftskommunikation.

In angenehmer Kürze (7 Seiten) werden verschiedene Wege vorgestellt, wie Open Access vorangebracht werden soll.

  1. Raising awareness in the research community
    • Action 1: Tackle the perception of open access by publicizing success stories
    • Action 2: Collect and document best practices for rewarding the provision of open access
    • Action 3: Organise awareness – raising workshops on open access publishing, especially in developing countries
  2. Promoting and supporting open access
    • Action 4: Encourage publishers to further develop open access models
    • Action 5: Develop an integrated funding stream for hybrid open access
    • Action 6: Monitor and assess the affordability of open access
    • Action 7: Work with scholarly societies to transition society journals into open access
    • Action 8: Supporting self – archiving through funding guidelines and copyright regulations
    • Action 9: Negotiate publisher services to facilitate deposit in open access repositories
    • Action 10: Work with publishers to find intelligent billing solutions for the increasing amount of open access articles
    • Action 11: Work with repository organisations to develop efficient mechanisms for harvesting and accessing information
    • Action 12: Explore new ways to assess quality and impact of research articles
  3. Assess the implementation of open access
    • Action 13: Develop and explore mechanisms to assess the impact of the GRC’s support for open access
    • Action 14: Periodically review how the implementation of the Action Plan is evolving

Kein Punkt ist an sich schon besonders, Heinz Pampels Einschätzung ist aber allein schon daher zuzustimmen, da hinter diesem Papier eben das GRC mit seinen 70 Mitgliedern steht.

PS: Auch im Juraforum findet sich ein Artikel zum Action-Plan.

Update: Im ersten Absatz GRC durch Science Europe ersetzt, siehe Kommentar.

Africa must use digital libraries

Teil der Operation Frühjahrsputz 2013, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Africa must use digital libraries

Africa stands to gain the most from the open access movement. But factors such as the continent’s regulatory environments, the changing role of librarians, weak commitment to institutionalising open access and problems of sustainability have made implementation slow and awareness limited.

Im Artikel wird auch angesprochen, was das für die dortigen BibliothekarInnen bedeutet.

Interdisziplinäres Repository: Zenodo

Interessantes neues interdisziplinäres Repository: Zenodo.

All research outputs from across all fields of science are welcome! ZENODO accept any file format as well as both positive and negative results. However, we do promote peer-reviewed openly accessible research, and we do curate your upload before putting it on the front-page.

Die Features klingen spannend. Unter anderem kann man direkt aus seiner Dropbox veröffentlichen. Metadatenextraktion aus Dateien ist auch geplant.

[via Peter Suber, siehe auch Archivalia]

"Open Access – ein Aspekt ethischer Grundsätze?"

Ist Open Access ein Aspekt ethischer Grundsätze? [1] Bibliotheksdienst. Band 47, Heft 3-4, Seiten 231–238, DOI: 10.1515/bd-2013-0025

Kann nicht so wichtig sein, dieses Open Access.

References

References
↑1 Bibliotheksdienst. Band 47, Heft 3-4, Seiten 231–238, DOI: 10.1515/bd-2013-0025

Treffen des Global Research Council (GRC) in Berlin

Auf Innovations-Report.de wurde auf das Global Research Council (GRC) vom 27. bis 29. Mai 2013 in Berlin aufmerksam gemacht. Dort treffen sich Forschungsförderer aus der ganzen Welt.

Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens steht die Verabschiedung eines gemeinsamen Papiers zu Grundsätzen Guter wissenschaftlicher Praxis sowie eines Aktionsplanes mit Vorschlägen für die abgestimmte Umsetzung des freien Zugangs (Open Access) zu wissenschaftlichen Publikationen. Beide Dokumente wurden in den vergangenen Monaten in einer Reihe von weltweiten Regionalkonferenzen und von einem international besetzten Steering Committee vorbereitet. Außerdem sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Satzung des GRC beschließen.

Publishing frontiers: The library reboot

In der aktuellen Nature-Ausgabe schreibt Richard Monastersky über den Wandel bibliothekarischer Tätigkeit durch Open Data:

At Johns Hopkins and many other top universities, libraries are aiming to become more active partners in the research enterprise — altering the way scientists conduct and publish their work. Libraries are looking to assist with all stages of research, by offering guidance and tools for collecting, exploring, visualizing, labelling and sharing data. “I see us moving up the food chain and being co-contributors to the creation of new knowledge,” says Sarah Thomas, the head of libraries at the University of Oxford, UK.

Ebenfalls interessant:

  1. Advocacy: How to hasten open access
  2. Licence restrictions: A fool’s errand

Und weitere Artikel und Kommentare dieser Ausgabe zu „Data Reuse“, Open Access und den Wandel des wissenschaftlichen Publizierens.

Board des Journal of Library Administration tritt zurück

Der ubiquitious librarian berichtet über die Hintergründe:

“Authors find the author agreement unclear and too restrictive and have repeatedly requested some form of Creative Commons license in its place.”

“After much discussion, the only alternative presented by Taylor & Francis tied a less restrictive license to a $2995 per article fee to be paid by the author. As you know, this is not a viable licensing option for authors from the LIS community who are generally not conducting research under large grants.”

Neues deutschsprachiges OA-Journal: "027.7 – Zeitschrift für Bibliothekskultur"

Bernhard Herrlich, Andreas Ledl und David Tréfás haben sich entschieden, ein neues deutschsprachiges OA-Journal herauszugeben, dass eine Nische neben Libreas & Co füllen soll: 027.7 – Zeitschrift für Bibliothekskultur. Ein längeres Zitat aus dem Editorial zur Entstehungsgeschichte:

Wir, drei wissenschaftliche Bibliothekare der Universitätsbibliothek Basel, haben seit geraumer Zeit darüber gesprochen, dass dem Bibliothekswesen im deutschsprachigen Raum ein Open Access-Journal gut tun würde. Kurz nachdem wir uns entschlossen, ein solches zu gründen verkündete am 14. Juni 2012 die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) in einer Pressemitteilung, die Zeitschrift „Bibliotheksdienst“ werde ab 2013 beim Verlag De Gruyter erscheinen, woran sich eine Open Access-Debatte entzündete.

Noch am selben Tag forderte Eberhard R. Hilf, es brauche „mutige Bibliothekare“, die „eine entsprechende OA Zeitschrift aufmachen und dafür werben“ (Hilf 2012). Dass sich solch couragierte Kolleginnen und Kollegen fanden, davon kann man sich auf dem Etherpad und Wiki des Projekts „newLIS“ und auf Twitter (#newlis) eindrucksvoll überzeugen. Umso überraschender kam am 4. Februar dieses Jahres die soweit wir sehen unwidersprochene Mitteilung, das Vorhaben sei gescheitert. In Kommentaren wurden zwischenzeitlich auch schon Gründe für den missglückten Versuch herausgearbeitet, so dass man leider wohl tatsächlich von einem – wenn auch in der Diskussion fruchtbaren – Fehlschlag ausgehen muss (vgl. Kaden 2013). Trotz ständiger Bedenken wegen des zu erwartenden grossen Wurfs aus Deutschland (noch dazu unterstützt von der HTW Chur), der unsere Pläne auf sehr wackligen Beinen stehen liess und im Erfolgsfall zunichte gemacht hätte, haben wir es letztendlich trotzdem gewagt: Wir haben „027.7“, die „Zeitschrift für Bibliothekskultur“, aus der Taufe gehoben.

Dem ersten Aufbruch und der Andeutung der HTW Chur folgte leider tatsächlich nichts mehr, die #newLIS-Debatte zerfaserte. Das ist zwar schade, aber immerhin konnte dieses zumindest vorläufige Scheitern von den 027.7-Machern produktiv verarbeitet werden.

In der ersten Ausgabe des mit OJS produzierten Journals finden sich nun ein paar Artikel im Themenrahmen „Bibliothek 2.0 am Ende?! / Library 2.0 on the Ropes?!“. Die drei Herausgeber schreiben zur Konzeption:

1. 027.7 ist bewusst als herkömmliche Zeitschrift mit Themenheften konzipiert, die vorläufig ausschliesslich elektronisch erscheint.
2. 027.7 versucht, ein Open beziehungsweise Post Peer Review-Verfahren zu etablieren.
3. Gegenwärtig besteht 027.7 aus 3 Rubriken: Editorial, Artikel/Articles und Standortwechsel/Relocation. Letztere ist im wahrsten Sinne geografisch zu verstehen und
soll helfen, die im Hauptteil verhandelten Thesen aus dem deutschsprachigen bzw. europäischen Raum durch einen nicht eurozentristisch geprägten Blickwinkel zu ergänzen und gegebenenfalls neu einzuordnen.

Besonders der Blick über den Tellerrand, bzw. der Blick von außerhalb auf unseren Teller kann sehr reizvoll sein, wie ich auch im Nachhinein am Beispiel der infobibschen LibWorld-Reihe immer wieder feststellen muss. Weitere Details sind dem Editorial zu entnehmen. Dort steht abschließend:

Wir bitten um Verständnis, dass 027.7 möglicherweise noch nicht seine endgültige Form erreicht hat, sich weiterentwickeln und hoffentlich wachsen wird. Es ist ein kleiner Anfang – aber es ist ein Anfang.

Dafür muss man m.E. nicht um Verständnis bitten. Ein starre Publikation wäre ungleich langweiliger.

Open Access als Bedingung für Jack Andrackas Erfolg

Spiegel.de berichtet über Jack Andracka, einen 16jährigen Nachwuchswissenschaftler, und den von ihm entwickelten Test auf Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nicht erwähnt wird, dass Andrackas Erfolg nur durch Open Access möglich war. Aus dem Vancouver Explorer:

Andraka says that over the course of a few months, he generally purchases roughly 30 articles at $40 a piece for an average of 10 pages. $1,200 is no small sum for a high school student without a regular income – and parents supporting their children – and in a faltering economy, it’s an impossibility for many bright youth.

Im Artikel sind einige schöne Zitate, ebenso im FigShare-Blog:

“This was the [paywall to the] article I smuggled into class the day my teacher was explaining antibodies and how they worked. I was not able to access very many more articles directly. I was 14 and didn’t drive and it seemed impossible to go to a University and request access to journals”.

Andracka hat auch eine Open-Access-Petition erstellt.