Lemire: Cheaters are innovators

Daniel Lemire meint man dürfe nicht zu sehr nach Konsens suchen, wenn man etwas verändern will:

  • You do not convince existing journals to give more respect to this new field you created. You go out and create your own journals and conferences. John von Neumann did not wait for his colleagues to approve of his work on Computers. In fact, he had to use threats to get what he wanted.
  • You do not convince libraries to embrace e-commerce. You create Amazon.com.
  • You do not convince university librarians to stop worrying about what the publishers need. You go out and create Google Scholar.
  • You do not wait for Amazon.com’s management to approve the use of a recommender system. You do what Greg Linden did and squeeze the feature in during a test.
  • If you can prove Poincaré conjecture, you don’t wait for a journal to approve your work, you just post it on arxiv.

Lemires Blog ist häufig lesenswert, ob er nun für eine autorenzentrierte Wissenschaft plädiert oder aber die Wahrheit über Forschungsförderung herauszufinden versucht.

Dezentrale OAIster-Alternative mit YaCy

In einer Mail an NGC4LIB, einer Mailingliste, in der das Ende des OAIster derzeit heftig debattiert wird, habe ich vorgeschlagen eine dezentrale Alternative mit YaCy aufzubauen.

A lot of people don’t seem to be very happy with OCLCs decision on OAIster. There’s a general problem with centralized services like OAIster. Too much can happen to that single service, and if it’s down it’s down. That’s why I thought about a distributed OA search for some time now and the OAIster decision gave reason to me to ask the YaCy [1] developer Michael Christen if YaCy could be used for such a search. To make it short: he’s quite optimistic.

Right now YaCy is not able to import data via OAI-PMH but that should be possible to realize. Of course there’s still some work to be done, for example the proper implementation of dublin core. On page 2 of http://yacy.net/material/YaCy_LT2009_Flyer_216x303.pdf (in German) you can find an example of the current possibilities of YaCy with dublin core. BTW: It’s SRU compliant.

We’d like to set up a Yacy instance as a proof of concept. In future it should be possible to cluster some of these instances to a large network of open access search engines. Just to mention the name of this mailing list: kind of a „next generation catalog for libraries“, I guess.

Opinions, anyone? Do you think a distributed OA search could be useful?

Kritik, Vorschläge und andere Äußerungen dazu bitte in die Mailingliste oder hier in die Kommentare. Gerne auch direkt per Mail. Hätte solch ein Projekt Zukunft? Was wären die Anforderungen?

OCLC stampft OAIster ein. Was tun?

Klaus Graf machte kürzlich darauf aufmerksam, was OCLC mit OAIster vorhat. Verständlicherweise brach ein Sturm der Entrüstung los. Nun beantwortet Roy Tennant zumindest einige der aufgetretenen Fragen. Ein paar der spannendsten Punkte:

Starting in October, the records will be freely discoverable along with all the other content in WorldCat.org. However, it will not be possible to limit a search to OAIster records alone.

[…]

Contributors of OAIster records can receive free access to the OAIster aggregation in FirstSearch by request. Contributors were recently contacted to offer them such access and many have already responded that they would like to have such access.

Only data providers that request that we not harvest their records will be removed from the aggregation. We feel strongly that one of the main benefits of OAIster has been the aggregation of records from the vast majority of repositories worldwide. Therefore, unless a repository denies us permission to harvest their records, we will seek to include them.

[…]

We are exploring options for machine access. Z39.50 access to OAIster is available to FirstSearch subscribers now, and we are considering whether additional options should be supported. The University of Michigan did not offer an OAI-PMH or Web Services interface, although they did offer an rsync option. Learning the needs of the community will help inform what we do in this area.

Eine höchst unbefriedigende Situation. Es spricht meines Erachtens nichts dagegen, dass der OAIster in irgendwelche OCLC-Produkte eingebunden wird, aber der OAIster oder ein adäquater Nachfolger sollte unbedingt erhalten bleiben. Ist das OCLCs verfrühter Beitrag zur Open-Access-Week?

Im Posting erklärt Tennant noch, wie kompliziert es sei, Metadaten per OAI-PMH zu harvesten. Vielleicht wäre es ja eine Aufgabe für einen oder mehrere Bibliotheksverbünde, eine Schnittstelle zur Verfügung zu stellen, auf die andere Suchdienste aufbauen könnten. Konkret könnte das so aussehen, dass ein Server alle greifbaren Daten aggregiert, normalisiert und zum Beispiel per SRU (nur als Beispiel) durchsuchbar macht oder auch als komplettes Datenpaket zum Download anbietet. Das wäre wirklich ein Fortschritt für die Open-Access-Bewegung. Und der Ausfall einer Suchoberfläche kein Problem mehr, da ruckzuck eine weitere aufgebaut werden könnte.

Erst die Kontroverse über die OCLC-Policy, nun dies. Das Fazit kann nur sein, OCLC nicht mehr Verantwortung und Daten in die Hand zu geben, als unbedingt notwendig ist.

Bibliothekarisch und informationswissenschaftlich relevante Wahlprüfsteine

Im folgenden eine Auflistung der Wahlprüfsteine, die im bibliothekarischen oder informationswissenschaftlichen Kontext relevant sein könnten. Hinweise auf weitere Wahlprüfsteine bitte in den Kommentaren.

Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft

Das Aktionsbündnis fragt nach:

  • einem Bedarf zur Weiterentwicklung des geistigen Eigentums
  • einem Zusammenhang zwischen Urheberrecht und Informationsversorgung durch Bibliotheken
  • dem Ausmaß der Schrankenbestimmungen im Urheberrecht
  • den Chancen für ein spezielles Wissenschaftsprivileg im Urheberrecht
  • einer Regelung für die Vergütungspflichtigkeit urheberrechtsgeschützter Materialien in Bildung und Wissenschaft
  • einer Konkretisierung des Urheberrechts bezüglich e-Learning
  • dem Zusammenhang von Urheberrecht und Open Access
  • dem Einsatz von technischen Schutzmaßnahmen in Bildung und Wissenschaft
  • einem eventuellen Bedarf nach einem Leistungsschutzrecht für Verlage

Bibliothek & Information Deutschland (BID)

  • Wie steht Ihre Partei zu Förderaktivitäten des Bundes zu Gunsten der Länder hinsichtlich einer Verankerung der Informationskompetenz-Vermittlung in den Bildungsstandards und in der Lehrerausbildung?
  • Wie steht Ihre Partei zu Initiativen der Kommunen für die Schulen – in Partnerschaft mit Informationsfachleuten und Bibliotheken – zur Durchführung erfolgreicher Entwicklungsprojekte von Informationskompetenz im Unterricht, der Begabtenförderung und bei Exzellenzwettbewerben?
  • Welche zentralen Förderaktivitäten des Bundes auf diesen Gebieten unterstützt Ihre Partei?
  • Wie steht Ihre Partei zu einem bundesweiten Initiativprogramm zur Digitalisierung von gedrucktem und handschriftlichem Kulturgut?
  • Wie steht Ihre Partei zu einer nationalen Bestandserhaltungskonzeption zugunsten von Büchern, Handschriften und Archivalien aus historischen Sammlungen der wissenschaftlichen Bibliotheken und Informationseinrichtungen?
  • Wie steht Ihre Partei zu einem bundesweiten Initiativprogramm zugunsten der langfristigen Zugänglichkeit von digital erzeugten Netzpublikationen in wissenschaftlichen Bibliotheken und Informationseinrichtungen?
  • Wie steht Ihre Partei zum Ausbau von Nationallizenzen in wissenschaftlichen Bibliotheken und Informationseinrichtungen? Wird sie sich für eine zentrale Finanzierung einsetzen?
  • Wie beabsichtigt Ihre Partei, die Rechte des Urhebers wieder zu stärken und zugleich für einen gerechten Interessensausgleich bei der Nutzung urheberrechtlichen Schaffens im Rahmen von Schranken für Bildung und Wissenschaft herzustellen?
  • Zurzeit werden einzelne Tatbestände der Nutzung im Rahmen von Bildung und Wissenschaft in unterschiedlichen Schranken geregelt (§§ 52a, 52b, 53, 53a UrhG).
    Würde Ihre Partei eine gesetzliche Schranke für Bildung und Wissenschaft, in der alle Anwendungen geregelt sind, präferieren, und, wenn ja, würden Sie sich dafür einsetzen?
  • Open Access bedeutet nicht, dass der Urheber auf seine Rechte aus dem Urheberrechtsgesetz verzichtet. Vielmehr wendet er sein exklusives Recht, Dritten Nutzungen zu gestatten, bewusst an (§ 31 ff UrhG). Das Renommee eines Wissenschaftlers hängt maßgeblich von seinen Veröffentlichungen in namhaften wissenschaftlichen Zeitschriften ab. Deren Verlage verlangen in der Regel die Einräumung von ausschließlichen Nutzungsrechten. Das Recht, nach Fristablauf anderen ein einfaches Nutzungsrecht zu nichtkommerziellen Zwecken einzuräumen (§ 38 UrhG), kann vertraglich abbedungen werden. Wie steht Ihre Partei zur Stärkung des Urhebers, indem in § 38 UrhG das Recht zwingend ausgestaltet wird und eine vertragliche Abbedingung als nichtig erklärt wird?
  • Wie will Ihre Partei die Öffentlichen Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft in Programmen und Einzelmaßnahmen des Bundes zur Kulturellen Bildung und zur Erwachsenenbildung strategisch verankern und konkret fördern?
  • Wie steht Ihre Partei zu der Errichtung einer Bibliotheksentwicklungsagentur, wie sie im Abschlussbericht der Enquête-Kommission „Kultur in Deutschland“ empfohlen wurde?
  • Wie steht Ihre Partei zu unseren Forderungen für eine nationale Bibliotheksstrategie bzw. ein Bibliotheksrahmengesetz auf Bundesebene, worin die Aufgaben und Funktionen der Bibliotheken sowie Finanzierungsmodalitäten definiert werden?
  • Wie steht Ihre Partei zu einer strategischen Bibliotheksförderung des Bundes?

Deutscher Kulturrat (PDF)

Sehr umfangreich, daher an dieser Stelle nur ein paar ausgewählte Fragen.

  • Wie stehen Sie dazu, über Gesetze Kultureinrichtungen aufzuwerten und deren finanzielle Unterstützung als wichtige Bildungsfaktoren zur Pflichtaufgabe zu machen?
  • Welche Möglichkeiten sehen Sie, die Forderung nach ausgewogenen Vertragsbedingungen sowie einer angemessenen Aufteilung der Verwertungsrechte zwischen Verwertern einerseits und Urhebern, ausübenden Künstlern und Produzenten andererseits politisch zu unterstützen?
  • Halten Sie – insbes. in Hinblick auf die Entwicklung der Wissens- und Informationsgesellschaft – eine weitere Reform des Urheberrechts für notwendig? Wie stehen Sie zu Forderungen nach „erleichtertem“ bzw. „offenem“ Zugang zu urheberrechtlich geschützten Informationen im Spannungsverhältnis zur angemessenen Vergütung der Urheber und Leistungsschutzberechtigten?
  • Welche Maßnahmen zur Stärkung der Kulturwirtschaft wollen Sie gerade angesichts der Marktveränderungen infolge der Digitalisierung ergreifen? Sehen Sie das Erfordernis für spezielle Investitionsprogramme?

Hochschulrektorenkonferenz

  • Deutschland weist im OECD-Durchschnitt eine relativ geringe Bildungsbeteiligung bei gleichzeitig bereits absehbaren Lücken auf dem Akademikerarbeitsmarkt auf. Was wird Ihre Partei tun, um den Hochschulbereich in den kommenden Jahren weiter zu entwickeln?
  • Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben am 4. Juni den Hochschulpakt II beschlossen. Gegenwärtig zeichnen sich in den Ländern erste Probleme bei der Hochschulfinanzierung aufgrund der Wirtschaftskrise ab. Ist die Finanzierung des Hochschulpaktes II unter diesen Bedingungen gesichert?
  • Neben dem quantitativen Ausbau der Studienplätze sind die Verbesserung der Lehre und eine Verringerung der Abbruchquoten erklärtes Ziel der Parteien. Wie will Ihre Partei die dafür erforderliche verbesserte Betreuung und Beratung der Studierenden sicherstellen?
  • Aufgrund der jüngsten Grundgesetzänderungen schränkt die so genannte Schuldenbremse die finanzielle Beweglichkeit der Länder in Zukunft stark ein. Mit welchen Konzepten wird Ihre Partei eine auskömmliche Finanzierung des Hochschulbereichs sicherstellen?
  • Die soziale Selektivität des Bildungswesens ist hoch. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die finanzielle Förderung des Studiums. Wie will Ihre Partei diese in Zukunft sicherstellen?
  • Welche Modelle der Hochschulfinanzierung favorisiert Ihre Partei und welche Bedeutung haben dabei private Komponenten, z.B. Studienbeiträge?
  • Die Grundfinanzierung der Hochschulen ist seit einiger Zeit bedauerlicherweise rückläufig. Demgegenüber gewinnt die ergänzende wettbewerbsorientierte Finanzierung über Projekte zunehmend an Bedeutung. Deren Finanzierung erfolgt jedoch nicht auf Vollkostenbasis, sondern ist nur unter Einbeziehung von Grundmitteln möglich. Welche Konzepte hat Ihre Partei, den „Overhead“ einer zunehmend wettbewerblich finanzierten Hochschullandschaft abzudecken?
  • Der Kooperation von hochschulischer und außeruniversitärer Forschung wird große Bedeutung für die Ausschöpfung von Innovationspotenzialen beigemessen. Eine Kooperation auf Augenhöhe wird jedoch immer schwieriger. Die außeruniversitäre Forschung verzeichnet nicht nur stetige Zuwächse in ihren Haushalten, sie genießt auch bezüglich der Besoldung ihres Personals über größere Freiheitsgrade (Aufgabe des Vergaberahmens). Wie gedenkt Ihre Partei, die Hochschulen im Wettbewerb und in der Kooperation mit außeruniversitären Einrichtungen zu stärken?
  • Welche Vorstellungen hat Ihre Partei bezüglich der künftigen Kooperation von Bund und Ländern im Bereich der Hochschulpolitik?
  • Wie stellt sich Ihre Partei die Rolle Deutschlands im europäischen Hochschul- und Forschungsraum vor? Wie will sie sicherstellen, dass Deutschland in Europa trotz der föderalen Struktur mit einer Stimme spricht und auf die Gestaltung der Hochschul- und Forschungspolitik Einfluss nimmt?
  • Vor allem die europäische Forschungsförderung setzt stark auf Anwendungsorientierung und Innovation im Bereich der Naturwissenschaften und Technik. Wie sieht Ihre Partei vor diesem Hintergrund den Auftrag der Hochschulen und die Forschungsförderung im Bereich der Geisteswissenschaften und der künstlerischen Ausbildung?
  • Unterstützt Ihre Partei die open-access-Strategie der Allianz im Wissenschaftsbereich und beabsichtigt sie den 3. Korb der Urheberrechts-Novelle in der nächsten Legislaturperiode umzusetzen?

Netzpolitik.org

  • Wird es mit Ihrer Partei in der Regierung Massnahmen wie Graduate Response / 3 Strikes bei wiederholten Urheberrechtsverstössen geben?
  • Werden Sie sich in der Regierung dafür einsetzen, den Schutz der Netzneutralität gesetzlich zu verankern um damit Benachteiligung einzelner Anwendungen zu verhindern?
  • Wird Ihre Partei in der Regierung die Ausweitung der Netzsperren auf andere Bereiche als Kinderpornographie mit beschließen oder lehnen Sie dies kategorisch ab?
  • Unterstützen Sie die Forderung, Freie Software und Open-Source-Projekte wie Wikipedia oder OpenStreetMap zu fördern und wenn ja, wie?

Ver.di (PDF)

Ver.di stellt ab Seite 6 Forderungen auf, zu denen die Parteien Stellung nehmen. Relevant sind:

Bibliotheksrahmengesetz des Bundes, das Mindestanforderungen an die Ausstattung mit Bibliotheken, deren Standards und Finanzierung festschreibt.

Bundeseinheitliche Berufsausbildung und Weiterqualifizierungen des Bibliothekspersonals, die den Ansprüchen einer Informationsgesellschaft Rechnung tragen.

Wikimedia

  • Befürworten Sie eine Ausweitung des Geltungsbereiches des §5 UrhG auf alle Werke, die von Personen im Dienst oder im Auftrage des Bundes im Rahmen ihrer Arbeit erstellt wurden? (Analog zu United States Code, Title 17, Chapter 1, §105 – Government Works)
  • Befürworten Sie eine generelle Regelung, nach der urheberrechtlich geschützte Werke, die bzw. deren Erstellung aus öffentlichen Mitteln (co-)finanziert werden, nach den Grundsätzen von Open Access (etwa im Verständnis der Berlin Declaration) der Allgemeinheit frei zugänglich gemacht werden sollen?
  • Sollen Datenbanken, die von öffentlichen Einrichtungen erstellt wurden, an einem zentralen Repositorium zur Verfügung gestellt werden, wie dies bei data.gov durch die Vereinigten Staaten gerade umgesetzt wird?
  • Wie beurteilen Sie die derzeitige Situation bei IT-Ausschreibungen des Bundes hinsichtlich der Chancengleichheit zwischen Anbietern proprietärer Lösungen und Open-Source-Anwendungen?
  • Sehen Sie Bedarf für eine Klarstellung des §72 UrhG, dass Reproduktionen von urheberrechtlich nicht (mehr) geschützten zweidimensionalen Werken (Gemälden, Fotos u.ä.) ebenfalls keinen urheberrechtlichen Schutz genießen?
  • Welche Möglichkeiten sehen Sie für eine Bundesregierung unter Ihrer Mitwirkung, die von der Europäischen Kommission behandelten Fragen von Urheberrechtswaisen – also noch urheberrechtlich geschützten Werken, deren Nutzungsrechteinhaber nicht mehr auffindbar sind – zu adressieren?
  • Sehen Sie Bedarf für ein Leistungsschutzrecht für Verlage? Wenn ja, welche konkreten Handlungen sollen von diesem Leistungsschutzrecht erfasst werden? Sollte Ihrer Meinung nach ein solches Leistungsschutzrecht für Verleger die Aussagen der BGH-Entscheidung zu Paperboy (Urteil vom 17.07.2003 Az: I ZR 259/00) erhalten oder negieren?
  • Sehen Sie Bedarf für die Festschreibung der Netzneutralität für Internetserviceprovider?
  • Artikel 3 des Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen hat es der Bundesregierung aufgegeben, binnen zwei Jahren nach seinem Inkrafttreten Bericht über die Anwendung dieses Gesetzes zu erstatten. Befürworten Sie dazu die Aufnahme von Fragestellungen in diese Evaluierung, die die Auswirkungen dieses Gesetzes auf Netzpublikationen und kollaborativ erstellte Werke wie Wikipedia erfassen? Welche Auswirkungen dieses Gesetzes auf die Diskussion um den Umgang mit islamistischen, rechtsradikalen oder jugendgefährdenden Inhalten erwarten Sie?
  • Ganz allgemein gefragt: Welche Rolle spielen in der Bildungs- und Forschungspolitik Ihrer Partei offene Projekte wie die Wikipedia? Wie bewerten Sie die Qualität der Inhalte im Licht Ihrer bildungs- und forschungspolitischen Schwerpunkte?

Umfrage: Umstrukturierung von Öffentlichkeit durch digitale Selbstrepräsentation

Die folgende Umfrage ist Teil meiner Diplomarbeit (mit dem Titel: Umstrukturierung von Öffentlichkeit durch digitale Selbstrepräsentation).
Sie soll dazu dienen, die Routinen und Erwartungen von Weblog Nutzern zu untersuchen. Neben aktiven Autoren von Weblogs richtet sich diese Erhebung auch an Personen, die gelegentlich Weblogs lesen oder in der Vergangenheit einen Weblog betrieben haben. Der Fragebogen ist so gestaltet, dass jeweils nur die Fragen gestellt werden, die für die verschiedenen Personengruppen relevant sind; dadurch kann die Bearbeitungszeit variieren. Sie wird erfahrungsgemäß für Blogger etwa zehn bis fünfzehn Minuten dauern, für “nur Leser“ oder Personen, die ihren Blog eingestellt haben, wird die Bearbeitungszeit kürzer ausfallen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Jan Schmidt bedanken, der mir diesen Fragebogen zur Verfügung gestellt hat.

Die Diplomarbeitende ist Johanna Ullsperger und hier geht’s zur Umfrage.

Sandra Golda: Einsatz von Flickr in Bibliotheken

Bachelorarbeit von Sandra Golda zum Thema „Einsatz von Flickr in Bibliotheken“. Abstract:

Social Software ist aus dem Alltag von Internetnutzern nicht mehr wegzudenken und hat mittlerweile auch in Bibliotheken Einzug gehalten. Die folgende Arbeit stellt die Fotocommunity Flickr vor und zeigt ihre Einsatzmöglichkeiten in Bibliotheken auf. Anhand von praktischen Beispielen werden Anwendungen erkannt und analysiert, gleichzeitig anschaulich demonstriert. Außerdem werden potentielle Einsätze in Informationseinrichtungen von Flickrs Funktionsvielfalt abgeleitet. Dabei thematisiert die Arbeit Flickr unter anderem als Bilddatenbank, als Instrument für die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit und stellt digitale Bildersammlungen vor. Die Arbeit verdeutlicht damit, wie durch den Einsatz von Social Software Prozesse im Bibliotheksumfeld bereichert werden können.

Zum Volltext.

Feedback für den WISO-Relaunch gefragt!

GBI/Genios möchte WISO relaunchen. Um kritische Reaktionen nach dem Relaunch zu vermeiden werden die Entwürfe schon vorab online und zur Debatte gestellt. Die Kommunikation läuft (zumindest scheint es mir so) primär über Twitter. Leider kommt die Diskussion nicht richtig in Gang, was angesichts der Verbreitung und Relevanz von WISO sehr verwundert.

Der erste Kritikpunkt, der vor einigen Wochen aufkam, waren zu schwache Kontraste im Bereich der Suchergebnisse. An dieser Stelle wurde schon gravierend nachgebessert. Aber das kann doch nicht alles sein! Auf, Ihr Wirtschaftswissenschaftler und Medienbeobachter in Forschung und Lehre, Ihr Datenbankspezialisten in Unternehmen und Bibliotheken. Ihr habt die Möglichkeit, ein Arbeitswerkzeug maßgeblich zu beeinflussen!

Via Twitter wurde übrigens auch schon zugesagt, dass die für Literaturverwaltungsprogramme unbrauchbare Exportfunktion hinsichtlich der Datenqualität auch überarbeitet wird.