LibraryThing for Libraries

Tim Spalding kündigt eine neue Dienstleistung an:

LibraryThing for Libraries is composed of a series of widgets, designed to enhancing library catalogs with LibraryThing data and functionality. The achievement is that the widgets require NO back-end integration.

Einschränkung für deutschsprachige Nutzer…

Non-English-speaking libraries are possible for the future. My worry now is that details of the „works“ system will cause French books to recommend English books, provided the library has them. And that won’t do.

… aus dem akademischen Umfeld:

LibraryThing’s data is strongest in public library catalogs, so they make the best examples.

[via Netbib]

b2i down?

Der Testzugang zum Wissenschaftsportal b2i ist seit Stunden nicht erreichbar. Man kommt zur Ankündigungsseite, der Link auf http://www.b2i.de:3010 ist dann allerdings tot.

Weiß jemand genaueres? Ist der Testzugang abgeschaltet worden, oder handelt es sich nur temporäre Panne? Im Blog oder im dahindümpelnden Forum (Letzter Beitrag: vor 3 Wochen 2 Tage) finden sich leider keine Informationen, ebensowenig in Inetbib oder anderen Biblioblogs.

Größte UB Deutschlands

Die Universität Frankfurt will laut Allgemeiner Zeitung bis 2014 die größte Universitätsbibliothek Deutschlands bauen. Details werden nicht genannt, auf der Homepage der UB Frankfurt konnte ich auch nichts finden.

Update:
Der Wiesbadener Kurier weiß genaueres und erwähnt auch Kritik an den Vorhaben. Ausschnitt:

Der rund eine Milliarde Euro teure Umbau der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität wird bis zu ihrem 100. Geburtstag 2014 weitgehend abgeschlossen sein. Noch in diesem Jahr will die Uni zu einer in Deutschland einzigartigen autonomen Stiftungshochschule werden. […] Kritiker des Konzepts wie die Bildungsgewerkschaft GEW, die Frankfurter SPD und die Studentenvertretung sehen „einen klaren Schritt in Richtung Privatisierung“ und befürchten, dass die Geldgeber Einfluss auf Forschung, Lehre und Selbstorganisation gewinnen. […] Das Geld der Stifter soll der Qualität zu Gute kommen, die Landeszuschüsse und die Zahl der Studienplätze aber unverändert bleiben. Wie viel Geld sich Steinberg von Privaten erhofft, verrät er nicht.

2. Update:
Indymedia berichtet ebenfalls:

Am Mittwoch, den 14.o2.2007 wurde die Sitzung des Senats der Uni Frankfurt am Main von ca. 200 Studierenden nach Tumulten gesprengt. Die für diesen Tag geplante Abstimmung zur Umwandlung der Uni Frankfurt von der Körperschaft des öffentlichen Rechts in eine Stiftung fand dennoch zu einem späteren Zeitpunkt unter Ausschluss der Öffentlichkeit und Polizeischutz statt.

Biblioblog Chaoslinie

Zufällig bin ich gerade auf einen zumindest mir neuen Blog gestoßen, der sich zu einem nicht geringen Teil mit bibliotheksrelevanten Themen beschäftigt: Chaoslinie.

Die zur Zeit aufgeführten Kategorien lauten:

  1. Bibliothekarisches
  2. Buchhandel
  3. Chaos – privat
  4. Copyright
  5. Digitale Projekte
  6. DRM
  7. Gedanken zur Informationswelt
  8. Globales Netz
  9. Informations- und Medienkompetenz
  10. Langzeitarchivierung
  11. Leseempfehlung
  12. Musikhandel
  13. Online-Recht
  14. Open Access
  15. Second Life
  16. Softwareanbieter
  17. Urheberrecht
  18. Vermischtes
  19. Web x.0

Chaoslinie ist ab jetzt auch Teil der Biblioblogsuche.

ULB Düsseldorf privilegiert Professoren

Zwei Artikel über die Verlängerung der Öffnungszeiten in der ULB Düsseldorf, die mit einer Verringerung der maximal möglichen Verlängerungen pro Medium nur(!) für Studenten einherging.

Westdeutsche Zeitung: Heine-Uni: Professoren dürfen länger lesen

Bisher konnten Studenten wie Dozenten die Ausleihfrist (28 Tage) bis zu neunmal verlängern. Ausnahme: Ein Kommilitone reserviert sich das Werk.

Zu Beginn des Jahres entschied jedoch die Bibliothekskommission mit Leiterin Irmgard Siebert, Professoren- und Studentenvertretern, den Rhythmus zu verändern: Studenten dürfen fortan nur noch zweimal, Wissenschaftler fünfmal die Leihfrist verlängern.

Begründung: Sie halte es schlichtweg für gerechter, Literatur möglichst vielen Studenten zugänglich zu machen.

Da die Vormerkung eines anderen Bibliotheksbenutzers auch zur Rückgabe zwingt, ist zumindest dieses Argument fragwürdig.

Terz: Universitätsbibliothek Düsseldorf massiv in die Kritik geraten

Auch die Terz kritisiert, dass Studenten zu Bibliotheksbenutzern zweiter Klasse werden:

Als Teilnehmerin des so genannten BIX geht es bei den Veränderungen im Ausleihsystem letztendlich nur um die Verbesserung des eigenen Ranking. Das BIX ist eine Initiative der Bertelsmannstiftung und des Deutschen Bibliotheksverband gegründet mit dem Ziel einen „bundesweiten Jahresvergleich für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken“ zu erstellen. Das ermittelte Ranking stellt einen leistungsbezogenen Wettbewerb zwischen den Bibliotheken dar, der vor allem in den Kategorien Ressourcen, Nutzung, Effizienz und Entwicklung abgebildet werden soll. Die gewonnen Ergebnisse sollen genutzt werden um Rationalisierungsmaßnahmen zu legitimieren. Optimierung von Abläufen hieß immer schon die Einsparung von Kosten und Personal. Im konkreten Fall Universitätsbibliothek Düsseldorf lässt sich dies an der Veränderung des Ausleihsystems verdeutlichen. Die Reduzierung der Verlängerungsmöglichkeiten zielt hier nicht darauf ab, die Verfügbarkeit zu erhöhen, sondern ist nur ein Versuch, das eigene Ranking zu verbessern. Zwei Effekte werden durch die Reduzierung erzielt. Zum einen wird durch gehäufte Wiederausleihen eine höhere Ausleihzahl erreicht, zum anderen erscheinen die Bücher vermeintlich als verfügbarer. Aus Sicht der BibliotheksnutzerInnen ändert sich real nicht viel, abgesehen von der Tatsache, dass durch die schnellere Abgabefrist ein Mehraufwand entsteht. Das Mittel der Vormerkung besteht schon. Aus Sicht des Ranking ist diese Variante jedoch auch nicht erstrebenswert, da Vormerkung Wartezeit impliziert.

Über die auch hier schon kritisch erwähnte automatische Buchrückgabe wird geschrieben:

Schon bald nach der Installation stellte sich heraus, dass das System die Bücher beschädigt und Diebstähle leicht möglich sind. Trotzdem ist schon ein zweites bestellt. Die automatisierten Abläufe dienen der Einsparung von Personal und sind wenig serviceorientiert. Die Folgekosten und sozial fragwürdigen Entscheidungen der Bibliotheksleitung stellen ihre Kompetenz in Frage.