Wikidata als Über-Klassifikation

Am Sonntag hat Lydia Pintscher in ihrem wöchentlichen Wikidata-Newsletter neue Properties bekannt gegeben. Und einige davon muten reichlich bibliothekarisch an:

impact factor, Municipality code (Denmark), USB ID, Home world, Cardinality of the group, Internet media type, Bluebook abbreviation, Z39.5 abbreviation, ISO 4 abbreviation, CODEN, landing site, US Congress Bio identifier, Scopus Source ID, Scopus Affiliation ID, Scopus EID, Scopus Author ID, IPTC Media Topic, topic’s main portal, Regensburg Classification, Library of Congress Classification, neutron number

Über die Nachnutzung der Daten (Scopus oder impact factor)  ließe sich im bibliothekarischen Kontext einiges schreiben. Besonders aufgefallen sind mir jedoch LoCC und RVK. Wenn die nun eine eigene Property haben, was denn noch?

Ein Blick in ein paar populäre Wikidata-Topics erhellt die Lage. Sport wurden folgende statements zugewiesen:

Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es? Reicht es künftig, auf ein Wikidata-Topic zu verlinken, um Ressourcen gleich in mehreren Klassifikationen zu verorten?

Netzpolitische Rückblicke

Zwischendurch ein kurzer Linktipp: Auf Netzpolitik.org stellt Anna Biselli an jedem Sonnabend die wichtigsten netzpolitischen Themen [1]Der Begriff der Netzpolitik bedarf m.E. einer grundlegenden Kritik. Ist es Netzpolitik, wenn über die Verhinderung von Zensurinfrastruktur gesprochen wird? Ist es Netzpolitik, wenn über das … Continue reading der letzten Woche zusammen, zum Beispiel hier. Das Prinzip ist ja von der Lesewolke bekannt, deren montägliche Rückschau vermutlich unter diesem Link hier zu erreichen sein wird.

References

References
↑1 Der Begriff der Netzpolitik bedarf m.E. einer grundlegenden Kritik. Ist es Netzpolitik, wenn über die Verhinderung von Zensurinfrastruktur gesprochen wird? Ist es Netzpolitik, wenn über das Versagen des Urheberrechts im digitalen Zeitalter gesprochen wird? Ist es Netzpolitik, wenn über die komplette und anlasslose Überwachung riesiger Bevölkerungsanteile gesprochen wird? Der Begriff Netzpolitik macht die Themen zu klein, stellt sie als Spleen einer kauzigen Splittergruppe dar. Es geht hier oft um grundlegende Grundrechtsfragen. Nur, dass die Instrumente inzwischen digital sind. Vielleicht ist dies eins der Wahrnehmungsprobleme der „Netzpolitik“.

Assessing the Quality of Wikipedia Pages Using Edit Longevity and Contributor Centrality

Qin, Xiangju; Cunningham, Pádraig (2012): Assessing the Quality of Wikipedia Pages Using Edit Longevity and Contributor Centrality. In: The 23rd Irish Conference on Artificial Intelligence and Cognitive Science, S. 3–11.

In this paper we address the challenge of assessing the quality of Wikipedia pages using scores derived from edit contribution and contributor authoritativeness measures. The hypothesis is that pages with significant contributions from authoritative contributors are likely to be high-quality pages. Contributions are quantified using edit longevity measures and contributor authoritativeness is scored using centrality metrics in either the Wikipedia talk or co-author networks. The results suggest that it is useful to take into account the contributor authoritativeness when assessing the information quality of Wikipedia content. The percentile visualization of the quality scores provides some insights about the anomalous articles, and can be used to help Wikipedia editors to identify Start and Stub articles that are of relatively good quality.

Link: http://arxiv.org/abs/1206.2517

Neues Hochschulgesetz in Baden-Württemberg

Zwei bibliotheksrelevante Schnipsel zum neuen Landeshochschulgesetz Baden-Württembergs:

Forschungsinformationssysteme:

Das Gesetz stellt mehr Transparenz her. Der Senat erhält Auskunftsrechte darüber, was mit welchen Mitteln Dritter an der Hochschulen geforscht wird. Dabei werden die Interessen der Drittmittelgeber und Forscher gewahrt.

Open Access:

Das Gesetz stärkt Open Access, also den Gedanken, dass die Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung möglichst frei zugänglich sein sollten. Hochschulen sollen ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen, ihr Recht auf nicht kommerzielle Zweitveröffentlichung nach Ablauf einer Jahresfrist wahrnehmen zu können.

Und mal wieder diese ominöse Jahresfrist. „Möglichst frei“ ist anscheinend etwas anderes als „frei“. Ist das wirklich der Stand der Diskussion? Open Access bedeutet, ich darf (je nach Fachgebiet) uralte Publikationen zweitverwerten?

[via Rhein-Neckar-Zeitung]

Zu Befragende zum Thema "Bibliothekarisches Social-Media-Change-Management" gesucht

Zur Bearbeitung der Masterarbeit im Rahmen meines Fernstudiums am IBI (Bibliotheks- und Informationswiss.) suche ich die jeweils für das Gebiet “Social Media” zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an wissenschaftlichen Bibliotheken im deutschsprachigen Raum. Das Thema meiner Masterarbeit ist:

Change Management bei der Implementierung der Social Media Strategie einer wissenschaftlichen Bibliothek

Da ich selbst in der Vergangenheit schon viele sogenannte Experten-Interviews zum Thema Social Media für Master- und andere Examensarbeiten gegeben habe, werde ich darauf achten, die Zeit der betreffenden Ansprechpartner nicht über Gebühr zu beanspruchen. Es handelt sich nur um einige wenige, rasch zu beantwortende, Fragen. Ich bitte um Nennung der Personen, die für Social Media in ihrer wissenschaftlichen Bibliothek zuständig sind. Entweder durch die Person selbst oder durch jene, die wissen, wer das Thema in der jeweiligen Bibliothek betreut. Gerne per E-Mail an trapp -at- sub.uni-hamburg.de oder per Kontaktformular.

Zur Arbeit selbst werde ich später auch noch mehr schreiben. Mich interessiert im Besonderen die Social-Media-Arbeit nach innen, also wie ist das Social Media Konzept in der jeweiligen Bibliothek eingeführt und umgesetzt worden. Und wie verhindert man, dass die jeweils für das Aufgabengebiet Social Media zuständige Person das Nadelöhr für die Kommunikation der Bibliothek nach außen ist.

Beitrags-Copy&Paste (CC-BY-NC-SA: Markus Trapp)

Andreas Dorau besingt die Hamburger Zentralbibliothek

Das neue Album von Andreas Dorau heißt nicht nur „Aus der Bibliothèque“, auch ließ er sich dort von den Musen küssen, worüber er in einem NDR-Interview Auskunft gibt. Das erste Lied des Albums heißt dann auch Hühnerposten und besingt die Hamburger Zentralbibliothek an Hühnerposten 1.

Der erste Abschnitt ist aus dem Lied „Hühnerposten“.

Sat1 hatte auch etwas über das Album und die Bibliothek. Hühnerposten konnte ich online nicht komplett frei zugänglich finden, dafür aber ein anders Lied vom neuen Album: Flaschenpfand.