"Digitaler Porträtindex" der Universität Marburg

Das Bildarchiv Foto der Philipps-Universität Marburg digitalisiert und erschließt mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) europäische Bildnisse von Fürsten, Geistlichen und Gelehrten aus der Zeit zwischen 1450 und 1850.
Die ersten 130 000 Bilder des „Digitalen Porträtindex druckgraphischer Bildnisse der Frühen Neuzeit“ sollen Mitte 2010 zugänglich sein.

Mehr dazu hier.

Google-Projekt-Befürworter aus Frankreich

Die französische Nationalbibliothek verhandelt mit Google über eine Digitalisierung ihrer Bestände. Frankreich habe „nichts gegen die Idee“, Google einen Teil seiner Bücher anzuvertrauen, sagte die für digitale Wirtschaft zuständige Staatssekretärin, Nathalie Kosciusko-Morizet. Großbritannien und Spanien arbeiten schon seit längerer Zeit mit Google zusammen.

[via handelsblatt.com]

Googles "Wolkenkuckucksheim"

Die NZZ philosophiert heute unter dem Titel „Bücher in der Wolke“ über Googles angeblichen neuesten Streich:
Das Programm „Edition“, das kostenpflichtigen Zugriff auf E-Books bieten soll. Allerdings sollen hier – anders als bei anderen bekannten Lesegeräten – keine Dateien mehr heruntergeladen werden, sondern nur ein Zugang zum Google-Server gewährt werden.

Die Sammlung, unsere Bibliothek, verbleibt bei Google im Netz.

Hat das Antiquariat bald ausgedient?

Amazon will in Zusammenarbeit mit der Universität in Michigan rund 400.000 nicht mehr verfügbare Werke nachdrucken.

Bei Amazon werden die Titel, von denen die meisten inzwischen gemeinfrei sind, je nach Umfang zwischen 10 und 45 Dollar kosten. Sie werden im Soft-Cover-Format angeboten und erscheinen in moderner Optik oder, falls gewünscht, als Faksimile. Beides ist, sobald die Bände einmal digital vorliegen, keinerlei technisches Problem mehr.

Für echte Buchliehaber aber dann doch wohl nur Nachdrucke…

[via taz.de]

Papierzerfall – Archiven fehlt Geld zum Erhalt

Ein Artikel bei sueddeutsche.de berichtet über die Misere von Bayerns Archiven hinsichtlich des Papierzerfalls ihrer Bestände. 45% der Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek aus der Zeit von 1840 bis 1970 sind betroffen.

Für die Massenentsäuerung der gefährdeten Archivbestände ist – im Gegensatz zu Baden-Württemberg – in Bayern bisher noch nicht ein einziger Cent ausgegeben worden. Michael Stephan, der Leiter des Münchner Stadtarchivs, beklagte bei der gestrigen Pressekonferenz der Grünen, der Wert der Archive werde völlig verkannt. Die Digitalisierung erleichtere zwar den Zugang zu den Beständen. In einem Archiv werde jedoch nur ein Prozent der Akten und Dokumente zu Forschungszwecken bewegt. Genau so wichtig sei es deshalb, die vom Säurefraß bedrohten Unikate und Originalbände zu restaurieren. Schließlich handle es sich nicht nur um alte Papiere, sondern um Kulturgut, das die Identität eines Landes widerspiegele.

Bestandsaufnahme: Digitalisierungsprojekte in Deutschland

Annette Seiler hat in Ihrem (gerade von Drupal auf WordPress re-migriertem) Blog Intelligent Information eine Bestandsaufnahme deutscher Digitalisierungsprojekte gemacht. Aufgelistet ist ziemlich viel von der Sammlung Geschichte der Hochschule beim Archiv der RWTH Aaachen (mit einer Webseite im Retro-Stil) bis hin zur Franconica-Sammlung der UB Würzburg.

Amazons Kindle mit Copyright-Problemen

Amazon hat rechtmäßig erworbene E-Books von Kindle-Lesegeräten ungefragt gelöscht und den Kaufpreis zurückerstattet.

Wie Amazon gegenüber der New York Times erklärte, seien die Bücher von einer Firma namens MobileReference in den Kindle-Store eingestellt worden, die die dazu nötigen Rechte nicht besaß.

Ironischerweise handelte es sich bei den gelöschten Werke um George Orwells „1984“ und „Animal Farm“.

Mehr Infos bei heise.de.

„Neue Bücher. Neue Wege. Neue Jobs – Die Branche der Zukunft“

Heute beginnt der Fachkongress Buchtage Berlin 2009 unter dem Motto „Neue Bücher. Neue Wege. Neue Jobs – Die Branche der Zukunft“ im Berliner Congress Center.

eim größten Fachkongress der Branche stehe das Thema Digitalisierung mit den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen im Zentrum, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mit.

[via news-adhoc.com]