Umsetzung von EU-Richtlinien

Robin Stock beschreibt, wie man die Umsetzungsrichtlinien für EU-Rechtsvorschriften finden kann.

Search EUR-Lex for a directive and in the search results, click the „html“ link. That brings up the directive with a URL like the following form (I’m looking for directive 76/207/EEC):

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:31976L0207:EN:HTML, where the „3“ after „CELEX“ indicates the type of display, „1976“ the year, „L“ a directive, „0207“ the directive number, „EN“ the language and „HTML“ the format. Instead of searching, of course, you can just make up a URL along this pattern for the directive you want.

Change the „3“ for the type of display to „7“ and the „HTML“ to „NOT“:

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:71976L0207:EN:NOT.

This brings up a page of „national implementing measures“, i.e. national laws implementing the directive in question, listed in order of member state.

Schon beeindruckend, wie umständlich man Benutzerführung gestalten kann.

[via Linklogbuch]

Professoren pro Open Access

Golem und Heise berichten über eine Presseerklärung des Aktionsbündnisses Urheberrecht, in der es heißt:

Professoren appellieren an die Politik, der Privatisierung und Kommerzialisierung von mit öffentlichen Mitteln erzeugtem Wissen nicht weiteren Vorschub zu leisten und fordern ein bildung- und wissenschaftsfreundliches Urheberrecht.

Zusätzlich sei hier noch auf zwei Veranstaltungen mit Beteiligung des Urheberechtsbündnisses hingewiesen.

  1. Session IuK 3: Positionen zum Urheberrecht für die Wissenschaft
  2. Podiumsdiskussion: Originale brauchen Kopien – Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft; Haus der Wissenschaft in Bremen, siehe auch der Eintrag im SuUB-Blog

Der Blogeintrag weist auch auf eine sehr lobenswerte Informationsseite der SuUB für die Wissenschaftler der Universität Bremen hin: Neues Urheberrecht behindert freien Zugang zu Informationen.

Europe's Digital Library experts set to focus on copyright today

The EU’s High Level Expert Group on Digital Libraries – which includes, amongst others, stakeholders from the British Library, the Deutsche Nationalbibliothek, the Federation of European Publishers, and Google – will present this afternoon an advisory report on copyright issues to the European Commission. Besides, the group will discuss today how to ensure more open access to scientific research and how to improve public-private collaboration. The work of the High Level Group is part of the European Commission’s efforts to make Europe’s rich cultural and scientific heritage available online. For this, the group advises the Commission on issues regarding digitisation, online accessibility and digital preservation of cultural material.

Hier gibt es die Quelle und die dazugehörige vollständige Presseerklärung.

[via Heise]

Zensur in China II

Der ehemalige Betreiber einer regierungskritischen Webseite ist in China wegen Aufwiegelung zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Ningbo im Osten des Landes befand Zhang Jianhong heute für schuldig, mehr als 60 „aufrührerische“ Artikel auf ausländischen Internetseiten veröffentlicht zu haben, wie staatliche Medien berichteten.

Wer sich gegen so etwas engagieren möchte, liegt bei amnesty international und mit einer Mail an seinen Bundestagsabgeordneten sicherlich nicht verkehrt.

[via Heise]

Urheberrechtsbündnis kritisiert "Kompromiß" zwischen Börsenverein und DBV

Das Urheberrechtsbündnis kritisiert den ungeliebten „Kompromiß“ zwischen DBV und Börsenverein massiv. In der Presseerklärung des Bündnisses wird richtigerweise gesagt, dass es kaum akzeptabel ist, vor-digitale Nutzungsarten in die digitale Ära zu übertragen. Auch die Ankündigung, DRM für wissenschaftliche Dokumente einsetzen zu wollen, wird bemängelt.

Interessant scheint mir auch folgender Punkt:

[…] diese Vereinbarung weist eindeutig in die falsche Richtung – abgesehen davon, dass der Börsenverein kaum für die internationale Zeitschriftenverlage sprechen kann, die den weitaus größten Marktanteil haben und die die eigentlichen Probleme der sogenannten Zeitschriften- oder Bibliothekskrise ausmachen.

[via Golem und Heise]