Mozart: Neue Fragmente entdeckt

Wieder ein neuer Mozart-Fund, diesmal in Nantes. Dazu die Presseerklärung der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg:

Bei dem Skizzenblatt aus der Sammlung Labouchère der Bibliothèque municipale Nantes handelt es sich um ein einseitig beschriebenes, am oberen Rand beschnittenes Blatt. Es enthält eine 15taktige Melodieskizze für den Beginn eines Credo in D-Dur; dem Credo geht eine vollständig ausgeführte Verlaufskizze von 32 Takten für einen Vokalsatz in d-Moll voran, bei dem es sich offenbar um das Kyrie der von Mozart geplanten Messe handelt. Auf Grund des Handschriftenbefundes dürfte die Entstehung in die Zeit um 1787 fallen. Das neu entdeckte Skizzenblatt, das einen Echtheitsvermerk des bekannten Autographensammlers Aloys Fuchs aus dem Jahr 1839 aufweist, ist ein wichtiges Dokument für Mozarts Auseinandersetzung mit der Kirchenmusik in seiner Wiener Zeit im Vorfeld seiner Bewerbung als Substitut des Kapellmeisters am Stephansdom im Frühjahr 1791. Warum Mozart das Werk nicht ausgearbeitet hat, ist unbekannt. Nur selten werden gänzlich unbekannte Notenhandschriften Mozarts aufgefunden. Im Einvernehmen mit der Bibliothek wird das Blatt im Jahr 2009 im Rahmen des Bandes X/31/4 Nachträge (herauszugeben von Ulrich Konrad) in Faksimile und Übertragung ediert werden

Wer der französischen Sprache mächtig ist, kann sich auch direkt bei der Bibliothek informieren.

[via Yahoo News]

Large Traffic wegen Large Hadron Collider

Was das Thema des Tages ist, lässt sich aus den Logfiles so klar wie selten ablesen. Die Bastelanleitung zum Large Hadron Collider sprengt gerade infobibsche Trafficrekorde. Passt ja auch gut zum gerade angekündigten Big-Data-Special…

Wenn’s mal ein bißchen langsamer gehen sollte, bitte ich daher um etwas Geduld.

Noch was zum Thema für Freizeit-Apokalyptiker: Solange man http://hasthelargehadroncolliderdestroyedtheworldyet.com/ aufrufen kann, beantwortet sich die Frage vermutlich von selbst. Wenn die Antwort nicht gefällt, kann man sich hier auch selbst darum bemühen, den eigenen apokalyptischen Vorstellungen auf die Sprünge zu helfen. Danke an Stefan für den Hinweis!

Der Vollständigkeit halber sei noch auf den LHC-Rap eingebaut:

Large Hadron Collider zum Nachbauen

Mal was für’s etwas verlängerte Wochenende: Wer seinen eigenen Large Hadron Collider bauen möchte, kann sich nun im Journal of Instrumentation recht genau informieren. Hübsche Bilder gibt’s auch.

Dieses Bild stammt aus „The CMS experiment at the CERN LHC“, das von mehr Autoren geschrieben wurde, als die Biblioblogosphäre Finger hat. Zusammengerechnet.

Was lernen wir daraus? Open Access der einen oder anderen Art macht sich breit, CMS ist nicht gleich CMS, und man sollte jetzt Conrad-Aktien kaufen, bevor der LHC-Boom so richtig startet.

[via Spreeblick]

Schwitzen für mehr Lehrbücher

Vom 29. – 31.08. findet in Wuppertal der „NRW-Tag“ statt. Vertreten ist dort u.a. die Bergische Universität Wuppertal. Am Stand der Universitäts-Bibliothek und des Hochschulsports können sich die Besucher am Projekt „bike for books“ beteiligen:

Nach je fünf Minuten Training ermöglicht ein Sponsor der Bibliothek den Kauf eines Buches.

[via Stadtnetz Wuppertal]