The Power of Open

The Power of Open ist eine Sammlung von Statements mehr oder weniger prominenter Kreativer zu freien Inhalten im Allgemeinen und Creative Commons im Speziellen, unter anderem von DJ Vadim oder Vincent Moon. Das Statement von Mark Patterson (PloS) zu „Research as a public resource“:

When the open access publisher Public Library of Science (PLoS) launched its first scientific journal, PLoS Biology, in 2003, it faced a serious uphill climb. Academics are judged not only by the quality of their work, but also by where that work is published. With career advancement, funding opportunities and reputations on the line, researchers are understandably selective.

“We had many conversations with scientists supportive of openness, but who had concerns about our lack of prestige and standing in the publishing world at that stage,” recalls Mark Patterson, PLoS director of publishing. “Because of our start as an advocacy organization for openness, we had a base of supporters. Eventually, their energy carried the day and soon a few researchers took the leap and published a great piece of their research in our open journal. That gave us the foundation to get to where we are today – a sustainable and growing source of high-quality open access research, publishing hundreds of articles a month.”

The core principle behind open access journals is impact. “We set out to remove all barriers to reusing research and transforming research literature into a resource for further research,” says Patterson. “Open access provides the maximum possible impact for both funders and researchers.”

Patterson now sees a very strong movement toward open access in the publishing field. “There are more open access journals being started, more content being published, and new policies are being developed at funding agencies and within institutions which are driving open access,” he said. “There is movement amongst all stakeholders. The question now is just how quickly can we make it happen.”

Creative Commons licensing has been an integral part of the success of open access publishing, and PLoS publishes all of its journals under the CC BY license. “CC has provided a strong, consistent signal that you can use openly published research to do with what you want,” says Patterson. “Because CC licenses are created by experts and have a solid legal foundation, they have become the gold standard in open access publishing.”

(CC: BY)

An einer Übertragung ins Deutsche wird gearbeitet.

[via CC-Blog]

VuFind-Usability

Denton, William; Coysh, Sarah J. (2011): Usability Testing of VuFind at an Academic Library. In: Library Hi Tech 29 (2). Online verfügbar unter: http://hdl.handle.net/10315/6743

Aus dem Abstract:

Findings – Both the usability testing and survey demonstrated that users preferred VuFind’s interface over the classic catalogue. They particularly liked the facets and the richness of the search results listings. Users intuitively understood how to use the deconcatenated Library of Congress Subject Headings. Despite the discovery layer’s new functionality, known journal title searching still presents a challenge to users and certain terms used in the interface were problematic.

Die drei dicken B des Bibliothekswesens

Die drei dicken B des Bibliothekswesens (Blogs, Barcamps, Bibliothekarinnen), bzw. der Fachkommunikation in einer Präsentation beim Workshop „Web- und andere Trends im Bibliothekswesen“ beim ZBIW der FH Köln.

Zwölf hoffentlich finale Thesen zur Zukunft des Bibliothekswesens

Inspiriert und mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Michal, der seine zwölf hoffentlich finalen Thesen zur Zukunft des Journalismus allen Zukunftsberufen zur Verfügung stellt, nun zwölf hoffentlich finale Thesen zur Zukunft des Bibliothekswesens:

1. Das Bibliothekswesen der Zukunft wird das gegenwärtige Bibliothekswesen eines Tages ablösen.

2. Zukunftsfähig wird das Bibliothekswesen nur dann, wenn es die Gegenwart nicht als Bedrohung empfindet.

3. Bibliothekswesen, die heute nicht vernetzt sind, werden morgen in den Netzen nicht vorkommen.

4. Alle Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Leser der Zukunft auch tatsächlich die künftigen Leser sind. (Addendum: Oder von ihnen abstammen.)

5. Die zunehmende Abwendung von den heutigen Medien bedeutet nicht, dass die Zuwendung zu den künftigen Medien nicht zunehmen wird.

6. Im Kampf um die Aufmerksamkeit werden sich Bibliotheken und Leser mehr anstrengen müssen.

7. Mit der wachsenden Orientierungslosigkeit des Bibliothekswesens wächst auch die Navigationsfreude der Leser. Und umgekehrt.

8. Die Nähe zum Geschehen wird die Distanz zu den Lesern bestimmen. Und umgekehrt.

9. Rückkopplungseffekte machen das Bibliothekswesen der Zukunft erst dialogfähig.

10. Leser und BibliothekarInnen werden immer häufiger die Rollen tauschen. Beide werden deshalb die Frage beantworten müssen: Was macht das mit uns?

11. Die Nachfrage nach Qualitäts-Angeboten wird künftig von der Bereitschaft abhängen, Qualitäts-Angebote auch tatsächlich nachzufragen.

12. Wer das Bibliothekswesen der Zukunft finanzieren wird, ist noch nicht raus.

Disclaimer: Die Thesen sind bis auf Kleinigkeiten komplett und 1:1 den 12 Thesen Wolfgang Michals zum Journalismus entnommen.

Ravelry: Strick-Community

Farhad Manjoo schrieb vor einigen Tagen für Slate einen interessanten Artikel („A Tight-Knit Community“) über das auf die Strick-Community spezialisierte Social Network Ravelry.

The best social network you’ve (probably) never heard of is one-five-hundredth the size of Facebook. It has no video chat feature, it doesn’t let you check in to your favorite restaurant, and there are no games. The company that runs it has just four employees, one of whom is responsible for programming the entire operation. It has never taken any venture capital money and has no plans to go public. Despite these apparent shortcomings, the site’s members absolutely adore it.

Dass die strickende Gemeinde auch im Web sehr gut miteinander verknüpft, verwoben, verstrickt ist, war schon in der Kartographierung der deutschsprachigen Blogosphäre von John Kelly und Jan Schmidt klar geworden.

Fräulein vom Amt fordert Vorratsdatenspeicherung

In einem „Dialogpapier“ (PDF) fordern (alle sollen genannt sein) die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Bundesverband Musikindustrie, GEMA – Gesellschaft für musikalische Aufführungs und mechanische Vervielfältigungsrechte, GVU – Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, der Markenverband, Motion Picture Association (MPA), NBC Universal, Sky Deutschland, SPIO – Spitzenorganisation der Filmwirtschaft, Universal Music Entertainment, VPRT – Verband Privater Rundfunk und Telemedien und VUT – Verband der unabhängigen Musikunternehmen: Vorratsdatenspeicherung für Urheberrechtsvergehen!

Um keine „rechtsdurchsetzungsfreien Teilräume“ entstehen zu lassen, fordern die Rechteinhaber daher eine zeitlich ausreichende gesetzliche Speicherverpflichtung der Internetzugangsanbieter hinsichtlich der für die Beauskunftung von Inhabern bestimmter IP-Adressen erforderlichen Daten im Telekommunikationsgesetz. Neben dieser gesetzlichen Speicherverpflichtung muss im Telekommunikationsgesetz klargestellt werden, dass diese wenigen Daten auch zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums verwendet werden können.

Dem stelle man einmal die Leitsätze zum Urteil des Ersten Senats vom 2. März 2010 des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung (1 BvR 256/08, 1 BvR 263/08, 1 BvR 586/08, gekürzt) entgegen:

1. Eine sechsmonatige, vorsorglich anlasslose Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten durch private Diensteanbieter, wie sie die Richtlinie 2006/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 (ABl L 105 vom 13. April 2006, S. 54; im Folgenden: Richtlinie 2006/24/EG) vorsieht, ist mit Art. 10 GG nicht schlechthin unvereinbar; auf einen etwaigen Vorrang dieser Richtlinie kommt es daher nicht an.

[…]

5. Der Abruf und die unmittelbare Nutzung der Daten sind nur verhältnismäßig, wenn sie überragend wichtigen Aufgaben des Rechtsgüterschutzes dienen. Im Bereich der Strafverfolgung setzt dies einen durch bestimmte Tatsachen begründeten Verdacht einer schweren Straftat voraus. Für die Gefahrenabwehr und die Erfüllung der Aufgaben der Nachrichtendienste dürfen sie nur bei Vorliegen tatsächlicher Anhaltspunkte für eine konkrete Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit einer Person, für den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes oder für eine gemeine Gefahr zugelassen werden.

Sind Börsenverein & Co also der Ansicht, es handle sich bei ihrem Anliegen um eine überragend wichtige Aufgabe des Rechtsgüterschutzes, für die man schon einmal in freiheitliche Grundrechte eingreifen kann? Das dachten die Fräuleins vom Amt nach Aufkommen der automatischen Vermittlungstechnik vielleicht auch.

[via Heise]