Besetzte Bibliothek

Seit Donnerstag morgen besetzen etwa 100 Marburger Studenten, auch nach Ende des Bildungsstreiks, das Institut für Politikwissenschaft.

Nach eigenen Angaben wollten die Besetzer ihren Kommilitonen heute den Zugang zur Bibliothek des Institutes ermöglichen. Die Bibliothekarinnen hätten die Räume öffnen wollen, aber die Universitätsverwaltung habe dies aus Brandschutzgründen untersagt, sagte der Gruppensprecher. Deshalb werde von den Besetzern eine «alternative Bibliothek» mit Büchern aus Privatbeständen im Gebäude aufgebaut.

[via nh24.de]

Martina Krogmann findet alle Bedenken berücksichtigt

Alles ist gut, behauptet Martina Krogmann (CDU):

Die Fraktionen der CDU/CSU und der SPD im Deutschen Bundestag haben alle richtigen und ernst zu nehmenden Kritikpunkte aus der Sachverständigenanhörung vor dem Wirtschaftsauschuss des Deutschen Bundestages, aus weiteren Expertengesprächen und aus der Internet Community, auch aus der Petition, in unseren umfassenden Änderungsantrag zum Gesetzentwurf aufgenommen.

Gibt es eigentlich schon Berichte über Austritte aus der CDU, die aus dieser unglaublichen Ignoranz und Wählerverachtung resultieren, oder müssen nur SPD und Grüne unter dem ZugErschwG leiden?

Schweigen im Walde: Die Bibliotheksverbände zu Zensursula

WordPress hat in Kooperation mit Firefox meinen sehr ausführlichen Artikel über die Schaffung der Zensurinfrastruktur durch CDU und SPD leider verschluckt. Egal, drüben bei Netzpolitik oder im Handelsblatt-Blog gibt’s sowieso so viel zum Thema, dass man gar nicht mehr aufhören kann, sich aufzuregen. Also fasse ich mich kurz: Willkommen, Deutschland, in diesem feinen Klub:

zensurklub

Eine Frage möchte ich nun noch wieder aufgreifen, noch bevor in Karlsruhe hoffentlich wieder für rechtsstaatliche Verhältnisse gesorgt wird [1]Die vom Verfassungsschutz beobachtete Linkspartei hat übrigens geschlossen gegen die Zensurinfrastruktur gestimmt. Ganz im Gegenteil zu CDU und SPD. Wo kann man Parteien zur Beobachtung durch den … Continue reading. Hat der Code of Ethics praktische Auswirkungen? Im Code of Ethics ist zu lesen:

Wir setzen uns für die freie Meinungsbildung und für den freien Fluss von Informationen ein sowie für die Existenz von Bibliotheken und Informationseinrichtungen als Garanten des ungehinderten Zugangs zu Informationsressourcen aller Art in unserer demokratischen Gesellschaft. Eine Zensur von Inhalten lehnen wir ab.

Wie haben die Verbände ihrer Ablehnung Ausdruck verliehen? Recherchiert habe ich auf den Webseiten der Organisationen, in Inetbib und in ihren Twitter-Accounts, soweit sie mir bekannt waren [2] Sehr gut möglich, dass ich Äußerungen der Verbände übersehen habe. Falls dies so sein sollte, bitte ich um Hinweise in den Kommentaren! . Vertreten sind im Bibliothek und Information Deutschland (BID):

Was steckt hinter diesem Engagement? Trgägheit, Unsicherheit, Ignoranz, Desinteresse? Sind die Verantwortlichen der Verbände eventuell sogar der Meinung, das es schon seine Richtigkeit hätte mit den Internetsperren?

Fest steht meines Erachtens: Das bibliothekarische Selbstbewusstsein in Deutschland ist ein sehr zartes Pflänzchen in der Arena der Political Players. [3] Andrea Kaufmann : Der bibliothekarische Aufbruch – Impressionen vom 3. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek Wenn es nun auch in der Debatte um den Heidelberger Appell nicht gegossen wird, ist es noch bevor es zur ersten Blüte gelangen konnte, tot.

References

References
↑1 Die vom Verfassungsschutz beobachtete Linkspartei hat übrigens geschlossen gegen die Zensurinfrastruktur gestimmt. Ganz im Gegenteil zu CDU und SPD. Wo kann man Parteien zur Beobachtung durch den Verfassungsschutz vorschlagen?
↑2 Sehr gut möglich, dass ich Äußerungen der Verbände übersehen habe. Falls dies so sein sollte, bitte ich um Hinweise in den Kommentaren!
↑3 Andrea Kaufmann : Der bibliothekarische Aufbruch – Impressionen vom 3. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek

Hörbuch-Wissen testen

Auf den Seiten vom Börsenblatt gibt es einen Test um das eigene Hörbuchwissen zu testen.

Welche Produktion gilt als erster deutscher Hörbuchbestseller? Welcher Preis gilt als bedeutendste Auszeichnung für Hörspiele? Und, in welcher Verpackung kommen die meisten Hörbücher daher?

Hier geht es zum Quiz.

Zentrum für die Erforschung des Buch- und Schrifterbes

Heute wird in der Grazer Universität das Zentrum für die Erforschung des Buch- und Schrifterbes, kurz ZEBS, eröffnet. Das Zentrum wurde im Januar diesen Jahrs als fakultätsübergreifende Forschungsstätte eingerichtet.

Es setzt sich aus den historisch gewachsenen Beständen der Sondersammlungen der Universitätsbibliothek, der Restaurierung, der Digitalisierung sowie dem Forschungszentrum Vestigia zusammen. Forschungsobjekte sind: Manuskripte, Frühdrucke, Inkunabeln, Urkunden, Autographen, Pläne, Karten und Topographica, Nachlässe, sonstige Rara. Ziel ist es, dieses historische Schrifttum und diese Druckerzeugnisse zu erhalten, sie bekanntzumachen, sie leicht d.h. über elektronische Medien zugänglich zu machen und sie wissenschaftlich zu erschließen.

Mehr Informationen im Österreich Journal.

[via vöb-blog]

„Neue Bücher. Neue Wege. Neue Jobs – Die Branche der Zukunft“

Heute beginnt der Fachkongress Buchtage Berlin 2009 unter dem Motto „Neue Bücher. Neue Wege. Neue Jobs – Die Branche der Zukunft“ im Berliner Congress Center.

eim größten Fachkongress der Branche stehe das Thema Digitalisierung mit den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen im Zentrum, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mit.

[via news-adhoc.com]

Ausstellung zum Thema Historische Unterrichtswerke

An der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek in Jena kann noch bis zum 24.10,2009 eine Ausstellung mit dem Thema „Historische Unterrichtswerke aus den Beständen der ThULB“ angesehen werden.

Die Ausstellung zeigt den inhaltlichen und gestalterischen Wandel von Lehrbüchern für Schule und Privatunterricht aus den letzten 350 Jahren. Zu sehen sind vielfach sehr schön gestaltete Lesebücher sowie Unterrichtswerke und -gegenstände aller Fächer.

[via jenatv.de]

Stadtbücherei Biberach ist Bibliothek des Jahres 2009

Die Stadtbücherei Biberach wird am 24.10. dem Tag der Bibliotheken mit dem Preis „Bibliothek des Jahres“ ausgezeichnet. Der vom Bibliotheksverband und der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius vergebene Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal vergeben.

In der Begründung heißt es:

Die Stadtbücherei in Biberach an der Riß wird als “Bibliothek des Jahres 2009” ausgezeichnet, weil sie höchst kreativ und flexibel immer wieder neue Angebote und Produkte entwickelt und konsequent an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpasst. Sie erbringt mit großem Engagement kontinuierlich ausgezeichnete Leistungsergebnisse.

[via szon.de]

Virtuelle Medizinische Bibliothek Bozen hat täglich 1000 Nutzer

Sie ist nie geschlossen, Tag und Nacht zugänglich und mit über 3500 Fachzeitschriften überaus gut sortiert: Die vom Ressort für Gesundheitswesen des Landes angebotene Virtuelle Medizinische Bibliothek (VMB) hat sich zu einer der wichtigsten Informationsplattformen für das Gesundheitspersonal entwickelt: mit täglich rund 1000 Nutzern.

Mehr Informationen zur VBM und den Zugang gibt es hier.

[via provinz.bz.it]

Mikrofilmlesesaal für Stadtarchiv Köln

Nach dem Einsturz des Stadtarchivs Köln im März diesen Jahres [wir berichteten], wird nun mehr und mehr der Wunsch nach einem provisorischen Lesesaal laut. Nach Berichten des Kölner Stadtanzeigers haben 56 französische Mittelalthistoriker der Stadt Köln und dem Land NRW geschrieben, um die geschichtswissenschaftliche Bedeutung der Bestände zu verdeutlichen.
In der nächsten Woche wird nun im Stadthaus in Deutz ein Mikrofilmlesesaal eröffnet, der einen kleinen Kreis von Studierenden und Wissenschaftlern, Examenskandidaten und Doktoranden mit baldigem Abgabetermin für ihre Arbeiten zugänglich sein wird.
Außerdem wurde die Errichtung eines digitalen Lesesaals zum Jahresende angkündigt.