"Darmstädter Fall" von Copyrightschutz wird heute verhandelt

Heute wird vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen die TU Darmstadt verhandelt.

Der Verlag Eugen Ulmer hat die Technische Universität (TU) Darmstadt im Wege eines Eilverfahrens auf Unterlassung verklagt. Mit seiner Klage will der Verlag verhindern, dass die Benutzer der Bibliothek weiterhin kostenfrei über das Internet Zugang zu dem kompletten Inhalt des Buches „Einführung in die neuere Geschichte“ des Historikers Winfried Schulze nehmen können.

[via echo-online.de]

Stadtbibliothek Düsseldorf ist die Nummer eins

.. in NRW. Zumindestens was die Ausleihzahlen betrifft: so wurden im letzten Jahr in der Zentrale und den 13 Stadtteilbibliotheken die Rekordzahl von 4,8 Millionen Ausleihen getätigt. Die neue Stadtteilbibliothek in Bilk, die erst im letzten Herbst in den Düsseldorf Arcarden eröffnet wurde, kann im letzten Jahr schon 170.000 Ausleihen verbuchen.

[via derwesten.de]

Gesundheitscampus kommt nach Bochum

Zum Wintersemester 2010/11 wird in Bochum der sogenannten Gesundheitscampus entstehen, mit dem NRW mit einem Zentrum für Gesundheit zur führenden Medizinregion in Europa werden möchte. So soll hier die bundesweit erste Fachhochschule für Gesundheitsberufe mit ca. 1000 Studienplätzen entstehen. Als Vorbild für diese Idee gelten die US-amerikanischen National institutes of health.
Bochum hat sich gegen 8 Bewerber (unter anderem Dortmund, Essen, Oberhausen) durchgesetzt, mitausschlaggebend für die Entscheidung war die gute Anbindung an die Universität und die hohe Anzahl von Klinikbetten in Bochum.

Mehr Informationen zum neuen Gesundheitscampus in Bochum gibt es hier und hier.

[via focus.de]

Videoüberwachung gegen Diebstahl

Um Diebstähle zu verhindern, ist die Videoüberwachung einer Hochschulbibliothek erlaubt. Das urteilte das Oberverwaltungsgericht am Freitag in Münster und bestätigte damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Allerdings ist es der Universität verboten, die Bilder zu speichern. Die Installation von Kameras stelle einen „erheblichen Eingriff in die Grundrechte der Bibliotheksnutzer dar“, doch könnten dadurch Diebstähle und Beschädigungen der Bücher verhindert werden, entschieden die Richter. Studenten der Uni Münster hatten gegen die Kameras in der Bibliothek des kommunalwissenschaftlichen Instituts geklagt.

[via sueddeutsche.de]

Umfrage zur "Kundenorientierung" an Öffentlichen Bibliotheken

Auch wenn ich immer noch davon ausgehe, dass die Bezeichnung „Kunde“ keine Auf-, sondern eine Abwertung der Bibliotheksbenutzer darstellt:

Liebe Kolleginnen und Kollegen an Öffentlichen Bibliotheken,

Im Rahmen meiner Masterarbeit am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU-Berlin beschäftige ich mich mit der aktuellen Praxis der Kundenorientierung in Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland.

Grundlage der Untersuchung bildet eine Online-Befragung aller Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Auszubildender Öffentlicher Bibliotheken, zu der folgender Link führt:

http://yoowe.ibi.hu-berlin.de/survey/index.php?sid=25781&lang=de

Bitte nehmen Sie sich ca. 15 Minuten Zeit zur Beantwortung der Fragen. Ihre Angaben werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt und anonym ausgewertet. Die Daten werden nur in diesem Rahmen verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Über zahlreiche Rückmeldungen bis zum 18. Mai 2009 würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen
Susanne Göbel

(Hervorhebungen von mir)

Herbert Reul (CDU, MdEP) zu Open Access

Via Abgeordnetenwatch stellte Oliver Graute folgende Frage an Herbert Reul, Mitglied des Europaparlaments und der CDU:

Wie stehen Sie als Mitglied des Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie zur Open Access Debatte

Zu Forschungsdaten meinte Reul:

Dabei muss unterschieden werden zwischen dem freien Zugang zu Forschungsdaten und dem freien Zugang zu Zeitschriftenaufsätzen. Forschungsdaten werden oft von Forschungseinrichtungen aufwändig gesammelt. Durch den Verkauf dieser Daten werden die hierbei entstehenden Kosten wieder reingeholt.

Wenn Forschung sich direkt refinanzieren müsste, hätte die hiesige Wissenschaftsszene ein gewaltiges Problem. Vielleicht stehen die Pläne für den Large Hadron Collider auch nur frei im Netz, weil die Zahl potentieller Kunden arg übersichtlich ist? Würde dieses Denken konsequent umgesetzt werden, gäbe es keine Grundlagenforschung mehr. Sie wäre nicht finanzierbar.

Zu OA für Zeitschriftenaufsätze gibt er nur Gemeinplätze (Motto: „Gute Sache, aber Bücher sind doch auch schön“) von sich. Schade, viele Politikeraussagen zu diesem Thema gibt es ja leider nicht.