Nacht der Bibliotheken in NRW

Zum zweiten Mal findet am 26. Oktober die „Nacht der Bibliotheken“ in über 200 nordrhein-westfälischen Bibliotheken statt.

Deshalb ließen die Mitarbeiter der Bibliotheken überall im Land ihrer Phantasie freien Lauf, entwickelten originelle Aktionen, organisierten einmalige Events und luden die beliebtesten Vorleser und die angesagtesten Krimiautoren ein. Ja, auch „Tannöd“-Autorin Andrea Maria Schenkel, die zurzeit die Krimi-Hitlisten anführt, kommt!

Mehr Informationen auf der Homepage zur Veranstaltung.

"Wie oft haben Sie das Buch noch nicht gelesen?"

Seit 1997 besteht die „Bibliothek der ungelesenen Bücher“ in Wien und ist in einem Raum der „basis wien“ zu finden.
Der Initiator des Kunstprojektes ist Julius Deutschbauer, der Menschen aus Politik und Kultur interviewt, welches Buch sie schon immer lesen wollten, es aber bisher noch nicht getan haben. Deutschbauer kauft diese Bücher, versieht sie mit einem Stempel, mit der Aufschrift:“Dieses Buch wurde von . . . noch nicht gelesen“ und stellt diese in seiner Bibliothek auf.

Dazu erstellt Deutschbauer eine „Bibliothekographie“ der Interviews auf Minidiscs. Jedes Interview wird dem Buch beigestellt und liefert eine Geschichte, die um Fragen nach dem ungelesenen Buch kreist.

[via WienerZeitung]

Neue Deutsche Biographie wird digitalisiert

Wie das Börsenblatt berichtet, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft nun zugesagt, die Digitalisierung der Neuen Deutschen Biographie (NDB) – des „biographischen Grundlagenwerks des deutschsprachigen Kulturraums – finanziell zu unterstützen.

Ihre ersten 22 Bände und die komplette Allgemeine Deutsche Biographie (ADB) werden von der Historischen Kommission bei der
Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Bayerischen Staatsbibliothek in den kommenden zwei Jahren digital im Volltext erschlossen und im Internet frei zur Verfügung gestellt.

Pressemitteilung

Bibliothek von Babel

Nachdem die exquisite, insgesamt 30-bändige „Bibliothek von Babel„, herausgegeben von Jorge Luis Borges, über zwei Jahrzehnte lang nicht verfügbar war, legt die Frankfurter Büchergilde Gutenberg sie in aufwändiger Ausstattung und farbmächtiger Gestaltung von Bernhard Jäger wieder auf. Nun ist die dritte Staffel mit weiteren sechs Bänden aus dieser Sammlung überwiegend unbekannter phantastischer Literatur erschienen.

[via TLZ)

Libworld – Slovakia

The Central European country Slovakia emanated from the division of the Czechoslovakia in 1992/93.
After the end of Communist rule in the nineties of the 20th century the library system in Slovakia transformed „from a severely hierarchic and idealogically unilateral constructed system to an open and integrated system of public services for the information society“ [1] Kimlicka, Stefan: Das Bibliothekswesen in der Slowakei nach 1990. In: Bibliothek. Forschung und Praxis 28 (2004) H. 2, S. 204 – 209
. In the year 2000 a new Library Act was adopted. It provided legal framework and principles for the functioning of the Library Network in Slovakia.
Slovakia became a member of the European Union in May 2004.

More Information about the Slovak librarianship you can glean in the speech from Dusan Katuscak, the general director of the Slovak National Library.
„Libworld – Slovakia“ weiterlesen

2 Jahre Blog zum Bibliotheksrecht / Skriptorium

Eric Steinhauers Blog Bibliotheksrecht ist zwei Jahre alt geworden. Hier geht es zum Jubiläumsposting. Herzlichen Glückwunsch! Er hat mit seiner Seite ein hervorragendes Angebot geschaffen, dessen einziger Wermutstropfen in der abgeschalteten Kommentarfunktion liegt.

Dies ist leider auch der Fall bei dem neuen Blog Skriptorium, dass Herr Steinhauer zeitgleich präsentiert. Der Untertitel lautet Wissenschaftliches Publizieren und Bibliotheken : ein Zettelkasten, und der Betreiber beschreibt das neue Blog folgendermaßen:

Dieses Blog wird sich mit dem Thema Wissenschaftliches Publizieren und Bibliotheken beschäftigen. Ausgehend von der Tatsache, dass insbesondere die Hochschulbibliotheken durchgängig eigene Schriftenserver bzw. Repositorien betreiben, soll in diesem Blog über das Verhältnis von Bibliothek und wissenschaftlichem Publizieren nachgedacht, berichtet und spekuliert werden.

Einen besonderen Schwerpunkt werden dabei die Chancen, aber auch die Probleme des elektronischen Publizierens für die Verbreitung wissenschaftlicher Beiträge bilden. Durch meinen persönlichen Hintergrund werden vor allem die buchaffinen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften behandelt.

Viel Erfolg auch mit diesem Blog, und vielleicht probieren Sie es ja auch mal mit der Kommentarfunktion? ;o)

Ohne Worte: Urheberrecht für Bundesrat nicht umstritten

Via Bibliotheksrecht:

Wir kommen zu Punkt 11: Zweites Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft (Drucksache 582/07, zu Drucksache 582/07) Wortmeldungen liegen nicht vor.

Eine Empfehlung auf Anrufung des Vermittlungsausschusses oder ein entsprechender Landesantrag liegt nicht vor. Ich stelle daher fest, dass der Bundesrat einen solchen Antrag n i c h t stellt.

Wir haben nun noch über eine Entschließung entsprechend Ziffern 2 und 3 der Ausschussempfehlungen zu befinden. Zur Einzelabstimmung rufe ich auf:
Ziffer 2! – Das ist die Mehrheit. Ziffer 3 mit Ausnahme des letzten Spiegelstrichs! – Das ist ebenfalls die Mehrheit. Bitte das Handzeichen für den letzten Spiegelstrich von Ziffer 3! – Auch das ist die Mehrheit.

Damit hat der Bundesrat eine Entschließung gefasst.

Quelle: Bundesrat, Stenografischer Bericht, 836. Sitzung, Berlin, Freitag, den 21. September 2007, S. 268.

Nur Gegner eines funktionierenden Wissenschaftsbetriebs können dies wirklich gutheißen. Aus einer Pressemitteilung des Urheberrechtsbündnisses:

Das Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ bedauert, dass der Bundesrat die Chancen der Verbesserung des Zweiten Korbs über den Vermittlungsauschuss ausgelassen hat, sieht sich aber in der Kritik des Bundesrats an dem Gesetz weitgehend mit ihm einig. Der Bundesrat setzt bezüglich der Interessen von Bildung und Wissenschaft offenbar auf den Dritten Korb. Das Aktionsbündnis wird sich dabei selbstverständlich einbringen und erwartet, neben anderen Verbesserungen, dass auch im Urheberrecht die Weichen für Open Access gestellt werden. Die kommerziellen, durch das Urheberrecht geschützten Verwertungsmodelle erweisen sich für Bildung und Wissenschaft als zunehmend ungeeignet.

Wie ungeeignet, werden wir bald feststellen müssen. Jammern und Wehklagen bitte an diese Dame:

Brigitte Zypries, SPD MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin

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