Universitäten: Qualitätsoffensive ohne Personal

Telepolis: Universitäten: Qualitätsoffensive ohne Personal

Die Schlagworte, die den Beginn einer grundlegenden Reform des deutschen Bildungswesens behaupten, klingen vielversprechend: Spitzen-Universitäten, Exzellenz-Initiativen und Zukunftsprogramme aller Art sollen den Rückweg in die Weltspitze bahnen, doch die Hochschulrealität sieht anders aus. Nach [extern] Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, die am Montag vom Deutschen Hochschulverband vorgestellt wurden, haben die 16 Bundesländer in nur zehn Jahren 1.451 Professorenstellen abgebaut. Besonders drastisch sind die Einschnitte bei den Sprach- und Kulturwissenschaften, denen im vollmundig angekündigten „Jahr der Geisteswissenschaften“ nun die Streichung von 663 Stellen präsentiert wird.

Wissenschaftliches Videoportal: SciVee

Eine Art Youtube für die Wissenschaft soll mit SciVee geschaffen werden, einem Kooperationsprojekt der Public Library of Science (PLoS), der National Science Foundation (NSF) und des San Diego Supercomputer Center (SDSC). Viel gibt es noch nicht zu sehen, hier seien nur zwei Beispiele genannt:

Alexander Maye, Chih-hao Hsieh, George Sugihara, Björn Brembs: Order in Spontaneous Behavior

Philip E. Bourne: Ten Simple Rules for Getting Published

Und hier gibt es noch ein paar Informationen, wie das Publikationsmodell funktionieren soll.

[via Blog around the clock]

Bundesregierung lädt heute und morgen zum Tag der offenen Tür

Das Bundeskanzleramt, das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und alle 14 Ministerien oeffnen ihre Tueren. Das ist eine gute Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und sich umfassend über die Politik der Bundesregierung zu informieren.

Unter anderem wird am Präsentationsstand der Bibliothek des Bundesministeriums des Innern das Informations- und Bibliotheksportal des Bundes vorgestellt.

Weitere Informationen gibt’s hier.

[via Inetbib]

Wiki-Scanner liefert erste Ergebnisse

Vorgestern beschäftigten wir uns an dieser Stelle bereits mit dem von einem amerikanischen Studenten entwickelten Wiki-Scanner, der interessengeleitete Änderungen in der Online-Enzykloplädie Wikipedia aufdecken soll.

Die taz berichtet jetzt über erste Erfolge des Suchprogramms: u.a. sollen Beamte des australischen Verteidigungsministeriums tausende Artikel zugunsten der Regierung „überarbeitet“ haben.
Laut Heise sind außerdem Mitarbeiter des US-Wahlmaschinenherstellers Diebold, der US-Geheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI unangenehm aufgefallen.

Seit Freitag nimmt sich der Wiki-Scanner auch die deutschsprachige Wikipedia-Version vor.

Google für Datenschützer: Scroogle

Wer Google nicht missen möchte, aber Wert auf Datenschutz legt, dem sei ein Scroogle-Test empfohlen.

no cookies | no search-term records | access log deleted within 48 hours

Man kann es gleich hier ausprobieren:





Your Domain
    web
           

Und hier geht es direkt zu Scroogle. Keine vollwertige Alternative, aber immerhin eine gelungene Demonstration.

IFLA conference: South Africa meets Singapore

Our LibWorld guest author Ivan Chew from Singapore writes about meeting two librarians from South Africa at the IFLA conference in Durban. They didn’t seem to hear about blogging until now, but that’s the case with most librarians all over the world. Ivan writes:

I asked them if they have blogs, or heard about blogs. They looked quizzically at me. Ntutu said she heard it mention in an advertisement (non-library related it seems) but no, they didn’t really know about. She asked what it was about. I said it was a free service, just like Internet email services, that allows the user to create accounts a start their own websites or online diaries. Suggested they try www.blogger.com or wordpress.com. So maybe they might start blogging after this.

He ends his article stating…:

their professional attitude of „trying their best given what we have“ — I couldn’t help but admire and respect them.

Wikipedia-Manipulateure entlarven

US-Student Virgil Griffith will mit einem sogenannten Wiki-Scanner interessengeleitete Änderungen in der Online-Enzykloplädie Wikipedia entlarven. Der Scanner soll anhand der IP-Adressen anzeigen, wer Änderungen vorgenommen hat.

Ein Interview zum Thema mit Mathias Schindler, Vorstand von Wikimedia e.V., ist auf www.dradio.de nachzuhören/lesen.

Kopal

Gregor Honsel schreibt über Kopal in Technology Review: „Hundert Jahre auf Band“

„Das 19. Jahrhundert ist bedeutend besser dokumentiert als die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts“, sagt Kopal-Gesamtprojektleiter Reinhard Altenhöner von der Deutschen Nationalbibliothek. Um die Gegenwart ist es kaum besser bestellt. Die Datenflut, die es zu bändigen gilt, schwillt immer mehr an; gleichzeitig sinkt die Qualität der gängigen Speichermedien: „Die Haltbarkeits-Prognose von selbst gebrannten CDs ist sehr schlecht. DVDs sind tendenziell sogar noch schlechter, weil sie dichter beschrieben werden“, sagt Altenhöner. Dazu komme der schnelle Wandel der Speicher-Hardware – irgendwann gebe es „nur noch ein paar Lesegeräte, die von Freaks gewartet werden“.

Bibliothek != E-Learning

Zwei Artikel über Bibliotheken und E-Learning:

Library Resources Must Not Be E-Learning Tools

Just exactly what do non-librarians think of the myriad library databases they can access courtesy of their local library. Not much apparently. Well, they certainly don’t think of the library’s resources as learning tools. Or it may be that they only think of the library resources as gateways to information, but by themselves not as resources that can facilitate or promote student learning. We need to do more to get our user community thinking of the library’s databases, bibliographic manager tools, and more as robust learning tools.

A List Without Libraries

The Centre for Learning & Performance Technologies’ list of Top 100 Tools for Learning — culled from top-10 charts created by e-learning experts — names a wide array of tech tools that professors have come to love. Among the items that made the cut are Web browsers, e-mail clients, RSS feeders, blogging programs, and, of course, Microsoft’s evergreen PowerPoint presentation software.

But online library resources, which would seem like a good fit for e-learners, are notably absent from the master list. What gives? “It’s not as if the responding experts ignored information-retrieval tools,” writes Steven Bell at ACRLog. “Both Google and Google Scholar are on the top-100 list. And it’s not as if these experts wouldn’t know something about library databases.”

[via Gamoia]