Aktionstag zur Erinnerung an Weimarer Bibliotheksbrand

Mit einem nationalen Aktionstag wollen deutsche Restauratoren und
Bibliothekare im kommenden Jahr in Münster an den Brand der Weimarer
Anna-Amalia-Bibliothek im Jahr 2004 erinnern. Gemeinsam mit den
städtischen Bühnen werde derzeit ein umfangreiches Kulturprogramm
ausgearbeitet, sagte ein Sprecher der Münsteraner
Universitätsbibliothek am Dienstag.

[via pr-inside]

Micropublishing für Bibliotheken

Mit dem Begriff Micropublishing (oder Micro-Blogging) bezeichnet man das Veröffentlichen sehr kurzer Mitteilungen wie es zum Beispiel bei Twitter der Fall ist. Oft handelt es sich dabei um eine Art SMS an die interessierte Weltöffentlichkeit.

Der Fischmarkt beendet nun eine kleine Artikelserie über Micropublishing mit einem Posting über Micropublishing für Institutionen. Für Bibliotheken und andere Informationseinrichtungen ist daraus nicht viel zu entnehmen, höchstens:

Gruppen, Projekte, Unternehmen und Institutionen müssen genauso wie andere erst herausfinden, wen und was genau sie mit Micropublishing erreichen können.

Aha, dankeschön! Passend dazu schreibt auch der Webworkblogger Oliver Ueberholz: Alle sind sie im Twitter Wahn, aber viele wissen nicht so recht wozu.. Er selbst ist da schon etwas weiter und bietet eine Menge Anwendungsmöglichkeiten, von denen ein paar beispielhaft erwähnt und in den Bibliothekskontext gestellt seien. Der Einfachheit halber gehe ich im Folgenden von Twitter als Standardapplikation aus.
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B.I.T.-Wiki vs. Wikipedia: Noch eine Webleiche?

Ronald Kaiser hat in Inetbib die gestrige Eröffnung des B.I.T.-Wikis angekündigt. In seiner Mail wie auch auf der Startseite des Wikis ist zu lesen:

Zum Start von B.I.T. WIKI wird über einen Zeitraum von 3 Monaten jeder 20. Beitrag mit einem Sachpreis aus der Buchreihe B.I.T. Innovativ ausgezeichnet. Jeder 100. Beitrag bekommt ein Jahresabo der Zeitschrift „B.I.T.online“ oder der Zeitschrift „Information – Wissenschaft & Praxis“.

Prinzipiell lobenswert, Aktivitäten auf diesem Gebiet zu belohnen. Jedoch frage ich mich, welchen Zweck dieses Wiki hat, den nicht auch das Wikipedia-Portal Bibliothek, Information, Dokumentation genauso gut oder sogar viel besser erfüllen kann. Besonders wenn man sieht, das zumindest einzelne Artikel offensichtlich der Wikipedia entnommen sind.
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Open Access in Fachverlagen

„Open Access in Fachverlagen noch kein Thema“, meint das Börsenblatt, und biegt sich die Zahlen einer Umfrage der Deutschen Fachpresse, wie Mathias Schindler in einem Kommentar ganz richtig anmerkt, etwas zurecht. Zwar haben anscheinend erst 7,5 Prozent der befragten Fachverlage geäußert, dass Open Access bereits jetzt unmittelbare Auswirkungen auf ihre Umsätze und Geschäftsmodelle hat. Die restlichen Zahlen in der Kurzmeldung lauten:

  • 72,5%: Open Access kann Kernaufgaben des Publizierens wie lesergerechte Aufbereitung von Inhalten und deren qualitative Bewertung nicht ersetzen
  • 67,5%: Verlegerischen Kerndisziplinen müssen auch in die digitale Welt übertragen werden

Der oben erwähnte Mathias Schindler meint dazu:

Anders lesen kann man die Zusammenfassung der Umfrageergebnisse auch so:

„Für zwei Drittel der antwortenden Verlage (67,5%) ist Open Access ein Thema. Nur 27,5% der Verlage gehen davon aus, daß OS keine Auswirkungen auf das eigene Geschäftsmodell hat.“

Hier geht’s zur Zusammenfassung der Ergebnisse, in denen auch schon die nächste Blitzumfrage zum Thema DRM angekündigt wird.

Dumont-Schütte prophezeit Googles Tod

Verleger Christian DuMont-Schütte interessiert sich für die SZ und wirft steile Thesen über die Zukunft von gigantischen Online-Imperien in den Raum. Auf die Frage, ob der Markt in der digitalen Welt noch nicht verteilt sei, antwortet er:

Keineswegs. An meinem fünfzigsten Geburtstag im Frühjahr habe ich die These aufgestellt: In zehn Jahren ist Google tot. Ich habe in der Tat die Hoffnung, dass das, was sich jetzt im Markt befindet, übermorgen nicht mehr existiert. Die ersten Anzeichen dafür sehen Sie schon: die Ebay-Euphorie ist vorbei. Der Lebenszyklus der Internet-Ideen ist sowohl technisch wie inhaltlich ganz anders als bei herkömmlichen Unternehmen in der Old Economy. Dieser Nachteil hat den Vorteil, dass der Markt mit neuen Ideen immer wieder neu erobert werden kann.

Dass sich Google im Gegensatz zu Ebay ständig weiterentwickelt und expandiert, sollte man bei solch einer gewagten Aussage nicht außer acht lassen. Google ist zum Beispiel gerade jetzt längst nicht dasselbe Unternehmen wie vor wenigen Jahren. Zwar ist nicht alles Gold, was googled, aber es ist nicht zu leugnen, dass einige der Google-Produkte (-Maps oder -Mail) bedeutende Marktanteile erreichen konnten.

Interview bei FAZ.net: „In zehn Jahren ist Google tot“

Blogscout.de geschlossen

Wie Dirk Olbertz in seinem Blog ankündigt, ist Blogscout ab sofort dicht:

Seit heute sind Neuanmeldungen nicht mehr möglich, ab sofort wird nicht mehr gezählt und der Login funktioniert nicht mehr. Am 30. September werden die Server von Blogscout.de dann ganz geschlossen. Bis dahin sollte jeder den MailMe-Button, sowie den Blogscout Counter-Code von seinen Seiten entfernen.

Olbertz verweist auf rivva.de für die Zukunft.

Check 1Cate?

In immer mehr Blogs häufen sich die Postings, an deren Anfang ein Link namens „Check 1Cate“ steht.
Heute stolperte ich über ein Beispiel im IBI-Weblog. Laut OCLC-Eigenwerbung steht 1Cate für 1-Click-Access-To Everything:

Alle interessanten Informationen, Daten oder Dienste zu einer Recherche auf einen Klick.
Diesen Service bieten Sie Ihren Bibliotheksbenutzern mit 1Cate, dem OpenURL kompatiblen Linkserver von OCLC. Er generiert kontextsensitive Links vom Zitat auf Volltexte und andere elektronische Angebote.
Ob Volltext, OPAC oder Dokumentlieferdienste, 1Cate ermittelt zuverlässig, wann und wie im konkreten Fall jeweils verlinkt werden soll und ermöglicht den schnellen Zugriff auf die Informationsquelle.

Die Frage ist nur: Von wo ist das möglich? Klicke ich auf solch einen Link, erhalte ich stets die Aufforderung, mich bei Openly anzumelden, was ich mangels Account nicht kann. Vielleicht hat ja jemand von den geneigten Mitlesenden ein paar Informationen für mich, ob es sich hier tatsächlich um ein Randgruppenplugin für WordPress handelt. Für mich steht 1Cate auf jeden Fall erstmal für „1-Click-Access-To-Eingabeaufforderung“.

Podcasts von First Monday

First Monday bietet ab sofort Podcasts zu und mit ausgewählten FM-Artikeln. Die erste Ausgabe beschäftigt sich mit „Playing Politics: Video Games for Politics, Activism, and Advocacy“. Nächsten Monat gibt es dann auch den passenden RSS-Feed (ohne den es eigentlich noch kein Podcast ist), und ein Gespräch der FM-Herausgeber Joy Austria und A.J. Hannah mit Siva Vaidhyanathan über „the Googlization of Everything“.

Links:

FM-Podcasts
First Monday

[via Tame the Web]