Onleihe bei Telepolis

Gerade bei Netbib gesehen: Rainer Sladek schreibt über die Onleihe nur für Microsoft-User. In den Kommentaren zum Telepolis-Artikel wird auch klar, wie sehr man sich mit dem unreflektierten Einsatz von DRM-Technologien den Ruf bei der Minderheit von Heiseforeneinwohnern versauen kann. Doob stellt dort fest, dass Bibliotheken was tolles sind, aber das wird gleich von firedancer gekontert:

Sind sie jetzt nicht mehr – wenn das Angebot a) der Monopolisierung
dient (denn darum geht es hier nämlich), b) weite Teile der
Bevölkerung ausgeschlossen werden (alles > 5% sind bereits weite
Teile: Wir reden hier von sehr großen Usermassen).

So stark formuliert das sicher nur ein kleiner Bevölkerungsteil, aber wie firedancer richtig bemerkt, sind auch 5% der Bevölkerung schon durchaus relevant. Wir reden hier von sehr großen Bibliotheksbenutzermassen.

Die Divibib-Mitarbeiter sind der anfangs eingeforderten Diskussion in der Biblioblogosphäre übrigens sehr offensichtlich überdrüssig geworden. Sie belassen es jetzt beim Posten von Werbeartikeln in ihrem eigenen Blog. Zumindest in den einschlägigen Biblioblogs (z.B. Netbib, Bibliothek 2.0 oder auch hierzublog) konnte ich sie lange nicht mehr sichten. Es ist vermutlich nicht lukrativ genug, sich mit Kritik auseinanderzusetzen.

Library 2.0 and beyond – innovative technologies and tomorow's user

Heute auf meinem Schreibtisch gelandet:

Library 2.0 and beyond : innovative technologies and tomorrow’s user / Courtney, Nancy. – Westport, Conn : Libraries Unlimited, 2007

Die Lektüre muss leider noch ein wenig warten. Ein erster Blick verspricht nicht viel Neues für den geneigten 2.0-Interessierten, jedoch eine sehr gute Auswahl der Autoren und Beiträge. Michael Casey beispielsweise schreibt über „Looking toward catalog 2.0“, wo er sehr schön zusammenfasst, was ein wirklich guter Katalog so zu bieten haben muss.

" the World’s Most Beloved Cat"

Für die Biographie der Bibliotheks-Katze Dewey hat ein Verlag 1,25 Mio. Dollar gezahlt. Die Katze wurde 1988 in der Buchrückgabebox der Stadtbücherei von Spencer, Iowa gefunden und lebte seitdem in der Bibliothek.

Als Dewey im vergangenen Winter 19jährig starb, war er längst eine Berühmtheit. So berühmt, dass seine Memoiren für rund 1,25 Millionen Dollar an den Verlag Grand Central verkauft worden sind.

mehr Infos bei welt.online

Kubanischer Bibliothekar seit über 100 Tagen in Untersuchungshaft

Der Kubanische Bibliothekar Gustavo Colas Castillo sitzt bereits seit dem 05.05.2007 in Untersuchungshaft. Laut newspress.com wurde er festgenommen, weil er sich für die Aufhebung der Zensur und für Informationsfreiheit eingesetzt hat.

Colas Castillo verlieh Bücher von Martin Luther King, George Orwell und anderen Autoren, deren Werke von der Castro Diktatur faktisch verboten sind. Dies wird zwar von der Castro Regierung bestritten, die jedoch beharrlich Menschen verfolgt, diskriminiert und inhaftiert, die anderen Kubanern unerwünschte Bücher und sonstige Informationen zur Verfügung stellen.

[via newspress.com]

"Album für Anna Amalia"

Und nochmal Anna-Amalia-Bibliothek: Gestern Abend wurde im Kubus der Bibliothek das „Album für Anna Amalia“ vorgestellt. Das in einer Auflage von nur zwölf Stück erschienene Album, enthält u.a. Radierungen vom Architekten Rainer Ilg und Gedichte der Bibliothekarin Liane Boss, die in der Anna-Amalia-Bibliothek arbeitet.

[via Thüringer Allgemeine]

hier unter Diashow, eine Fotostrecke zu den Restaurierungsarbeiten in der Bibliothek.