Sind Suchmaschinenmärkte zwingend einseitig dominiert?

@-Web berichtet, dass Google in Südkorea den Suchmaschinenmarkt nicht dominiert. Erstens ist es sehr interessant, das alleine diese Tatsache schon eine Meldung wert ist, und zweitens wirft es die Frage auf, ob Suchmaschinenmärkte zwangsläufig einseitig dominiert werden. Wenn eine Suchmaschine erstmal einen relevanten Teil des Marktes erobert hat, wird sie sicherlich von vielen weiterempfohlen, als Standardstartseite in Browsern eingerichtet usw. usf., was alles zu einer Dominanz einzelner Unternehmen führen würde.

Es sei übrigens darauf hingewiesen, dass die erfolgreichste Suchmaschine Südkoreas Naver.com heißt und eher einem sozialen Expertennetz ähnelt. @-web illustriert das an folgendem Beispiel:

Park, Ein 15jähriges Mädchen, möchte wissen wie es von einer Bushaltestelle in der südlichen Hafenstadt Seouls zu einem Fischmarkt im Osten kommt.
Cho (50 Jahre), ist Verkäufer von Lotterie-Losen in einem Strassen-Kiosk. Er antwortet Park über seinen Computer im Kiosk. Erklärt wo sie umsteigen und aussteigen muss, wie lange der anschliessende Fussweg von der Endhaltestelle bis zum Markt dauert. Einen Kartenausschnitt der Gegend hängt er an die Nachricht.
Cho investiert täglich drei Stunden für seinen unbezahlten Auskunfstjob. Er freut sich über Dank von Menschen die ihm niemals begegnet sind.

Probleme des nigerianischen Bibliothekssystems

in einem Artikel auf AllAfrica.com schreibt Uthman Abubakar über das Nigerias Bibliothekssystem: Nigeria’s Library System – is It Collapsing Or Transforming?

Prinzipiell sind es die gleichen Schwierigkeiten wie im hiesigen System, die dort erwähnt werden:

„In the entire library system, university libraries have better funding generally. They were well funded previously by the National Universities Commission (NUC),“ Professor Doris Bozimo, the Ahmadu Bello University Librarian, recalled, lamenting, „But because of this foreign exchange we are now experiencing, we find that whatever amount of Naira we have, by the time we change it to Dollars or Pounds, we get very few books, and right now, there is very little funding for university libraries, because Vice Chancellors are not even able to pay salaries.“

Die finanziellen Nöte sind also wesentlich ärger als hierzulande, also muss schneller nach Alternativen zur herkömmlichen Literaturversorgung gesucht werden:

The library now teaches the academic staff and postgraduate students the use of the various electronic resources. „We teach them the resources in their particular areas, and how to access materials in the fields where they can download full texts of journal articles.“ Universities without donor agencies request to use the electronic resources possessed by those assisted by such agencies, because under the circumstances all university libraries in the country have to work together with mutual help. „University libraries in the country have formed a consortium so that we can work together. Anyone in need of anything can write to anyone that has it, and it will be provided.“

Der Themen-Komplex Open Access wird in dem Artikel leider nicht angeschnitten.

Siehe auch:
Grace Nok: The Challenges of Computerising a University Library in Nigeria : The Case of Kashim Ibrahim Library, Ahmadu Bello University, Zaria. – In: Library Philosophy and Practice Vol. 8, No. 2 (2006)

[via Net Gold]

LibWorld – Belarus

Alexey Skalaban is working as e-resources librarian in the National Library of Belarus, Minsk. He writes a blog for Belarusian Library Association, called “Librarians of Belarus: library weblog”. His blog is the only library related one in Belarus, so in this rather short episode of our LibWorld series he will introduce his own blog.
„LibWorld – Belarus“ weiterlesen

Urheberrechtsnovellierung verabschiedet

Gestern hat der Bundestag den Zweiten Korb des Urheberrechtsgesetzes verabschiedet.
Zumindest wurde ein Dritter Korb als unumgänglich bezeichnet. Deshalb spricht Rainer Kuhlen (Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“) in Inetbib auch von „erfolgreichem Scheitern“.

Das Sitzungsprotokoll kann nachgelesen werden unter:

http://www.bundestag.de/bic/plenarprotokolle/pp/99i/16108j.zip

Pressereaktionen finden sich unter anderem hier:

Tagesschau

Deutschlandfunk
Süddeutsche Zeitung
FAZ

taz

Open-Source-Tools für Online-Umfragen

Eine Übersicht über Open-Source-Tools für Online-Umfragen gibt es sehr umfangreich bei Gesis. Allerdings wurde leider keine Bewertung vorgenommen.

Nicht aufgeführt sind ein Projekt der Uni Trier (zu dem ich leider außer dieser Seite nichts gefunden habe. Vielleicht gibt es da auch noch nichts zu sehen?) und 2reply, das auf den ersten Blick auch sehr vielversprechend aussieht. Gibt es vielleicht irgendwo eine ausführlichere Übersicht, vielleicht sogar so etwas wie die WikiMatrix für Umfragetools?