Rezensionen im Katalog via SeeAlso

Carsten Schulze beschreibt in seinem Blog, wie man Rezensionen via SeeAlso in den Bibliothekskatalog einbinden könnte. Er hat eine Beispielimplementation für H-Soz-u-Kult gebastelt, da deren Betreiber dankenswerterweise eine XML-Schnittstelle bereitstellt.

Alles weitere – inklusive Diskussion über weitere Schritte – findet sich in Carstens Blog.

Über die Usability-Evaluation

Sehr interessantes Posting zum Überleben in Zeiten der Usability-Evaluation im Beluga-Blog.

Worum geht’s? Der Beluga-Prototyp wurde evaluiert und es kam zu teils erstaunlichen Ergebnissen. Unter anderem vermissten die studentischen Tester die erweiterte Suche, auf die scheints bewusst verzichtet wurde. Wenn man Nutzungsstatistiken von Bibliothekskatalogen betrachtet, verwundert das schon sehr.

Am Ende des Postings wird zur Mitarbeit aufgefordert:

Wie können wir eine Unterscheidung nach Thematischer Suche und KnownItem-Suche voreinstellen? Unsere eigenen Ideen dazu sind noch unbefriedigend.

Welches ist ein eleganter und gebrauchstauglicher Weg, unter Verwendung von solr eine Schnittmenge der relevantesten und gleichzeitig aktuellsten Titel zu finden?

Wer Antworten auf diese Fragen hat und/oder sich für Usability-Evaluation interessiert, sollte sich das Posting auf jeden Fall durchlesen. Es gibt nämlich auch noch eine sehr schöne Einführung in die Geschichte der Usability-Evaluation.

PS: Schön zu sehen, dass die Kommunikation zwischen ähnlich gelagerten Projekten gut funktioniert.

Der offene GBV

Jakob kündigt seinen Vortrag bei der GBV-Verbundkonferenz an, bei dem es um die Öffnung der Kataloge gehen wird. Die Folien dazu gibt es jetzt schon bei Slideshare.

Kurz gesagt geht es um die Öffnung der Kataloge für darauf aufsetzende Anwendungen. Als Beispiele sind. z.B. persönliche Listen (“Perlis”) wie Semesterapparate, Katalogisierung durch Benutzer und die automatische Katalogisierung von Blogs genannt.

Das versteckte Web durchsuchbar machen

D-Lib-Artikel “Google Still Not Indexing Hidden Web URLs”. Im Artikel wird beklagt, dass Google OAIster & Co nicht unterstützt.

We […] conclude that Google has not endeavoured to increase their support and access to OAI materials. Even taking into account the caveats, we would also conclude that aggregations of OAI records are as valuable for user research purposes as they were at least two years ago.

From our own experience, we know that providing the OAIster records in bulk to Google proved problematic for them, and eventually they requested only the OAIster URLs instead of the complete metadata. We are not, at this point, certain that Google is using these URLs (crawling them) for addition to their search index.

It is also interesting to note that Google has recently dropped support of OAI for website indexing [6]. Given the resulting numbers from our investigation, it seems that Google needs to do much more to gather hidden resources, not less. (Granted, the OAI for Sitemaps feature may not have been an appropriate approach for Google.)

John Wilkin antwortet auf diesen Artikel:

As much as I like Kat’s and Josh’s analysis, I draw a different conclusion from the data. They write that, “[g]iven the resulting numbers from our investigation, it seems that Google needs to do much more to gather hidden resources.” This perspective is one many of us share. We’re inclined to point a finger at Google (or other search engines) and wish they tried harder to look into our arcane systems. We believe that if only Google and others had a deeper appreciation of our content or tried harder, this problem would go away. I’ve been fortunate enough to be able to try to advance this argument one-on-one with the heads of Google and Google Scholar, and their responses are similar–too much trouble for the value of the content. As time has passed, I’ve come to agree.

Dem kann man nur zustimmen. Wir müssen unsere Kataloge und Datenbanken zugänglicher machen für Suchmaschinen. Wenn wir das nicht machen, werden Bibliotheken als erste Anlaufstelle für bibliographische Recherche in Zukunft noch stärker von Amazon & Co in die Bredouille gebracht.

Für Katalogentwickler interessant ist eine andere Aussage von Wilkin:

We often go wrong, however, when we try to share our love of complexity with the consumers. We’ve come to understand that success in building our systems involves making complicated uses possible without at the same time requiring the user to have a complicated understanding of the resource. What we must also learn is that a simplified rendering of the content, so that it can be easily found by the search engines, is not an unfortunate compromise, but rather a necessary part of our work.

BiblioCommons – "social discovery system for libraries"

Im Library Journal ist ein Artikel zu finden, in dem ein OPAC der besseren Art beschrieben wird. BiblioCommons wird zur Zeit in der Oakville Public Library eingesetzt. Der Artikel ist äußerst euphorisch, und das mit Recht. Es wird ziemlich viel richtig gemacht.

People don’t want a library that acts like just a glorified card catalog online. They want a catalog that’s as good as Google and Amazon.

So wird zum Beispiel die eigentlich gar nicht so schwierige Richtlinie eingelöst, das OPACs nicht furchtbar häßlich sein müssen. Das Auge sucht schließlich mit. Und es gibt permanente URLs, mit denen man problemlos einzelne Werke verlinken kann:

http://opl.bibliocommons.com/item/show/1441993_the_13_12_lives_of_captain_bluebear

Bewertungssystem, Anmerkungen zu einzelnen Titeln, Buchcover, Tags, die Möglichkeit, persönliche Collections anzulegen…

VFI-Anerkennungspreis

Den Annerkennungspreis des Vereins zur Förderung der Informationswissenschaft (VFI) erhält Elke Greifeneder für ihre Masterarbeit mit dem Thema “Effektivität und Effizienz von Online-Hilfesystemen in deutschen Universitäts-Opac´s”. In der Begründung der Jury heißt es: ” In dieser Arbeit wird ein bislang nur selten behandeltes Thema, das aber von hoher Relevanz für die praktische Bibliotheksarbeit ist, in überzeugender Weise analysiert und kommentiert.” Wer sich davon überzeugen möchte, kann dies hier tun.

BibTex & Endnote im SWB Online-Katalog

Der SWB-Katalog wurde wieder einmal frisiert. Nun findet sich dort nicht nur ein Linkserver, mit dem auf Wikipedia-Einträge verwiesen wird, in denen dieses Buch als Quelle angegeben ist. Nun ist auch der Export bibliographischer Daten möglich.

Angeboten werden drei verschiedene bibliographische Formate:
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