Deutschlandfunk über Transparenz in der Drittmittelförderung

Im Beitrag Mehr Transparenz gefordert wird das Hochschulwatch.de vorgestellt:

Wie unabhängig ist die Wissenschaft an deutschen Hochschulen? Gesponsorte Hörsäle und Stiftungsprofessuren sind an vielen Universitäten und Fachhochschulen Alltag und kaum noch wegzudenken. Seit zwei Jahren sammelt das Portal Hochschulwatch fragwürdige Finanzierungen – jetzt ziehen die Macher Bilanz.

Das Thema ist brandaktuell und (beispielsweise) auch im Koalitionsvertrag der rot-grünen Landesregierung [1] Im Koalitionsvertrag auf S. 42: „Transparenz darüber herstellen, wer an öffentlich finanzierten Hochschulen in wessen Auftrag mit welcher Fragestellung forscht.“ in Niedersachsen zu finden – mit Auswirkungen auf die Hochschulen und Bibliotheken. Die Forderung, die Finanzierung von Forschungsaktivitäten transparent zu gestalten ist eine Gelegenheit, Forschungsinformationssysteme und Hochschulbibliographie miteinander zu verheiraten.

[via @textundblog]

References

References
↑1 Im Koalitionsvertrag auf S. 42: „Transparenz darüber herstellen, wer an öffentlich finanzierten Hochschulen in wessen Auftrag mit welcher Fragestellung forscht.“

Webinar zu „Open Access und offenen Datenpublikationen“

das Open Science Lab (OSL) der Technischen Informationsbibliothek (TIB) lädt am Mittwoch, 18. Februar 2015, um 14 Uhr zu der 60-minütigen Open Video Lecture „Open Access und offene Datenpublikation“ ein. Janna Neumann und Marco Tullney, beide von der Technischen Informationsbibliothek (TIB) in Hannover, geben in dem Online-Seminar nützliche Tipps und Tricks zu Open Access und offener Datenpublikation.

Inhalte der Open Video Lecture

* Open-Access-Publikation und Datenpublikation: Überblick und Empfehlungen
* Vergabe von freien Lizenzen für die Nachnutzung

Im Anschluss an die Präsentation können sich die Teilnehmenden mit theoretischen oder auch ganz praktischen Fragen direkt an die Experten wenden. Weitere Informationen zu den Open Video Lectures der TIB gibt es unter blogs.tib.eu/wp/coscience.

Anmeldung zur Open Video Lecture (am 18. Februar 2014 um 14 Uhr): https://tib.adobeconnect.com/_a1182159922/coscience

Open-Access-Policy der Gates-Foundation

Die Bill & Melinda Gates Foundation hat eine Open-Access-Policy veröffentlicht:

  1. Publications Are Discoverable and Accessible Online.  Publications will be deposited in a specified repository(s) with proper tagging of metadata.
  2. Publication Will Be On “Open Access” Terms.  All publications shall be published under the Creative Commons Attribution 4.0 Generic License (CC BY 4.0) or an equivalent license. This will permit all users of the publication to copy and redistribute the material in any medium or format and transform and build upon the material, including for any purpose (including commercial) without further permission or fees being required.
  3. Foundation Will Pay Necessary Fees.  The foundation would pay reasonable fees required by a publisher to effect publication on these terms.
  4. Publications Will Be Accessible and Open Immediately.  All publications shall be available immediately upon their publication, without any embargo period.   An embargo period is the period during which the publisher will require a subscription or the payment of a fee to gain access to the publication. We are, however, providing a transition period of up to two years from the effective date of the policy (or until January 1, 2017).  During the transition period, the foundation will allow publications in journals that provide up to a 12-month embargo period.
  5. Data Underlying Published Research Results Will Be Accessible and Open Immediately.  The foundation will require that data underlying the published research results be immediately accessible and open.  This too is subject to the transition period and a 12-month embargo may be applied.

Wer zahlt, bestimmt die Musik. Kein Embargo, CC-BY und obligatorische Rohdatenveröffentlichung: Es wird Zeit, dass andere Forschungsförderer, denen wirklich am Erkenntnisgewinn und Fortschritt der WIssenschaft liegt, nachziehen.

Niederländische Open-Access-Vereinbarung mit Springer

Die Vereniging van Universiteiten (VSNU) der Niederlande hat eine Open-Access-Vereinbarung mit Springer getroffen. Die Verhandlungen mit Elsevier wurden kürzlich erst als gescheitert beendet. Auszug aus der Pressemitteilung der VSNU:

Agreements on subscription fees are made for all the Dutch universities with the individual scientific journal publishers, as part of the so-called ‚Big Deal‘ negotiations. The universities are only prepared to renew the agreements on subscriptions if the publishers take steps towards open access. Several publishers are hesitant to take these steps, given the drastic changes in their revenue model this transition would cause. Yet the negotiations with Springer prove that these steps can be taken.

In der dazugehörigen Springer-Pressemitteilung wird erwähnt, dass derzeit ähnliche Verhandlungen mit der Max Planck Digital Library geführt werden.

Noch kein Open-Access-Fortschritt in Niedersachen

Auf Abgeordnetenwatch habe ich den Vorsitzenden des niedersächsischen Ausschusses für Wissenschaft und Kultur Matthias Möhle (SPD) gefragt, wie es denn mit der im Koalitionsvertrag versprochenen Open-Access-Strategie aussieht. Die Fragen:

1. Gibt es schon einen Entwurf einer Open-Access-Strategie für Niedersachsen, und wo kann man ihn einsehen?

2. Falls es noch keinen Entwurf gibt: Wie ist die Erarbeitung und Diskussion eines solchen Entwurfes geplant? Wird es öffentliche Diskussionen dazu geben?

3. Gibt es im Ausschuss ein gemeinsames Verständnis, dass Open Access auch „Re-Use“ beinhalten muss?

Möhle leitete die Antwort ans Ministerium weiter, das mit Auszügen aus dem Hochschulentwicklungsvertrag und den Leitlinien zur Hochschulentwicklung antwortete.

Der Ausschuss hat sich bislang noch nicht mit der Open-Access-Strategie beschäftigt, es sind also in absehbarer Zukunft keine konkreten Schritte zu erwarten. Und was die rot-grüne Landesregierung genau unter Open Access versteht, ist anscheinend noch nicht klar.

Nature Communications bald nur noch Open Access

Aus einer Pressemitteilung der NPG zu Nature Communications:

Nature Communications is to become the first Nature-branded open access only journal.

Standardlizenz wird CC BY 4.0, aber auch andere CC-Lizenzen werden verfügbar sein. In der Mitteilung wird auch auf einen „kleinen, aber signifikanten“ Vorteil hinsichtlich der Zitationshäufigkeit von OA-Publikationen hingewiesen:

A report by the Research Information Network recently found that there is a significant benefit for article views and downloads, as well as a small but significant citation benefit to publishing open access in Nature Communications.

OA-Petition von EFF, CC, OA-Button und R2R Coalition

Einem kolumbianischen Studenten droht eine Haftstrafe, weil er eine wissenschaftliche Arbeit – anscheinend eine Masterarbeit – auf Scribd veröffentlicht hat, ohne die entsprechenden Rechte zu besitzen. Die Umstände beschreibt der Student in einem Blogposting selbst. Dagegen geht die Electronic Frontier Foundation nun auf die Barrikaden und ruft gemeinsam mit der Creative Commons, Right to Research Coalition und Open Access Button zur Zeichnung einer Open-Access-Petition auf.