Rechtswissenschaftlicher Fachschaftsrat der Uni Bayreuth gibt Zitiertipps

Die Fachschaft der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Bayreuth klärt in der jüngsten Ausgabe der Fachschaftszeitung Para-Graph (Ausgabe 05 / Februar 2011 (PDF), S. 2) über die Hauptfehler bei der Erstellung von Hausarbeiten auf. Ein Punkt: Zitieren und Literaturverzeichnis.

Wissenschaftliches Arbeiten will gelernt sein. Eine der wichtigsten Maximen: Ohne Belege keine Hausarbeit! Denn wir Juristen untermauern unsere Argumente gerne mit den Namen anderer, die schon vor uns den Weg der Weisheit gegangen sind und eine bestimmte Ansicht in einem Meinungsstreit vertreten haben.

Die Autorin Janina Krenk ist den Weg der Weisheit offensichtlich schon weiter gegangen als manch Bundesminister. Ich bin bestimmt nicht der einzige, der die nächste Ausgabe des Para-Graph mit Spannung erwartet, um die Reaktion der Bayreuther Jurastudierenden zu erfahren. Die Bayreuter Juristenausbildung ist durch die Plagiatsaffäre sicherlich nicht im Ansehen gestiegen. Dazu in der FR:

Längst macht das hässliche Wort „Buyreuth“ die Runde.

Nur der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle noch auf den Zwischenbericht im Guttenplag-Wiki hingewiesen.

Norbert Lammert über zu Guttenberg

Norbert Lammert über Ansehen und Anstand in der WDR-Mediathek (zumindest bis zur Depublizierung) ab ca. 4:30:

„Die Presseerklärung, die Karl-Theodor zu Guttenberg am vergangenen Freitag gegeben hat, war jedenfalls kein überzeugender Beitrag zur Problembewältigung“, sagte Lammert am Dienstag im WDR-Fernsehen. „Ich kann mir seinen Auftritt (…) nur so erklären, dass ihm zum damaligen Zeitpunkt das Ausmaß der Schlampigkeit nicht klar war, mit der die Arbeit verfasst und eingereicht worden ist.“

Zitiert nach Handelsblatt. Was anderes ist dies, als der recht direkte Vorwurf, dass Guttenberg seine Arbeit nicht selbst verfasst hat?

Soap-Spielereien nicht nur für Studierende

So ein Datenberg ist doch was Schönes. Man kann ihn in Googles Laborspielzeuge schütten und schütteln. Oder einfach mit einer Tabellenkalkulation ein bißchen in den Zahlen schürfen.

Ergebnis der Spielerei sind 5 Graphiken, in denen die unterschiedliche Einschätzung des Open Access Citation Advantage (OACA) in verschiedenen Ländern unter den Teilnehmern der SOAP-Studie visualisiert ist, die sich hauptsächlich dem Fachgebiet „Agriculture and Related Sciences“ verbunden fühlen. Studierende, stürzt Euch auf die Daten! Sie enthalten bergeweise Antworten. Nun gilt es, die richtigen Fragen zu stellen.

SOAP-Daten in Google Fusion Tables

Die Daten aus der SOAP-Umfrage sind nun als Google Fusion Table verfügbar. Damit lassen sich mit ein paar Klicks nette Visualisierungen machen. Eigentlich lassen sich die Daten auch als interaktive Widgets einbinden. Da dies (zur Zeit?) nicht verlässlich funktioniert, hier nun drei Beispiele als Screenshots:

Verteilung aller Teilnehmer der SOAP-Umfrage:
Verteilung gesamt

Verteilung der Teilnehmer, die als „Main Discipline“ Social Sciences angeben:

Verteilung der Teilnehmer, die die Frage „Who decides where to submit“ mit „I am advised where to publish by a senior colleague“ beantwortet haben:

Die Daten aus Fusion Tables sind auch via API nutzbar. Möge es nutzen.

TIB-Katalogdaten zum Download

Die TIB hat Ihre Katalogdaten halbfrei zum Download bereit gestellt.

Sämtliche von der TIB für den Katalog erfassten bibliografischen Daten werden unter der CC-Lizenz Namensnennung – keine kommerzielle Nutzung – Deutschland 3.0 bereit gestellt und können heruntergeladen, modifiziert und für eigene Zwecke genutzt werden.

Durch die gewählte Lizenz ist eine umfassende Nutzung der Daten leider unmöglich, vgl. die Prinzipien zu offenen bibliographischen Daten:

Darüber hinaus empfehlen wir – insbesondere öffentlich finanzierte – bibliographische Daten und Sammlungen bibliographischer Daten explizit in die Public Domain zu geben durch die Nutzung der Public Domain Dedication and Licence oder des Creative Commons Zero Waivers. Dadurch werden die Nachnutzungsmöglichkeiten maximiert, ganz im Sinne des allgemeinen Ethos des Teilens im Bereich öffentlich geförderter Gedächtnisinstitutionen.

Aber eine Lizenz kann ja auch noch geändert werden, siehe Koblenz.

[via @nowakman]

SOAP-Daten unter CC0 zum Download

Wie angekündigt sind die Rohdaten des SOAP-Projekts (Study of Open Access Publishing) nun unter CC0 frei verfügbar.

  • Ankündigung auf der Projektseite mit Downloadmöglichkeiten (CSV, XLS. Der Downloadlink für XLSX ist defekt [1]Wieder einmal ein Hinweis darauf, dass Shortlinks nirgendwo verwendet werden sollten, wo nicht wirklich Zeichen eingespart werden müssen! Das Data Manual wird hier verlinkt, sobald es nicht nur via … Continue reading )
  • Download hier als CSV (ca. 25 MB)
  • Download hier als ODS (ca. 4,5 MB) [2]Kann mir jemand erklären, warum die ODS-Datei nur knapp ein Fünftel der Größe der CSV-Datei hat? Liegt es daran, dass mehrfach auftretende Werte in der CSV-Datei jedes einzelne Mal in voller … Continue reading

Nun ist der Weg frei für Untersuchungen und Stichproben jeglicher Art. Als kleines Beispiel habe ich einmal die Zustimmung der Wissenschaftler, die sich hauptsächlich den Historical and Philosophical Studies zugehörig fühlen, zur These „OA articles are likely to be read and cited more often than those not OA“ untersucht.

Strongly Agree 315
Agree 449
Neither agree nor disagree 265
Disagree 73
Strongly disagree 10
Keine Antwort 70
Summe 1182

Dies ist Stoff für Dutzende von Abschlußarbeiten und hervorragendes Argumentationsmaterial für Bibliothekswesen!

References

References
↑1 Wieder einmal ein Hinweis darauf, dass Shortlinks nirgendwo verwendet werden sollten, wo nicht wirklich Zeichen eingespart werden müssen! Das Data Manual wird hier verlinkt, sobald es nicht nur via Shortlink verfügbar ist.
↑2 Kann mir jemand erklären, warum die ODS-Datei nur knapp ein Fünftel der Größe der CSV-Datei hat? Liegt es daran, dass mehrfach auftretende Werte in der CSV-Datei jedes einzelne Mal in voller Länge erwähnt werden müssen?

Bibliothekswesen für "imagefördernden Zeitungsartikel" gesucht

Aufruf zur Mitarbeit an einer deutschen Fassung von “What it takes to be a 21st century librarian in Germany”:

Ich beabsichtige für eine überregionale deutsche Tageszeitung oder Wochenzeitung einen ähnlichen Artikel wie den vor zwei Wochen in der englischsprachigen Zeitung Guardian erschienen Artikel “Beyond books: what it takes to be a 21st century librarian” zu verfassen. In sogenannten “Case-studies” werden 4 verschiedene BibliothekarInnen und deren Arbeit vorgestellt. Zu einer überregionalen deutschen Zeitung ist der Kontakt hergestellt. Die positive Resonanz auf der Fanseite von Bibliothekarisch.de hat gezeigt, dass dieser Artikel, der von zwei englischen Bibliothekarinnen verfasst wurde ein wichtiger Schritt wäre aus dem “Bibliotheksschneckenhaus” hervorzutreten und selbst mehr in nichtbibliothekarischen Zeitschriften und Zeitungen zu publizieren und “uns weniger von anderen darstellen zu lassen, da dadurch das Bild über den Beruf verzerrt sein kann. Hierfür suche ich Mitstreiter, 3-4 BibliothekarInnen aus dem ÖB-Bereich, dem WB-Bereich und einer Spezialbibliothek, die bereit wären an dem Artikel mitzuschreiben.

Natürlich wäre es gut, wenn gerade jüngere BibliothekarInnen sich angesprochen fühlten und wenn zumindest ein männlicher Bibliothekar dabei wäre. Dennoch ist das keine Bedingung und ich freue mich über interessierte BibliothekarInnen, die mit dazu beitragen wollen, ihren Beruf und ihr Tätigkeitsfeld zu beschreiben, um LeserInnen auf den Beruf neugierig zu machen und ihnen erzählen, was wir den ganzen Tag so machen.

Es geht darum der Außenwelt – der nichtbibliothekarischen Öffentlichkeit – ein zeitgemäßeres Bild (frei von Stereotypen) zu vermitteln, welches den Wert und die Arbeit von BibliothekarInnen ins Zentrum rückt. Warum sollen nicht mehr bibliothekarische Themen (z.B. Medien- und Informationskompetenz, die Förderung der frühkindlichen Buchkultur, das Lebenslange Lernen und der Umgang mit Plagiaten und dem Urheberrecht) in Massenmedien wie Zeitungen und Zeitschriften von BibliothekarInnen auf die Agenda gebracht werden, um den gesellschaftlichen Stellenwert stärker hervorzuheben?

Kontaktdaten für Interessenten (egal ob FachreferentInnen, Fachangestellte für Medien und Information oder Diplom-BibliothekarInnen) gibt es drüben bei Bibliothekarisch.de.