Akribie stellt sich vor

In einem Gastbeitrag im Blog „Ethik von unten“ stellt sich die Initiative Akribie (Arbeitskreis kritischer BibliothekarInnen) vor.

Die Zukunft nicht nur der Bibliotheken, sondern auch von Akribie ist ungewiss. Zur Zeit machen wir offiziell Pause, denn Akribie ist es nicht ausreichend gelungen, die nachwachsende Generation für unsere Arbeit zu interessieren. Aber der harte Kern arbeitet weiter und hat bereits für den nächsten Bibliothekartag in Berlin im Juni 2011 eine Veranstaltung angemeldet, zu dem Thema: Das Schicksal der Bibliotheken in Berlin 1990-2010 oder: Geht das Bibliothekssterben weiter?

Im Beitrag wird auch auf das Journal Information for Social Change verwiesen.

"Freie Bibliothek digitaler Dokumente" bei Mr. Wong

Bislang war Mr. Wong ein Social-Bookmarking-Dienst. Dies hat sich mit dem heutigen Tag geändert. Mr. Wong erlaubt nun auch den Upload und die Veröffentlichung von Dokumenten, wie es in ähnlicher Form beispielsweise schon bei Scribd möglich ist.

Stöbere in tausenden spannenden Dokumenten oder „befreie“ eigene Texte von deiner Festplatte und teile sie mit der Öffentlichkeit. Bei uns findet alles was auf euren Festplatten schlummert seinen Platz: Hausarbeiten, Präsentationen, Broschüren, Rezepte oder Kurzgeschichten. Gängige Dateiformate werden unterstützt und automatisch konvertiert, so dass deine Dokumente online und ohne weitere Plugins betrachtet werden können. Mithilfe der Creative Commons-Lizenzen legst du fest unter welchen Bedingungen deine Dokumente veröffentlicht werden. Natürlich können auch Unternehmen und Organisationen die neue Funktion für ihre Arbeit nutzen.

Der Bereich „Uni“ enthält die Kategorien Diplomarbeiten/Thesis, Hausarbeiten, Veröffentlichungen/Paper, Referate/Präsentationen und Skripte/Materialien. So findet man dort zum Beispiel ein Vorlesungsskript „Informations- und Kommunikationsmanagement“ oder einen Artikel über „Die Wissensgesellschaft und die Bildung des Subjekts“.

In einigen Fällen scheint das Verlagslayout übernommen worden sein. Eine Embed-Funktion gibt es noch nicht, das ist aber sicherlich nur eine Frage der Zeit.

Es gibt also wieder einen Konkurrenten mehr für Hochschulrepositorien. Dem kann von Seiten der Bibliotheken zwar viel entgegengesetzt werden: Seriösität der Publikationsumgebung, Einbindung in die Datenbanklandschaft, Aufnahme der Publikationen in Bibliothekskataloge. Auf dem meines Erachtens wichtigsten Feld, der Bequemlichkeit der Veröffentlichung, liegen die Angebote der Hochschulen jedoch immer noch meilenweit zurück.

Andere über den neuen Dienst von Mr. Wong:

Science 3.0 aggregiert deutschsprachige Wissenschaftsblogs

Science 3.0, ein vor kurzem schon von Tobias Maier erwähntes wissenschaftliches Social Network, hat seit gestern die Zahl der im deutschsprachigen Feed-Aggregator „German Blogs“ aufgeführten Blogs stark erhöht. Nun sind auch alle in der Wikio-Kategorie „Wissenschaft“ enthaltenen Blogs integriert. Open Access ist in der Tag-Cloud prominent vertreten.

Dritter Korb in der Diskussion

Heise berichtet über eine neue Kontroverse um Online-Publikationsrechte in der Wissenschaft.

Der Streit um den freien Zugang zu wissenschaftlicher Information gemäß dem „Open Access“-Prinzip hat sich durch die Forderung von Forschern nach einem „formatgleichen Zweitveröffentlichungsrecht“ verschärft. Auf einem Fachgespräch der SPD-Bundestagsfraktion Anfang der Woche zur geplanten erneuten Novellierung des Urheberrechts kam es so zu einem Schlagabtausch zwischen Vertretern der Verleger und Wissenschaftlern.

Zum Zweitverwertungsrecht, aber auch zu anderen Aspekten des Dritten Korbs hat sich Timo Ehmann in seinem Vortrag „Das Wissenschaftsurheberrecht in der Urheberrechtsreform“auf den Open-Access-Tagen am 4. und 5. Oktober 2010 in Göttingen geäußert. Eine Aufzeichnung ist bei Youtube verfügbar.

Das Manuskript findet sich in vollständiger Länge im Jusmeum-Blog.

Weitere Äußerungen zur Kontroverse gibt es unter anderem in Archivalia und vom Schockwellenreiter.

Markup.io: Webseiten beschriften

MarkUp ist ein Werkzeug, mit dem man sich kreativ in anderer Leute Blogs einmischen kann. Entdeckt man zum Beispiel, dass jemand offensichtlichen Unsinn schreibt, kann man dies gleich kommentieren. Als Beispiel habe ich hier ein Posting in Textundblog.de ausgewählt. Dem sonst sehr aufmerksamen und zuverlässigen Markus ist dort eine dramatische Fehleinschätzung unterlaufen, die einer sofortiger Korrektur bedurfte: http://markup.io/v/vcq56w924xkc

Screenshot von Textundblog inkl. Markup-Menü, CC:by-sa-nc von Markus Trapp
Screenshot von Textundblog inkl. Markup-Menü, CC:by-sa-nc von Markus Trapp

Etwas umständlich ist der Weg auf die Originalseite. Rechts oben im Bildschirm befindet sich ein kleines Menü, über das man zum Original gelangt.

Fundstelle: Das Innovationsparadox

Aus „Innovation und Information : Wie in Unternehmen neues Wissen produziert wird“ von Wolfgang Scholl, S. 5. Online als DOC erhältlich oder in Googles HTML-Fassung.

  • Konflikte über den besten Weg zum Erfolg sind eigentlich nicht überraschend, aber manchmal eskalierten sie derart, dass der Innovationsprozess zusammenbrach, selbst wenn ähnliche Prozesse anderswo oder sogar von denselben Fachleuten früher erfolgreich abgeschlossen wurden.
  • Andere Innovationsprozesse kamen einfach nicht voran und verliefen schließlich fast unbemerkt im Sande.
  • Es gab Innovationsfälle, bei denen nach jedem gelösten Problem neue auftauchten, so dass viel versprechende Innovationen als bittere Misserfolge endeten.
  • Grundlegende Erfindungen wurden zufällig, d. h. während der Verfolgung ganz anderer Ziele entdeckt.
  • Trotz sorgfältiger und aufwendiger Planung scheiterten Innovationen an einzelnen Fehleinschätzungen.
  • Andererseits verliefen einige wenige Innovationen so glatt, dass sich angesichts der vielen Schwierigkeiten in vergleichbaren Fällen eher die Kategorie „glückliche Umstände“ als „gutes Management“ aufdrängt.
  • Manche Innovation konnte nur konspirativ erfolgreich abgeschlossen werden, also gegen die Planungen und Entscheidungen des übergeordneten Managements.
  • Die meisten Innovationen haben für die Realisierung sehr viel mehr Zeit benötigt als ursprünglich geplant, eine Verdopplung der Zeit war fast normal.

VuFind ausprobieren leicht gemacht

Oliver Marahrens hat ein einem Fahrplan zur Vufind-Nachnutzung im TUBfind-Blog erläutert, wie man VuFind selbst installieren und ausprobieren kann:

Was ist zu tun, wenn eine Bibliothek selbst vufind ausprobieren möchte? Zu diesem Thema lässt sich viel schreiben. Daher haben wir uns entschieden, eine kleine Serie zu starten und die einzelnen Schritte zur Nachnutzung von Vufind zu dokumentieren und zu beschreiben. Gewisse Grundkenntnisse in der Administration und Konfiguration von Webservern werden vorausgesetzt; Programmierkenntnisse werden jedoch nicht verlangt.

Wer von den erforderlichen Administrations-Grundkenntnisse abgeschreckt ist: es geht auch fast ganz ohne, wenn man sich an die Anleitung hält. Meine persönlichen Erfahrungen dazu habe ich vor kurzem auch in diesem kleinen Erfahrungsbericht gepostet.

Ungeklärt ist eigentlich nur, wie man VUFind nun korrekt ausspricht. Wi-Juh-Feind, Vau-Uh-Find, (engl.) View-Find?