In des Nutzers Schuhen

CC: BY-NC by Mary and The Baby Cheeses
CC: BY-NC by Mary and The Baby Cheeses

„Denn wir wissen nicht, was sie wollen“ ist ein Posting von Margret Plank im Bibcamp-Blog betitelt. Sie beklagt das Desinteresse der Nutzer an von der Bibliothek angebotenen Schulungen und Fortbildungen. Um herauszufinden, was die Nutzer wirklich wollen, schlägt sie vor: „Walk a mile in user shoes.“

Eine richtig gute Idee. Momentan ist es ja noch oft der Fall, dass sogenannte Entscheider meist wenig bis gar keinen Nutzerkontakt haben. Gerade in großen Bibliotheken. Welche BibliotheksdirektorInnen setzen sich ab und an mal in die Ausleihe oder die Auskunft? Welche Dezernenten, Referenten? Es ist – zumindest soweit ich das überblicken kann – eine Minderheit. Was die Bibliotheksleitung angeht, kann man das noch für vertretbar halten, solange sie sich auch sonst aus dem Tagesgeschäft heraushält.

Aber spätestens wenn es an die in manchen Bibliotheken „Produktentwicklung“ genannte Konzeption von Dienstleistungen geht, ist Distanz zum Nutzer problematisch. Niemand würde einen Ingenieur zur Konzeption eines Autos anwerben, der noch nie wirklich am Straßenverkehr teilgenommen hat.

iPhone-Application von Librarything: Local Books

Im Librarything-Blog beschreibt Tim Spalding eine iPhone-App, mit der Bibliotheken, Buchläden und andere verbuchte Orte gesucht und gefunden werden können. „Local Books“ kann:

* Search for venues (bookstores and libraries) as well as events near your current location using the iPhone’s built-in location features.
* Search for venues and events at any location or by name.
* Venues can be sorted by distance, name, or type.
* Venues are color coded, following the maps on LibraryThing Local (colors correspond to the colors used on maps in LibraryThing Local).
* Each venue has a detail page with a map. Tap it to jump to the iPhone Maps application.
* Venues often sport a description, clickable website and phone number links, events, and a photo.
* You can favorite locations and events, and there’s a „Favorites“ list where you can find them.(1)

Wer seine Bibliothek dort verzeichnet wissen will, muss sie einfach in Librarything Local eintragen.

Die Bezeichnung ist nicht sehr glücklich gewählt. „Local Book Places“ wäre eventuell angebrachter.

Live in the library 13: 2L8 – Excuse Me, but I Just Have to Explode

Most of the library gigs I found so far took place in the USA. Here we’ve got one from Greece. 2L8 performed part I & II of a song with the excellent title „Excuse Me, but I Just Have to Explode“ in the Serres Public Central Library. I didn’t find evidences that the building was destroyed by 2L8’s explosion.

If you find nice clips of live gigs in libraries please tell me in the comments! All songs will be tagged with „live in the library„.

Wikio-Blog-Ranking

Blog-Rankings befriedigen drei Bedürfnisse. Erstens bedienen Sie das Bedürfnis nach Listen (Vgl. Hornby, 1995). Zweitens bieten sie eine Möglichkeit, auf Neues gestoßen zu werden. Und drittens schmeicheln sie die Eitelkeit der Blogbetreiber. Womit wir bei Wikio wären.

  1. Wikio hat Blogrankings für verschiedene Kategorien.
  2. Wenn man eine Kategorie gefunden hat, für die man sich interessiert, stößt man schnell auf Neues. Serendipity.
  3. Infobib ist auf Platz 11 bei den Wissenschaftsblogs. ;o)

Wenn so ein Ranking auch sonst nicht viel bis gar nichts aussagt: Punkt 2 ist für mich schon Grund genug, ab und an mal in verschiedene Rankings zu sehen.

Trend Nr. 1 für 2010: Mobile Bibliotheksanwendungen

Mobile Anwendungen für Bibliotheken werden vermutlich das heißeste Thema dieses Jahres. Beispiel gefällig?

RedLaser is an iPhone app ($1.99) that allows the user to scan barcoded items and compare product prices using the Google Product Search.

Now, the WorldCat.org Blog reports that you can scan barcoded books and get back location information (who holds the book) using the WorldCat database.

Und brandheiß flatterte via Netbib dieses wirklich beeindruckende kleine Filmchen herein:

Ich schließe mich der Frage an:

Wo sind denn die deutschen Angebote?

Wikileaks in Not

Wikileaks braucht Geld und streikt:

To concentrate on raising the funds necessary to keep us alive into 2010, we have very reluctantly suspended all other operations, until Jan 6.

Statt des Wikis findet man unter der Adresse wikileaks.de zur Zeit nur einen Spendenaufruf. Einer der Wikileaks-Verantwortlichen beschreibt in einem Interview, warum Wikileaks so wichtig ist und wo genau der Schuh drückt.

Spendenmöglichkeiten sind direkt auf der verlinkten Wikileaks-Seite zu finden.

Neue gemeinfreie Werke 2010

Telepolis berichtet über Autoren, deren Werke seit 1. Januar 2010 gemeinfrei sind. Zum Beispiel die Werke Siegmund Freuds. Auch über die Wikipedia (auch über Umwege) kann man einige Autoren ausfindig machen, über WBIS (über Nationallizenz verfügbar, dies ist nur ein schnell zusammenklamüsertes Beispiel) noch viel mehr.

Wirklich effektiv wäre dagegen eine Möglichkeit, über ein API die PND nach „Sterbejahr 1939“ abzufragen und mit den so gewonnenen PPNs direkt verschiedene Kataloge abzufragen. Was aber leider noch nicht möglich ist.

Kernkompetenz "Soziale Netzwerke"

Aus der FAZ:

„Vor kurzem hatten wir eine Position zu besetzen, in der Kenntnis und Nutzung von sozialen Medien ein Ausschlusskriterium war“, sagt Georg Bachmaier, als „Talent & Acquisition Lead“ bei Microsoft zuständig für Neueinstellungen. Zu den ausgeschriebenen Aufgaben gehörte die Erarbeitung von Marketingplänen für die Zielgruppe Hochschulen, Kommunikationsstrategien inklusive. „Wenn sich ein Bewerber auf diese Stelle mit den sozialen Netzwerken nicht auskennt, hat er keine Chance“, sagt Bachmaier.

Marketingstrategien mit der Zielgruppe Hochschulen sehen die Kernkompetenz „soziale Netzwerke“ für die Projektmitglieder zwingend vor. Was das für die hochschulinterne Öffentlichkeitsarbeit bedeutet, sollte klar sein.