Our towels rock!

Mal etwas Außerbibliothekarisches. Ich würde sogar sagen, es ist völlig von dieser Welt. Zumindest nicht von meiner.

Schönstes Zitat: „Our towels rock!“
Ist das Ironie?

Die Software gibt’s übrigens tatsächlich. Nur stürzt mein Rechner leider ab, wenn ich die entsprechende Homepage aufrufen will. Daher gibt’s an dieser Stelle nur einen Link zu einem Artikel über Songsmith bei Golem.

[via Ahoi Polloi]

10. Sun Summit Bibliotheken: Digitalisieren, Archivieren, Publizieren

Am 18. und 19. März 2009 findet an der Uni Kassel das 10. Sun Summit Bibliotheken zum Thema „Digitalisieren, Archivieren, Publizieren“ statt. Kleine Auswahl aus dem wirklich interessanten Programm:

  • Helge Steenweg: Digitalisierung im bibliothekarischen Alltag abseits von Förderprojekten
  • Manfred Thaller: Langzeitarchivierung zwischen Planung und technischer Praxis
  • Volker Conradt: Aggregation, Archivierung und Aufbereitung elektronischer Ressourcen am Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg
  • Sabine Thänert: Archivierung, Verknüpfung und Präsentation komplexer Forschungsmaterialien: Bibliotheken und Archive am Deutschen Archäologischen Institut

Da unter anderem auch Anne Christensen und Jakob Voss zu den Referenten gehören, wird vermutlich auch konferenzgebloggt?

Exzellenzinitiative 2.0

Im neuen Videoportal der DFG zur Exzellenzinitiative findet man – sofern man sucht – Videos zu allen 85 geförderten Einrichtungen. Hübsches Layout, zweisprachig, eine prise 2.0 und somit natürlich auch einbindbare Videos:

Leider gibt es keinen RSS-Feed zum Blog (ist es dann überhaupt einer?). Auch wäre eine CC-Lizenz für ein DFG-Angebot meines Erachtens Pflicht. Mir ist auch nicht klar, ob es sich um ein einmaliges Projekt (à la Jahr der Geisteswissenschaften) handelt, oder ob es inhaltlich in Zukunft weiter gepflegt wird.

[via DINI]

Update am 4. Februar:
Im Blog wird schnell reagiert:

Es wird jeden Montag ein neues Video veröffentlicht, bis alle 85 Projekte vertreten sind – also in etwas über einem Jahr. Was danach passiert, ist noch nicht exakt geklärt.

Und einen RSS-Feed soll es in einigen Tagen auch geben.

KMK "enteignet" angeblich Autoren

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Deutsche Hochschulverband kritisieren eine Ankündigung der Kultusministerkonferenz, laut der sie wissenschaftlichen Autoren und Verlagen auch weiterhin keine titelbezogene Vergütung für die Nutzung ihrer Werke in den Intranets von Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen bezahlen will.

Der Börsenvereins-Geschäftsführer spricht in diesem Zusammenhang von „Enteignung“. Wenn es schon den Börsenverein nicht freut, dann zumindest die Würzburger.

Authormapper.com von Springer

Springer bringt ein Mashup an den Start, das den geographischen Ursprung von wissenschaftlichen Publikationen visualisieren soll: Authormapper.com.

Laut Selbstauskunft soll Authormapper folgenden Zwecken dienen:

* Explore patterns in scientific research
* Identify new and historic literature trends
* Discover wider relationships
* Locate other experts in your field

Sucht man z.B. nach „climate peat“, bekommt man neben einem Diagramm, dass die Textproduktion zu diesen Begriffen ab 1935 visualisiert, folgende Karte:


Powered by AuthorMapper.com

Auf der Karte sind nun Institutionen verzeichnet, deren Wissenschaftler an den gesuchten Artikeln mitgeschrieben haben. Scrollt man nach Potsdam, landet man so z.B. bei einem Aufsatz, der am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung geschrieben wurde. Ein nett gemachtes Mashup, dessen praktischer Nutzen eher begrenzt ist. Bei der Suche nach Spezialisten zu einem Thema in einer bestimmten Region kann Authormapper jedoch tatsächlich nützlich sein.

Hahn, Schulze: Katalogerweiterungen, Mashups und Elemente der "Bibliothek 2.0" in der Praxis

Im aktuellen Bibliotheksdienst (43 (2009), H. 1, S. 20-38), beschreiben Ulrich Hahn und Matthias Schulze, wie der Katalog der UB der Helmut-Schmidt-Universität mit allerlei Nützlichkeiten aufgebohrt wurde. Zuerst wären da:

Im Artikel wird gut deutlich, mit welch geringem Aufwand sich ein Mehrwert für Biblioteksnutzer schaffen lässt. Aber, ohne jemandem die Geschäftsgrundlage zu mißgönnen: Für Lagepläne im OPAC braucht man meines Erachtens keine Firma engagieren. Die Integration von verlinkten Standorten funktioniert zumindest in PICA-OPACs, wie man im Katalog der TUB HH sehen kann. Und wie man mit einfachen (und kostenlosen) Mittel Lagepläne erstellt, beschreibt Tobias Zeumer.

Auch bei Bibtip handelt es sich um eine kommerzielle Dienstleistung, die, obwohl es sich um ein DFG-Projekt zur dauerhaften Verbesserung der Informationsinfrastruktur wissenschaftlicher Bibliotheken in Deutschland. handelt, entgegen einer DFG-Empfehlung (PDF) nicht im Quelltext verfügbar ist.

Mit meinen Einwänden möchte ich diesen Dienste auf keinen Fall die Praxistauglichkeit absprechen.

Im Artikel geht’s weiter mit der Einbindung von Daten und Coverbildern über die API der Google-Buchsuche. Dies wird zu Recht als „klassisches Mashup“ bezeichnet. Für die Zukunft werden unter anderem zusätzliche Erweiterungen des Katalogs und der Einsatz von Videocasts versprochen. Dem Schlußsatz kann ich mich nur anschließen: „Wir denken aber, dass unser Katalog durchaus ein klein wenig besser geworden ist.“