Call for Papers: 5th International Conference on e-Social Science

5th International Conference on e-Social Science in Köln vom 24. bis 26. Juni 2009.

Themen (Auswahl):

* Case studies of e-Research, including benefits and problems in collaboration across organisational, disciplinary and geographical boundaries
* Case studies of ‚Open Access Science‘, social networking and ‚Science 2.0‘
* Best practice examples of social research data infrastructure, including virtual distributed databases, open access repositories, self-archiving
* Advances in tools and services for data discovery, harmonization, integration, management, annotation, curation and sharing
* Case studies of collaborative research environments, including user engagement, development and use
* User experiences of e-Research infrastructure, services and tools
* Factors influencing the adoption of e-Research, including technical standards, user engagement and outreach, training, sustainability of digital artefacts, IPR and ethics
* New methods, metrics and tools for measuring the adoption and impact of e-Research and for informing policy-making
* The evolving research infrastructure technology roadmap, including grids, cloud computing and web 2.0

Deadlines und weitere Infos und gibt es hier.

CfP: Die Lernende Bibliothek 2009

Call for Papers für Die Lernende Bibliothek 2009 am 6.-8. September 2009 in Chur (CH). Es geht um Wissensklau, Unvermögen oder Paradigmenwechsel.

Block 1 („Was ist das Problem?“) fragt nach einer genauen Definition des
Problems und seiner Ursachen: Wie haben sich die Rahmenbedingungen des
wissenschaftlichen Arbeitens durch die Digitalisierung veraendert? Was
wissen wir ueber Relevanz und Verbreitung von fehlerhaftem, unethischem
Verhalten in der Wissenschaft?

Block 2 („Wer traegt die Verantwortung?“) konzentriert sich auf einige
zentrale Akteure (u.a. Ausbildungsinstitutionen, Verlage und
wissenschaftliche Suchmaschinen) und deren unterschiedliche
Verantwortlichkeiten im Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens.

In Block 3 („Wie kann man das Problem behandeln?“) werden
Loesungsmoeglichkeiten aus den Bereichen wissenschaftliche Ausbildung sowie
Erkennung und Sanktion von unethischem wissenschaftlichem Verhalten
vorgestellt.

Block 4 („Die Verantwortung der Bibliothek“) fokussiert auf die Bibliotheken
als bedeutsame Akteure im Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens, deren
traditionelle Verantwortung für den Bestandsaufbau und die Benutzerschulung
in einer digitalisierten Welt durch neue Fragen und Herausforderungen
gepraegt ist.

Der gesamte Call for Papers (PDF). Deadline ist der 15. März 2009.

Vatikan 2.0?

Keine Panik, ich werde jetzt nicht alle neuen Youtube-Channels hierzublog vorstellen.

Nach Monty Python hat jetzt auch der Vatikan einen eigenen Youtube-Channel. Vielleicht möchte man der britischen Komikertruppe mit einem kontinentalen Pendant begegnen. Vielleicht kann man dort aber auch Kumpeleien des Papstes mit dem einen oder anderen Holocaust-Leugner demnächst nachvollziehen.

Aktuelles Video: internet can promote the search for truth. Bei der Suche bin ich gerne behilflich und verweise auf ein Interview mit dem Bischof Richard Williamson, in dem er behauptet, es hätte keine Gaskammern gegeben.

Rezensionen im Katalog via SeeAlso

Carsten Schulze beschreibt in seinem Blog, wie man Rezensionen via SeeAlso in den Bibliothekskatalog einbinden könnte. Er hat eine Beispielimplementation für H-Soz-u-Kult gebastelt, da deren Betreiber dankenswerterweise eine XML-Schnittstelle bereitstellt.

Alles weitere – inklusive Diskussion über weitere Schritte – findet sich in Carstens Blog.

Kräftige PC-Vernetzung

Amazon macht sonderbare Werbung für das Büchlein „PCs vernetzen – Neu! – Gewusst wie! . „Jetzt geht’s rund!“

Man klicke einmal auf das Buchcover für den Blick ins Buch…

Besten Dank an Uli für den Hinweis!

PS: Ich sehe gerade dass dies schon jemand anders vor ein paar Stunden fand. Dort ist auch ein Screenshot hinterlegt, falls Amazon den Fehler behebt.

PPS: Und hier gibt’s das ganze nochmal.

OCLCs neue Policy verschoben

OCLC hat durch die Änderung der Policy fast ausschließlich verärgerte Reaktionen provoziert. Der ganze Fall ist im Code4Lib-Wiki dokumentiert. Tim Spalding fasste die Argumente gegen OCLCs neue Policy zusammen: Why libraries must reject the OCLC Policy (part 1). Jetzt ist im Librarything-Blog folgende Erfreulichkeit zu lesen:

Big news. As you may have heard, OCLC has reversed itself and delayed its new Policy due to take effect in February. They will be setting up a „Review Board of Shared Data Creation and Stewardship“, with broad member consultation promised. At best, they’ve heard the message and may end up embracing truly free and open library data. (A man can dream!) At worst their strategic retreat gives free-and-open data proponents time to articulate and broaden their case.

For people like me who have been pluging away at this for months and feeling increasingly depressed about what seemed the library world’s inevitable slide into data monopoly, it was a big, big win.

Tim Spalding führt die OCLC-Reaktion auf die Schlagkraft des Web 2.0 zurück:

Content aside, however, it was a big win for library „social media,“ particularly the „biblioblogosphere.“ OCLC’s new Policy was rushed through so quickly that it effectively bypassed traditional library-world tools, like professional conference. Press coverage too was minimal, late and mostly dependent on the blogosphere.

Bibliothekarisches Handauflegen

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Laying_on_of_hands.jpg

Etwas, das nur zu dieser Jahreszeit funktioniert: Handauflegen zur Erhöhung der Wahrsagewahrscheinlichkeit bei wenig kommunikativen BibliotheksnutzerInnen.

Schritt 1: NutzerIn kommt auf die Theke zu, legt die Bücher vor den wartenden Bibliothekar, die Ohren voller iPod, den Blick ins Nichts gerichtet.
Schritt 2: BibliothekarIn guckt nicht wie sonst fragend und redet wegen nutzerseits iPod-voller Ohren ins Nichts, sondern legt die Hand aufs vorgelegte Buch.
Schritt 3: Nun kommt’s zum spektakulären Handauflegen! Ist das Buch eiskalt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass das Buch zurückgenommen werden soll. Ist es dagegen bibliothekswarm, soll es vermutlich ausgeliehen werden.
Schritt 4: … kann nun der Handauflegediagnose entsprechend durchgeführt werden.

Open Shelves Classification in der Testphase

I can haz free classification?Am 28. April 2009 findet das 3. EDUG-Symposium mit dem Titel „Dewey goes Europe: on the use and development of the Dewey Decimal Classification (DDC) in European libraries“ in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien statt. Ein Blick auf den urheberrechtlichen Hinweis auf DDC-Deutsch.de und die Geschäftspolitik OCLCs wirft die Frage auf, warum OCLC gen Europa wandern sollte.

Mal ganz abgesehen von den Kosten ist es doch sicherlich nachhaltiger, eine freie Klassifikation zu verwenden. Damit ist zumindest gesichert, dass man seine bibliographischen Daten samt Erschließung auch in die Freiheit entlassen kann, wenn man das möchte. Und eine freie Klassifikation ist just heute in die Testphase gegangen: die Open Shelves Classification (OSC).

Die Testphase funktioniert folgendermaßen: Wenn man sich bei Librarything anmeldet und einen beliebigen Titel (z.B. diesen hier) aufruft, kann man ganz unten auf dem Bildschirm eine von über 40 Top-Level-Categories auswählen. Dann folgt die Frage: Do you know the book at first hand?. Bejaht man diese Frage, wird angezeigt, wie andere User klassifiziert haben. Die Debatte zum Testlauf findet sich hier. Das Verfahren erinnert mich ein bißchen an den Google Image Labeler, auch wenn der Spielcharakter nicht so ausgeprägt ist.

Die OSC hat einen großen Nachteil: sie ist noch nicht vollständig. Das ist allerdings gleichzeitig ein großer Vorteil. Noch kann jeder sich und seine Ideen einbringen.

Wie sieht’s aus? Hat die OSC eine realistische Chance, im deutschsprachigen Raum eingesetzt zu werden?