VIVO implementieren

„Planning a VIVO Implementation“ heißt ein relativ neuer und vor allem neu überarbeiteter Bereich im VIVO-Wiki. Dort gibt es viele, viele Informationen, wie man solch ein Projekt angehen kann. Das Timing für diese Überarbeitung ist fantastisch, denn das Interesse an VIVO in Deutschland ist gerade sehr groß, wie der VIVO-Workshop „VIVO als Forschungsinformationssystem in der Praxis“ kürzlich zeigte. Die Folien meines Vortrags finden sich übrigens auf Zenodo.

Kooperationsvereinbarung zwischen BSZ und VZG

Die Kooperationsvereinbarung zwischen BSZ und VZG (PDF) ist online verfügbar. Die Kernpunkte:

  • Vereinigung der Verbundkataloge des BSZ und der VZG in einer Produktivumgebung.
  • Anpassung der technischen Strukturen der Pica-Systeme beider Verbünde.
  • Einführung eines gemeinsamen Internformats und einheitlicher Katalogisierungs- und Anwendungsrichtlinien.
  • Arbeitsteiliger Aufbau einer gemeinsam genutzten Infrastruktur für den Nachweis und die Administration von E-Ressourcen wie z.B. E-Books für die Verbundzentralen und ihre teilnehmenden Bibliotheken.
  • Aufbau und arbeitsteiliger Betrieb von Infrastruktur und Support für lokale Bibliothekssysteme und Discovery-Services.
  • Gemeinsame Bereitstellung eines Workflow-Systems zur retrospektiven Digitalisierung.
  • Einführung einer arbeitsteiligen Infrastruktur für Dienstleistungen zur Langzeitarchivierung.
  • Abstimmung von Personalentwicklung, Kompetenz- und Leistungssaufbau, um Redundanzen zu vermeiden und Synergien zu nutzen.

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Nach vier Jahren wird die Kooperation von der Verbundleitung des GBV und dem Kuratorium des BSZ evaluiert.

Open Tree of Life

Aus Spiegel Online:

Forscher haben einen riesigen Stammbaum mit allen bekannten Lebensformen der Erde aufgestellt. Das Mammutprojekt umfasst 2,3 Millionen Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroben. Der „Baum des Lebens“ ist frei im Internet abrufbar.

Am Wochenende war der Tree of Life ob der gewaltigen und weltweiten Aufmerksamkeit öfters nicht erreichbar. Aber eigentlich ist er hier erreichbar.

Homo naledi: Entdeckung ist OA und wird sogar verlinkt

Knochen des Homo Naledi
CC-BY: Lee R BergerCorresponding Author, John Hawks, Darryl J de Ruiter, Steven E Churchill, Peter Schmid, Lucas K Delezene, Tracy L Kivell, Heather M Garvin, Scott A Williams, Jeremy M DeSilva, Matthew M Skinner, Charles M Musiba, Noel Cameron, Trenton W Holliday, William Harcourt-Smith, Rebecca R Ackermann, Markus Bastir, Barry Bogin, Debra Bolter, Juliet Brophy, Zachary D Cofran, Kimberly A Congdon, Andrew S Deane, Mana Dembo, Michelle Drapeau, Marina C Elliott, Elen M Feuerriegel, Daniel Garcia-Martinez, David J Green, Alia Gurtov, Joel D Irish, Ashley Kruger, Myra F Laird, Damiano Marchi, Marc R Meyer, Shahed Nalla, Enquye W Negash, Caley M Orr, Davorka Radovcic, Lauren Schroeder, Jill E Scott, Zachary Throckmorton, Matthew W Tocheri, Caroline VanSickle, Christopher S Walker, Pianpian Wei, Bernhard Zipfel
Woran merkt man, dass Open Access keine Verlegenheitslösung ist, auf die man sich besinnt, wenn Lancet, Nature oder Science die eigene Publikation abgelehnt haben? Unter anderem daran, dass immer mehr von den prestigeträchtigen und pressewirksamen „Großentdeckungen“ in OA-Journals publiziert werden. So war es bei der Rückkehr des Brontosaurus in PeerJ, so ist es nun bei der Entdeckung einer neuen Art der Gattung Homo, also eines Verwandten der heutigen Menschen. Die Entdeckung des Homo naledi wird in einem OA-Journal publiziert, so dass sich auch der Laie ein Bild machen kann:

Dirks, Paul [u.a.]: Geological and taphonomic context for the new hominin species Homo naledi from the Dinaledi Chamber, South Africa – In: eLife. – 4 (2015). DOI: https://dx.doi.org/10.7554/eLife.09561

Die Gelegenheit, mein beliebtes Spiel „Wer verlinkt die Quelle“ zu spielen.

Nein:

Ja:

Das sieht doch deutlich besser aus als bei einem früheren Versuch. Als Ursache für den Linkgeiz vermute ich nach wie vor die Angst, die Leserschaft könnte sich woanders informieren oder die Befürchtung, die eigene Leserschaft sei zu blöd, um komplizierte wissenschaftliche Texte – dazu noch in ausländischen Sprachen! – zu verstehen.

Die DOIs der eLife-Publikationen wird übrigens in keinem der oben verlinkten Artikel verwendet.

WheatVIVO

Die Agrarwissenschaften sind eine umtriebige und innovative Sparte. Neben AgriVIVO – das anscheinend jetzt AgriProfiles heißt – gibt es mit WheatVIVO nun den Anlauf zu einem zweiten Fach-VIVO aus dem Agrarbereich, das in diesem Fall die weltweite Forschung zu Weizen zusammenführen möchte. Bisher gibt es nur eine Infoseite, aber da wird sicherlich noch mehr kommen.

Wikipedia, #Wikigate und/oder Open Access

SPARC und Wikipedia kündigen einen weltweiten „Editier-Marathon“ zu Artikeln mit Open-Access-Bezug an, der in der Internationalen Open-Access-Week stattfinden soll.

Gleichzeitig, an anderer Stelle in derselben Wikipedia, wird darüber diskutiert, ob eine Zusammenarbeit von Elsevier und Wikipedia angebracht sei. Elsevier möchte 45 „top Wikipedia editors“ mit kostenfreien ScienceDirect-Accounts versehen. Hintergedanke von Elsevier wird erstens kostengünstige Werbung und zweitens kostengünstiges (akademisches) SEO sein. Peter Murray-Rust hat die Debatte zusammengefasst. Auf Twitter wird unter dem Hashtag #Wikigate diskutiert.

[Zweiter Teil via Archivalia]

SPARQL für und „Units“ in Wikidata

Eine große Woche für Wikidata. Nicht nur ist der SPARQL-Endpoint an den Start gegangen, auch Werte lassen sich nun eintragen:

As promised we just enabled support for quantities with units on Wikidata. So from now on you’ll be able to store fancy things like the height of a mountain or the boiling point of an element.

Mehr hier und hier. Wer kombiniert beides zu einem schönen Beispiel?