Der Freitag feiert Open Access

Joachim Losehand, hierzublog positiv ausgefallen mit einer Replik zum Heidelberger Appell, äußerte sich heute noch einmal zum Thema. In seinem Artikel Der Zwang zur Freiheit jubiliert er:

In dem Wunsch, die Wissenschaftler zur Publikation unter den Regeln von Open Access zu verpflichten, drückt sich nicht ein Ruf nach Enteignung aus, sondern die Stimme der Freiheit.

Das kann man auch anders sehen. Wie z.B. Ben Kaden im IBI-Weblog.

Warum ich dazu ein eigenes Posting verfasse und diesen Artikel nicht einfach sozial bookmarke? Weil meine Materialsammlung rund um den “Heidelberger Appell” gerade die 200-Link-Grenze durchbrochen hat und in nächster Zeit nur noch unregelmäßig ergänzt wird. Die Beiträge ähneln sich doch sehr. Hinzugefügt wird nun nur noch, was mir originell genug oder aufgrund der Prominenz des Veröffentlichungsort irgendwie wichtig erscheint.

Umfrage zur Nutzung von Biblioblogs in Deutschland

Petra Marker, angehende Bibliothekarin an der FH Köln, führt eine Umfrage zur Rezeption von Biblioblogs durch:

Im Rahmen meiner Diplomarbeit im Studiengang Bibliothekswesen an der Fachhochschule Köln möchte ich herausfinden, in welchem Maße das Angebot der deutschen bibliothekarischen Blogs von der Fachwelt, also von Ihnen, genutzt wird. Speziell möchte ich herausarbeiten, in welchem Maße Einträge in Fachblogs von Ihnen gelesen werden.

Dazu möchte ich Sie bitten, an einer kurzen Umfrage zu diesem Thema unter folgendem Link teilzunehmen:

http://www.unipark.de/uc/OR6/aedd/

Für Ihre Teilnahme bedanke ich mich bereits im Voraus recht herzlich! Bei Anmerkungen oder Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.
Die Ergebnisse der Umfrage werden ab Herbst auf den Internetseiten der Fachhochschule Köln, Institut für Informationswissenschaft, sowie über die Mailinglisten INETBIB und forumoeb veröffentlicht.

Herunterladen != Open Access

Die taz berichtet schreibt über die Causa Darmstadt:

„Wir haben nichts gegen Open Access und wollen es auch den Studenten nicht unnötig schwer machen, aber wir müssen auch schauen, dass wir unsere Bücher verkaufen können“, sagte der Verleger Matthias Ulmer der taz.

Lieber Herr Ulmer, liebe taz: Bitte vermengen Sie doch nicht schon wieder Open Access mit allem möglichen, was irgendwie mit Internet und Texten zu tun hat. Es nervt!

Der taz-Artikels ist übrigens folgendermaßen überschrieben: Erfolg für Verleger im Urheberrecht
Die FR war da anderer Meinung: Verlag scheitert gegen Uni Darmstadt

Aber Open-Access-Befürworter sind laut taz sowieso schlimmer als somalische Piraten.

Freiherr oder Baron?

Wie schwierig es sein kann, ohne (Adels-)Titel mit einer Bibliothek in Kontakt zu treten, beschreibt Oliver Obst nebenan bei Medinfo.

Das Formular geht davon aus, dass jeder einen Titel hat und wenn es bloss ein Bachelor ist. Es kann nicht ohne Angabe eines Titel abgesandt werden.

Leider verrät er nicht, wo er dieses schöne Formular gefunden hat.

"Darmstädter Fall" von Copyrightschutz wird heute verhandelt

Heute wird vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen die TU Darmstadt verhandelt.

Der Verlag Eugen Ulmer hat die Technische Universität (TU) Darmstadt im Wege eines Eilverfahrens auf Unterlassung verklagt. Mit seiner Klage will der Verlag verhindern, dass die Benutzer der Bibliothek weiterhin kostenfrei über das Internet Zugang zu dem kompletten Inhalt des Buches „Einführung in die neuere Geschichte“ des Historikers Winfried Schulze nehmen können.

[via echo-online.de]