E-Books aus der Sesamstraße

On Tuesday, Sesame Workshop, the nonprofit organization that produces Sesame Street, launched its first e-book collection for young readers. There are currently five Sesame Street e-books are available to read online for free; the company will add more titles next month. Impelsys is the exclusive licensee/seller of Sesame Street e-book content, at www.sesamestreet.org/ebooks.

Nicht nur, aber bestimmt auch für krümelnde Nutzer. Der Begriff E-Book führt m.E. aber ein wenig in die Irre. Eine Downloadmöglichkeit für den Gebrauch auf einem E-Book-Reader konnte ich nicht finden. Es handelt sich eher um eine hübsch gestaltete Webseite.

[via Publishers Weekly]

Australien regiert 2.0

Die australische Government 2.0 Taskforce ruft zum Mitmachen auf:

Here is the draft Government 2.0 Taskforce report Engage: Getting on with Government 2.0. The Taskforce is seeking your comments and input before finalising the report to go to Government.

Der Report (PDF) beschreibt eindrücklich, worum es in der gesamten Open-Government-Data geht:

  • Easy to find re-useable public information is, at heart, an invitation to the wider community to engage innovate and create new public value with public sector information (PSI), which often sits underused or simply ignored in government agencies and data banks. As we have seen during our work, as people engage, possibilities – foreseeable and otherwise – are unlocked through the invention, creativity and hard work of citizens, business and community organisations. The government’s job is to liberate much more of its information as a key national asset.
  • Public agencies and professional public servants are also invited to engage more energetically with the tools and capabilities of ‘collaborative web’ or Web 2.0. Everything, from enabling data to be re-used, to forming and participating in online communities in their areas of interest will help build a public service that is smarter, more responsive, more strategic and personally rewarding.
  • Public agencies and their public servants increasingly associate good practice with deeper engagement with those outside the public service. As the new Australian Public Service Commission (APSC) guidelines make clear, Web 2.0 tools like blogs and wikis now provide unprecedented opportunities to take this much further.
    In the transition from traditional consultation towards true community collaboration engaging the community and the public service alike is key. In this more open, connected and instinctively adaptive and innovative process, the motivation, interest and skills of all involved contributes to it success.
  • Engagement between those in and outside the public service is constrained by the need for public servants to continue to be professional and apolitical. Creating the culture and practices that can seize the new opportunities but yet stay true to enduring public service values will not be easy.
  • Dass zur offenen Teilhabe schon an der Ausgestaltung der Richtlinien aufgerufen wird, kann man als klares Statement sehen: Australien meint es ernst. Open Government (Data) ist ganz offensichtlich das Thema der Stunde.

    [via David Weinberger]

    Radio-Diskussion "Kostenlos versus Copyright"

    In der Sendung „Wortwechsel“ (Deutschlandradio Kultur, 19.07 Uhr) wird heute über das Thema „Kostenlos versus Copyright – Welche Regeln braucht der Marktplatz Internet?“ diskutiert.

    Die Suchmaschine Google streitet sich mit Autoren und Verlagen. Die Schriftsteller werfen dem Unternehmen vor, Bücher ohne Erlaubnis fürs Internet zu digitalisieren. Die Verleger verlangen einen fairen Anteil an den Werbeerlösen von Suchmaschinen, Portalen und Dienste-Anbietern. Aber auch untereinander streiten Autoren und Verlage über die Zweitverwertung von Texten und Fotos. Es geht ums Urheberrecht der Kreativen und das Leistungsschutzrecht der Medienwirtschaft. Und darauf haben private wie kommerzielle Internetgemeinde nur eine Antwort: Altes Denken müsse man nicht noch gesetzlich schützen. Und die Verlage kontern, da habe sich ein Kartell im Internet gebildet.

    Darüber diskutieren im „Wortwechsel“:

    Konstantin Neven DuMont, Vorstand der Unternehmensgruppe M. DuMont-Schauberg;
    Michael Konken, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes;
    Thomas Mosch, Geschäftsleitung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien;
    Jens Seipenbusch, Vorstandsvorsitzender der Piratenpartei Deutschland

    DBV, DINI und Wikimedia unterstützen OA-Petition

    Kürzlich habe ich noch gefragt, ob und wann sich wohl die Bibliotheksverbände zu einer Unterstützung der OA-Petition durchringen können. Nun ist es zumindest bei einigen soweit:

    Der Deutsche Bibliotheksverband, DINI und auch Wikimedia unterstützen nun die Open-Access-Petition.

    Da die Adresse https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922 nicht so besonders griffig ist, gibt es übrigens eine schöne Weiterleitungsadresse: http://oapetition.de/. Diese Adresse kann man z.B. seiner Email-Signatur hinzufügen.

    [via @pampel]

    Schavan fordert Bibliotheken für alle Schulen

    Anette Schavan im Deutschlandfunk:

    … jetzt geht es darum, in der Tat die Bildungsdebatte nicht nur theoretisch zu führen, sondern dafür zu sorgen, dass zum Beispiel keine Schule mehr ohne eigene Bibliothek ist. Eine Bibliothek gehört mitten in die Schule. Und wo es nicht mitten in der Schule ist, muss der Weg zur Bibliothek außerhalb der Schule kurz sein. Und es muss Regelmäßigkeit hineinkommen, also nicht nur das spektakuläre Projekt, sondern in der Bibliothek arbeiten können, Bücher ausleihen, Vorlesen auch in der Klasse als Teil des schulischen Alltags.

    Da möchte sich jemand an seinen Taten messen lassen. Wer dem Bibliotheksalltag inklusive aufwändiger Leseförderung finanzieren will, muss Personal finanzieren. Umsichtig weist Schavan darauf hin, dass Bibliotheken von den unterschiedlichsten Trägern unterhalten werden. Ob das ein Hinweis ist, dass sie selbst kein Geld in die Hand nehmen wird? Föderalismus kann ja so bequem sein. Frau Schavan, überraschen Sie mich bitte!

    Bibliotheken bauen Brücken

    Unter dem Motto „Bibliotheken bauen Brücken“ findet die Nacht der Bibliotheken am 06. November statt.
    Rund 200 Bibliotheken haben sich zur Teilnahmen angemeldet und bieten ein abwechslungsreiches Programm an.
    Auf der offiziellen Homepage zur Aktion, dessen Schirmherrin Christine Westermann ist, gibt es eine Übersicht über die teilnehmenden Bibliotheken mit Programmtipps.

    Keine stereotypen Forderungen in der Urheberrechtsdebatte

    In einem offenen Brief an Olaf Zimmermann, den Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, fordert Rainer Kuhlen eine differenzierte(re) Diskussion über den Schutz „geistigen Eigentums“ und in der Debatte rund ums Urheberrecht.

    Wäre nicht die Forderung nach einer neuen Kultur des Teilens und der gemeinsamen Beförderung von Wissen und Kultur nicht auch dem Deutschen Kulturrat angemessener als auf den individuellen Interessen und auf Schutz von Verwertung und damit auf Verknappung zu beharren? Versuchen sie es doch einmal damit!

    Kuhlen reagiert auf die kulturpolitischen Mindestanforderungen an die neue Bundesregierung und den neuen Deutschen Bundestag. Eine davon bezieht sich auf „geistiges Eigentum“:

    Die Debatte zur Weiterentwicklung des Urheberrechts und Stärkung des Bewusstseins für das geistige Eigentum muss konsequent und offen fortgeführt werden.

    In einer aktuellen Presseerklärung jubelt der Kulturrat, besonders in der Urheberrechtspolitik [seien] von der neuen Bundesregierung deutliche Aktivitäten zu erwarten.

    Schwarz-Gelb für Robots.txt in Gesetzesform

    Schwarz-Gelb plant eine Revision des Urheberrechts, einen dritten Korb. Dazu soll unter anderem ein Leistungsschutzrecht gehören, nach dem Verlage „im Online-Bereich nicht schlechter gestellt sein [sollen] als andere Werkmittler.“ Warum ausgerechnet die FDP („Bürokratie abbauen“) darauf kommt, man müsse die Funktioner der robots.txt in Gesetzestext gießen, ist mir unverständlich.

    Mehr dazu bei Carta, Heise, iRights.info und Message-Online.