Mehr als 4800 wissenschaftliche Publikationen wurden im vergangenen Jahr von Autoren der Universität Leipzig vorgelegt. Ca. 200 Bücher davon werden auf der Leipziger Buchmesse gezeigt. Die Präsentation sowie das Vortragsprogramm stehen in diesem Jahr im Zeichen des 600-jährigen Universitätsjubiläums.
Die Leipziger Buchmesse öffnet in diesem Jahr vom 12.03 – 15.03. ihre Pforten. Im letzten Jahr kamen 129.000 Besucher um sich auf dem wichtigsten Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche zu informieren.
Außerdem können auch in diesem Jahr wieder die buch+art-Ausstellung, sowie die Leipziger Antiquariatsmesse besucht werden.
Zusätzlich werden zwei Preise verliehen:
* Der „Preis der Leipziger Buchmesse“ wird für herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen verliehen.
* Der „Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung“ würdigt Persönlichkeiten, die sich in Buchform um das gegenseitige Verständnis in Europa, vor allem aber mit den Ländern Mittel- und Osteuropas, verdient gemacht haben.
Das die Finanzkrise längerfristig auch Auswirkungen auf Kultureinrichtungen haben wird, scheint auf der Hand zu liegen. So beschreibt zum Beispiel Barbara Lison (BID) auf deutschlandfunk.de:
„Gerade bei wissenschaftlichen Bibliotheken, bei Bibliotheken, die das kulturelle Erbe verwalten, spielen private Gelder schon eine größere Rolle beim Ankauf von bestimmten Beständen, aber auch gerade bei der Restaurierung. Dass es da rückläufige Tendenzen geben kann, wird stark befürchtet.“
Die Anwendung einer neuen Urheberrechtsregelung (Wiedergabe von Werken
an elektronischen Leseplätzen in Bibliotheken) durch die
Universitätsbibliothek Würzburg soll Grundlage eines Musterprozesses,
finanziert durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels, werden. Der
Deutsche Bibliotheksverband unterstützt die Auffassung der Bibliothek,
dass eine Digitalisierung und Bereitstellung eigener Bestände auf
bibliotheksinternen Leseplätzen für registrierte Nutzer ohne vorherige
Genehmigung durch den Verlag möglich sein muß.
Dies stellt der dbv in einer Pressemitteilung vom 04.03.09 klar.
Zur Unterstützung der wissenschaftlichen Gemeinschaften in Deutschland soll eine Informationsinfrastruktur zum urheberrechtlichen Wissen für Bildung und Wissenschaft (urhWiss) aufgebaut werden. Sie soll den in Bildung und Wissenschaft als Produzenten und Nutzern von Wissen Arbeitenden bzw. den ihnen zugeordneten Organisationen umfassende Informationen zu den urheberrechtlichen Problemen beim Umgang mit Wissen und Informationen aufbereiten und bereitstellen. urhWiss wird sich entsprechend getroffener Vereinbarungen mit anderen einschlägigen Initiativen und Projekten, z.B. aus dem Open-Access-Umfeld, und mit wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Experten aus dem Urheberrechtsumfeld vernetzen. urhWiss selber soll aus mehreren Komponenten bestehen: Urheberrechtliches Web-Portal für Bildung und Wissenschaft, semantisch organisierter Dokumentserver, virtuelles hypertextuelles Netzwerk zu Ressourcen bestehender urheberrechtsrelevanter Organisationen, Netzwerk von Urheberrechtsexperten, FAQ zu Themen des für Bildung und Wissenschaft einschlägigen Urheberrechts, Autorenwerkzeug zum Einbringen und Verknüpfen zentraler Argumente, kommunikative/soziale Dienste zum kollaborativen Arbeiten der beteiligten Akteure. Im Vorhaben sollen Modelle für die Finanzierung der Informationsinfrastruktur nach Ablauf der Förderung erarbeitet und Netzwerke zu potenziellen finanziellen Unterstützern aufgebaut werden.
Kaum ein Projekt scheint mir so dringend notwendig wie dieses. Besonders die FAQ ist ein Desiderat höchster Priorität. Noch schöner wäre es zwar, wenn das Urheberrecht allgemein verständlich formuliert wäre, aber das ist eine Utopie.
Wie Welt.de berichtet bietet Google eine Bibliothek für das Handy. Bei den angebotenen Titeln handelt es sich hauptsächlich um englischsprachige Werke.
Zugänglich ist die mobile Version der „Google Book Search“, die im Netz unter books.google.com residiert, über ein iPhone oder auch über das Smartphone G1, eine Eigenkreation der Kalifornier, die hierzulande in Kooperation mit T-Mobile vertrieben wird.
Der Nachlass des Schriftstellers Heinrich Mann ist 50 Jahre nach seinem Tod durch einen Überraschungsfund bereichert worden. Ein in Prag aufgefundener Koffer enthielt bisher unbekannte Briefe, Manuskripte und Familienpapiere, die Lücken in der Heinrich-Mann-Forschung schließen helfen.
Der Inhalt des Koffers wurde jetzt erstmals in der Berliner Akademie der Künste der Öffentlichkeit vorgestellt und von dem Entdecker, dem Literaturwissenschaftler Peter Stein, sowie von dem Romanisten Wolfgang Klein erläutert.
Im International Journal of Speech Language and the Law, Vol 14, No 2 (2007), hatten Anders Eriksson und Francisco Lacerda einen Artikel über „Charlantry in forensic speech science: A problem to be taken seriously“ veröffentlicht. Untersucht wird die Wirkungsweise von sogenannten Lügendetektoren. Aus dem Abstract:
Indeed, our review of scientific studies will show that these machines perform at chance level when tested for reliability. Given such results and the absence of scientific support for the underlying principles it is justified to view the use of these machines as charlatanry and we argue that there are serious ethical and security reasons to demand that responsible authorities and institutions should not get involved in such practices.
Amir Liberman, Gründer der Firma Nemesysco, die ihr Geld mit eben solcher Technologie verdient, fühlte sich angegriffen und drohte Rechtsschritte an. Equinox zog prompt den Schwanz ein und ersetze den Artikel durch einen Hinweis des Herausgebers, in dem das Vorgehen erklärt wird.
The Journal accepts that Mr Liberman and Nemesysco Limited were not asked to assist in the preparation of the article and further that they were not invited to comment on the content of the article prior to its publication where, in view of the content of the article, it would have been appropriate to invite them to do so. We have agreed to publish a letter from Mr Liberman and Nemesysco Limited setting out their objections to the article in more detail in a future issue of the journal.
Equinox will den Artikel in Zukunft nicht mehr öffentlich machen. Dies haben die Autoren dafür andernorts getan.