Sammlung von Netzpublikationen durch die DNB konkretisiert

Heise: Bundesregierung präzisiert Pflichten zur Archivierung von Netzinhalten:

Wie bereits die Medienwerke in körperlicher Form müssen zukünftig auch Netzpublikationen im Wege der Pflichtablieferung der Bibliothek zur Verfügung gestellt werden. Wer diesen Verpflichtungen nicht oder nicht vollständig nachkommt, handelt ordnungswidrig und muss im Extremfall mit einer Geldbuße mit bis zu 10.000 Euro rechnen. […] Unscharf ist der Verordnungsentwurf bei der Abgrenzung der Inhalte, die der Archivierungspflicht unterfallen sollen. […] Definitiv verfügbar gemacht müssen nach dem Verordnungsentwurf E-Mail-Newsletter mit Webarchiv sowie „netzbasierte Kommunikations-, Diskussions- oder Informationsinstrumente“, die „sachliche oder personenbezogene Zusammenhänge“ aufweisen. Als Beispiel hierfür dienen in der Entwurfsbegründung öffentliche Weblogs. Ute Schwens, die Direktorin der Deutschen Nationalbibliothek spricht darüber hinaus auch von „Formen, die originär dem Web entsprungen sind“, wie etwa Wikis und gegebenenfalls Foren. Der Archivierungsauftrag beschränkt sich nicht auf Texte, sondern umfasst teilweise auch Bilder und Töne.

Ausdrucken und hinschicken? Die DNB hat zu Beantwortung nicht nur dieser Frage FAQ gesammelt. Und hier steht ganz konkret, wie es geht.

Bibliothekare blockieren Wissenschaftler

Afrikanische Wissenschaftler sehen sich unterschiedlichen Schwierigkeiten gegenüber, wenn sie auf aktuelle Literatur zugreifen wollen. SciDevNet benennt ein paar:

African scientists are making increased use of online scientific journals but many are still not aware of free access, according to a study.

Researchers also warned that slow Internet connections and librarians‘ control over passwords is hindering what access there is.

Eine vorläufige PDF-Version der Studie „Access to electronic health knowledge in five countries in Africa: a descriptive study“ ist bei BioMedCentral abrufbar.

Respondents were concerned about the management of passwords to access electronic journals within their institutions, explaining that it was difficult to obtain passwords from administration or librarians, who either do not make them readily available, or who “may not always be available to provide them”. Others referred to a tension between library staff (as gate-keepers of passwords) and Internet users, for example, a librarian explained “…use of institutional password is not convenient for users…because they need the librarians to access the password…those who heard from their colleagues about HINARI but do not meet us when they come to the library usually get offended”. Another librarian expressed concern that users “appear to be in a hurry” and don’t consult the librarians before accessing websites; and this was perceived as users “boycotting” the librarians. There were several requests described circumventing high subscription fees by using their contacts in overseas institutions to obtain articles from priced journals, including the Cochrane Library.

Ein Nutzer soll die Bibliothek kontaktieren, bevor er auf eine Homepage zugreift? Ein erstaunliches Berufsbild! Der Bibliothekar als prohibitiver Hüter des Wissens sollte doch eigentlich allmählich ausgedient haben.

LibWorld – Singapore

Our guest author from the smallest country in Southeast Asia, Singapore, is Ivan Chew. His current job is to manage and develop the Adults & Young People services, looking into collection, programmes and services. He is serving a 4-year term (2005 – 2009) in the IFLA Standing Committee for Libraries for Children and Young Adults Section.

Singapore disposes of a distinguished equipment and an innovative arranged librarianship. It deemed to be as one of the best in the world. Since September 2001 exists for example the „eLibraryHub„, a virtual library, where every citizen of Singapore can use all online services.
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Stadtbüchereien Düsseldorf ziehen positive Bilanz

Die WZ berichtet heute über steigende Nutzungszahlen der Stadtbüchereien Düsseldorf. Deren Leiter, Norbert Kamp, sieht sich damit schon „mindestens in NRW an der Spitze“. Er führt diese Entwicklung vor allem auf „konsequentes Zielgruppenmarketing und Investitionen“ zurück. Letztere sind vor allem dem Pisa-Schock zu verdanken, woraufhin den Bibliotheken wieder mehr finanzielle Ressourcen zugestanden wurden.

Ab Herbst soll in Düsseldorf die elektronische Medienausleihe sogar rund um die Uhr, sieben Tage die Woche angeboten werden.

Hackerparagraph vom Bundestag abgenickt

Der Bundestag winkt verschärften Hackerparagraphen durch, und der CCC erklärt in einer Presseerklärung, warum dieses Gesetz völliger Mumpitz ist. CCC-Sprecher Andy-Müller Maguhn:

„Die Erklärungen des Innenministers zur Computersicherheit sind reine Lippenbekenntnisse. Hier wird systematisch der gesetzliche und organisatorische Rahmen geschaffen, um Bürger und Unternehmen wehrlos gegenüber Computerangriffen, Wirtschaftsspionage und auch dem Bundestrojaner zu machen. Sicherheitsforschung kann nur noch in einer unannehmbaren rechtlichen Grauzone stattfinden.“

Anti-Ranganathan

Wirklich ziemlich zufällig bin ich über ein Posting in einem koreanischen Blog mit dem Namen LIStory gestolpert. Ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, was sonst in diesem Artikel geschrieben wird, möchte ich den englischen Teil zitieren:

  • Books are for library evaluation.
  • Some reader his or her book.
  • Some book its reader.
  • Save the time of the librarian.
  • The Library is a silent organism.
  • Sieht nach einer Polemik über nicht besonders nutzerfreundliche Bibliotheken aus. Liest zufällig jemand mit, der den Rest übersetzen kann?

    Google und ich (ganz persönlich)

    Wer noch keine Google-Paranoia hat, sollte sie sich schleunigst zulegen. Die Suchmaschine mit dem schönen Motto „Don’t be evil“ ist schon länger als Datenkrake bekannt. In letzter Zeit mehren sich die Anzeichen, dass Google die eigene Datensammelwut noch auszuweiten gedenkt.
    „Google und ich (ganz persönlich)“ weiterlesen

    Kommentarfunktion defekt

    Leider lassen sich momentan keine Kommentare absetzen, das Math-Comment-Spam-Protection-Plugin hat anscheinend die comment.php irgendwie zerhauen. Bis morgen abend sollte das wieder funktionieren.

    UPDATE: Alles repariert!


    Sorry, comments are closed until tomorrow. There’s a bug in comments.php because of Math-Comment-Spam-Protection-Plugin (I guess).

    UPDATE: Everything’s working again.