Public Domain Mark freigegeben

John Weitzmann im Creative-Commons-Blog:

Nach Abschluss der offenen Diskussionsphase hat Creative Commons gestern für gemeinfreie Werke ein neues Kennzeichen, die „Public Domain Mark” (PDM), verfügbar gemacht. Die PDM soll als einheitliches Kennzeichen für Werke dienen, die keinen urheberrechtlichen Schutzfristen mehr unterliegen, und zielt vor allem auf digitale Sammlungen und Archive ab, die bislang eine Vielzahl unterschiedlicher Kennzeichnungen für gemeinfreie Werke einsetzen. Letztlich soll die PDM hier mehr Klarheit und einen einheitlichen Metadaten-Standard schaffen sowie die Auffindbarkeit von gemeinfreien Inhalten erleichtern.

Als erstes größeres Projekt wird die digitale Bibliothek Europeana die Public Domain Mark ab Mitte nächsten Jahres verwenden, grundsätzlich ist diese Kennzeichnung aber nicht auf Institutionen beschränkt, sondern kann auch von Einzelpersonen verwendet werden. Im Unterschied zu den bereits bekannten Creative-Commons-Modellen handelt es sich beim Public Domain Mark nicht um eine Lizenz, vielmehr soll nur auf einen bereits bestehenden rechtlichen Status hingewiesen werden. Wer als Urheber trotz bestehender Schutzansprüche auf diese verzichten will, kann für eigene Werke weiterhin das Werkzeug CC0 (CC-Zero) verwenden.

Hervorhebung von mir.

Geräusche und Sounds aller Art zum freien Download

Wer Geräusche, Sounds oder Samples jeglicher Art sucht und auch weiterverwenden möchte, ist beim Freesound Project definitiv richtig.

Beispiele:

Wie in der Wikipedia gibt es auch hier die höchst unterhaltsame Funktion, sich einfach zufällig irgendeine Seite vorschlagen zu lassen. Und hier geht’s zum Random Sample. Alle Geräusche sind lizenziert unter der Creative Commons Sampling Plus License.

CERN nutzt Creative-Commons-Lizenzen

Creative-Commons-Blog:

The evolution of scholarly communication in the field, recently embodied by the SCOAP3 initiative, has reached an important milestone with the publication of the first results of the LHC experiments under a Creative Common license. These have appeared in the European Physical Journal (Springer) doi:10.1140/epjc/s10052-009-1227-4 (CC BY-NC); Journal of High Energy Physics (SISSA), doi:10.1007/JHEP02(2010)041 (CC BY-NC); Physics Letters (Elsevier), doi:10.1016/j.physletb.2010.03.064 (CC BY); and Physical Review Letters (APS), doi:10.1103/PhysRevLett.105.022002 (CC BY).

Das SLUB-Personen-Wiki

Die SLUB Dresden hat ein Personen-Wiki eingerichtet. Dort werden Daten zu Personen gesammelt und aufbereitet, die einen Bezug zu Beständen und Sammlungsaufträgen der SLUB aufweisen.

Ein prominenteres Beispiel ist sicherlich Johann Sebastian Bach, über die Vielfalt der Personen kann man sich leicht ein Bild verschaffen, wenn man die Funktion “Zufälliger Artikel” nutzt.

Positiv ist zu vermerken, dass es sich tatsächlich um ein offenes Wiki handelt. Es kann also jeder ohne Registrierung Änderungen vornehmen. Ich gehe davon aus, dass dies demnächst zwecks Spam-Vermeidung mit einer Registrierung verbunden sein wird. Aber solange jeder Änderungen vornehmen kann, ist daran nichts auszusetzen. Ein anderer Punkt ist das Impressum. Dort heißt es:

Das Layout der Homepage, die verwendeten Grafiken sowie die sonstigen Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.

Das Layout der Homepage entspricht bis auf ein eingefügtes Banner haargenau Monobook, dem Standard-Theme für Mediawiki. Im Impressum steht zwar nicht, dass die SLUB die Rechte am Layout der SLUB hat. Genauso wenig wie dort steht, dass sie die Rechte an den anderen Inhalten des Wikis hat. Aber es wird meines Erachtens impliziert. Abgesehen davon wäre eine konkrete Nennung, wer denn nun Urheber ist, ganz nett. Schon, um dann mal nachzuhaken zu können, ob nicht eventuell eine freie Lizensierung (z.B. CC-BY-SA) möglich wäre. Dann könnten die Daten auch tatsächlich im Ganzen genutzt werden.

The LibWorld Cover Contest

After receiving overwhelming positive resonance from our readers and our LibWorld authors we would like to publish a book with updated LibWorld articles. And now we are searching for the ultimate LibWorld book cover!

When you are inspired by the idea of connecting global librarianship and maybe you are a bit talented in graphics: Make a book cover and send it to us. Deadline is 6th of July. We will make a public vote for the winner. And the winner wins the book cover. 😉

Facts

  1. The book (including the cover) will be published under a creative commons licence (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)
  2. Size: 15,24×22,86mm (6″ x 9″); Pixel: 1913 x 2925
  3. The Cover can be sent to us .PSD file or as .GIF file. We would appreciate to get both.
  4. The artwork should include:
    • The publisher’s name: Infobib
    • The book title: LibWorld – library blogging worldwide
  5. You can get more information at Lulu.com (where the book will be published)
  6. We welcome the use of Free/Libre Open Source Software. Please send a note if you use such software (for example GIMP or Scribus).
  7. Please send your artwork to ch@infobib.de.
  8. Deadline: 6th of July

If you have questions and comments, please use the comment funktion beyond.

Wikipedia-Inhalte demnächst unter CC-Lizenzen?

Jimmy Wales, Wikipedia-Gründer, hat laut Heise kürzlich verlauten lassen, dass sich die Lizensierung der Wikipedia-Inhalte demnächst ändern könnte:

Autoren haben also voraussichtlich demnächst die Wahl zwischen der bisherigen GFDL und der Lizenz Creative Commons Attribution-Share Alike. Bisherige Inhalte könnten relizenziert werden. Eine endgültige Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen, heißt es in einer Mitteilung. Zunächst werde der Beschluss der Wikipedia-Gemeinde zur Diskussion und Abstimmung gestellt.

Klaus Graf erläutert auf seiner Wikipedia-Benutzerseite Kritikpunkte an der bisher verwendeten GNU FDL.

Cory Doctorow (kein Info-Hippie, aber omnipräsent)

Cory Doctorow ist omnipräsent. Aber kein Infohippie. Behauptet er zumindest selbst:

Ich bin doch kein Info-Hippie. Zunächst verteile ich meine Geschichten kostenlos im Netz, weil ich so viele Bücher wie möglich verkaufen und steinreich werden will. Aber es gibt noch andere Gründe. Künstlerisch sehe ich das Kopieren als integrale Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts an. Nie war es jedoch so schwierig, etwas zu kopieren. Durch den DRM-Kopierschutz werden innovative Impulse verhindert.

Zu den Geschichten des BoingBoing-Autors gehört unter anderem das kürzlich von mir gelesene und für gut befundene Backup. Und als ich mir sein Blog Craphound mal ansehen wollte, sehe ich doch im ersten Posting, dass der biblioblogweit bekannte Christian Spließ (of netbib fame) eine von Doctorows Geschichten ins Deutsche übertrug. Glückwunsch!

Ach ja, der elektrische Reporter interviewte Doctorow auch noch…