
[Quelle: XKCD]
Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen

[Quelle: XKCD]
Seit 1997 besteht die „Bibliothek der ungelesenen Bücher“ in Wien und ist in einem Raum der „basis wien“ zu finden.
Der Initiator des Kunstprojektes ist Julius Deutschbauer, der Menschen aus Politik und Kultur interviewt, welches Buch sie schon immer lesen wollten, es aber bisher noch nicht getan haben. Deutschbauer kauft diese Bücher, versieht sie mit einem Stempel, mit der Aufschrift:“Dieses Buch wurde von . . . noch nicht gelesen“ und stellt diese in seiner Bibliothek auf.
Dazu erstellt Deutschbauer eine „Bibliothekographie“ der Interviews auf Minidiscs. Jedes Interview wird dem Buch beigestellt und liefert eine Geschichte, die um Fragen nach dem ungelesenen Buch kreist.
[via WienerZeitung]
Die FAZ berichtet heute auf ihrer Seite 12 (online leider nur kostenpflichtig) über einen der größten Fälle von Bücherklau der vergangenen Jahre:
Über 1000 Werke entwendete der Bücherdieb vorwiegend aus der Bibliothek des John F. Kennedy-Instituts in Berlin-Dahlem, aber auch aus Bibliotheken und Amerika-Häusern in Essen, Köln, Duisburg, Düsseldorf und Bochum. Dabei ging es ihm offenbar nicht darum, aus dem Diebesgut Profit zu schlagen. Denn die Bücher, hauptsächlich zum Thema amerikanische Geschichte im Allgemeinen sowie Biographien von Präsidenten und anderen wichtigen Persönlichkeiten, waren zum Teil so stark beansprucht, dass eine Rückgabe an die besitzenden Bibliotheken nicht mehr möglich war. Bezüglich der Rückgabe an die Besitzer hat der Dieb – fast nach Bibliothekarsmanier – der Polizei einige Arbeit abgenommen: „In jedes der entwendeten Bücher vermerkte er handschriftlich das Datum des Diebstahls sowie die bestohlene Bibliothek.“
Die Berliner Morgenpost gratuliert mit einem Beitragin ihrer heutigen Ausgabe.
Ein wenig off topic: Wer ab und an (E-, Bass-, Konzert-)Gitarren-Tabulaturen sucht, und wie manch anderer OLGA (OnLine Guitar Archve) vermisst, mag mal bei Chordie vorbei schauen.
Wer Google nicht missen möchte, aber Wert auf Datenschutz legt, dem sei ein Scroogle-Test empfohlen.
no cookies | no search-term records | access log deleted within 48 hours
Man kann es gleich hier ausprobieren:
Und hier geht es direkt zu Scroogle. Keine vollwertige Alternative, aber immerhin eine gelungene Demonstration.
Unshelved ist den meisten wahrscheinlich bekannt, Shelfcheck war mir allerdings bislang unbekannt.
Heise bringt eine dreiteilige Artikelserie über freies Wissen.
Teil 1: Freie Musik, Filme und Bücher
Teil 2 (Forschung und Lehre): 10.8.
Teil 3 (Bastelanleitungen bis Fotosammlungen): 13.8.
[via Netzpolitik]
Wer sich in 2.0-Gefilde begibt, sollte darauf achten, wo er das tut. Mir zumindest wäre es höchst peinlich, mit gewissen Dingen in Verbindung gebracht zu werden. Das viele 2.0-Unternehmen voneinander abkupfern, ist bekannt. Besonders deutsche Startups scheinen dafür jedoch sogar international berüchtigt zu sein [1]Vergl. Techcrunch: „Web 2.0 in Germany: Copy/Paste Innovation or more?“. Die Werbemethoden mancher Unternehmen sind jedoch dermaßen daneben, dass eine sofortige Accountkündigung (so man einen hat) das mindeste ist, was man machen sollte.
Da sind zum einen fragwürdige Adressbuchcrawler, aber auch wirklich geschmacklose Kampagnen wie z.B. von Frazr. Der Twitter-Clon wirbt anscheinend für sich mit Ku-Klux-Klan-Kostümen. Als wäre das noch nicht geschmacklos genug, verherrlicht die Holtzbrinck-Tochter StudiVZ (als ob sie noch nicht unangenehm genug in Erscheinung getreten wäre) in Werbeclips die Tötung von Vegetariern und Kindesentführung.
Die Frage, ob man Werbung für seine Bibliothek in StudiVZ schalten kann, stellt sich wohl nicht mehr.
References
| ↑1 | Vergl. Techcrunch: „Web 2.0 in Germany: Copy/Paste Innovation or more?“ |
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