Call for Sketchnotes: Die Idee der Bibliothek von morgen und anderes mehr

Gestern fragte Dörte Böhner noch, was sich hinter dem Begriff Sketchnote verbergen könnte. Und heute fragt sie sich und uns:

Schaffen wir es, unsere Tätigkeiten, die Idee einer Bibliothek von morgen, heute oder gestern, Vorurteile und Überraschungen bei der Vorstellung von Bibliothekaren und Bibliothekarinnen in mehr als 30 Sketchnotes bis Ende des Jahres darzustellen?

Hier geht’s zum Call for Sketchnotes!

M.C. Eschers Nutzerstatistik

Zu Archivzwecken möchte ich hier die Visualisierung einer Nutzerstatistik veröffentlichen, die ich vor einigen Jahren erstellt habe, und die sich beim Cheflektor dieses Blogs nach wie vor großer Beliebtheit erfreut.

Ich weiß leider nicht mehr, was ich ursprünglich vorhatte und wie es zu diesem wunderschönen Visualisierungsunfall gekommen ist.

Blogs zur Informationsvisualisierung

Es gibt Hunderte von Blogs, die sich mit Daten, Informationen und deren Visualisierung beschäftigen. Hier eine kleine Auswahl von Blogs, die mir seit langem besonders gut gefallen.

information aesthetics.Where form follows data.

Beispielposting: OrgOrgChart: The Dynamic Organization of an Organization

FloatingSheep

Sehr viele Visualisierungen rund um Twitter, oft auch Auftragsarbeiten für den Guardian.
Beispielposting: Mapping Racist Tweets in Response to President Obama’s Re-election

Flowing Data

Ach, wo soll man anfangen? Zwei Beispiele sollen reichen.
Beispielposting 1: Getting Started with Charts in R
Beispielposting 2: An Ideal Bookshelf

Datavisualization.ch

Datavisualization.ch is the premier news and knowledge resource for data visualization and infographics. Leider wird dort recht selten gebloggt. Eine Perle ist sicherlich A Carefully Selected List of Recommended Tools.

The Functional Art

Alberto Cairo über Visualisierungen, oft mit einem Fokus auf Datenjournalismus.
Beispielposting: Radar graphs: Avoid them (99.9% of the time)

Cairo bietet übrigens auch einen MOOC über Introduction to Infographics and Data Visualization an, der am 12. Januar 2013 startet.

Information is Beautiful

Eins der prominentesten Blogs dieser Sparte, leider mit recht wenig Postings in den letzten Monaten. Dort vergibt man vor einigen Monaten den Information is Beautiful Award.

Einige dieser Blogs und einige weitere hat Joshua Kitlas letztes Jahr schon zu den 25 Must-Follow Information, Data and Visualization Blogs and RSS Feeds for the Data Professional zusammengestellt.

Visual-Storytelling-Tools

Rachel McAthy stellt 14 Tools vor, mit denen man “Stories visualisieren” kann. Oft sind das interaktive Zeitleisten, die auf mehr oder einfache Art und Weise zusammenzuklicken sind, manche Dienste bieten aber auch mehr oder etwas grundlegend anderes. Einige wurden hier bei Infobib oder in anderen Biblioblogs schon genutzt. Storify zum Beispiel.

Oder Fusion Tables, das auch für die frisch auferstandenen Openbibliojobs eingesetzt wird. Die Stellenangebote kann man sich auf einer Karte anzeigen lassen. Im Menü “Visualize” einfach auf “Map” klicken. Noch schöner finde ich dort jedoch die experimentelle Funktion “Network Graph” (“Labs” -> “Network Graph”).

Mit diesen Daten (und der heterogenen Eingabe (Orte mal mit und mal ohne PLZ, Bibliotheken in abgekürzter und ausgeschriebener Form)) sind die Ergebnisse natürlich eher als Spielerei zu betrachten.

[via Bildblog.de]

Fetchclimate – Klimadaten suchen und visualisieren

Microsofts Computational Science Laboratory hat mit Fetchclimate vor einiger Zeit ein Tool veröffentlicht, mit dem man Klima- und klimarelevante Daten recherchieren und auf einer Karte visualisieren kann.

FetchClimate is a fast, free, intelligent climate data retrieval service that operates over the cloud to return only the climate data you need. FetchClimate can be accessed either through a simple web interface, or via a few lines of code inside any .NET program. FetchClimate is intended to make it easy for you to retrieve data for any geographical region, at any grid resolution: from global, through continental, to a few kilometres, and for any range of years (1900 – 2010), days within the year, and / or hours within the day. FetchClimate can also return information on the uncertainty associated with the climate data and data sources used to fulfil the request. When multiple sources of data could potentially provide data on the same environmental variable FetchClimate automatically selects the most appropriate data sources. Finally, the entire query you ran can be shared as a single url, enabling others to retrieve the identical data.

In folgender Abbildung ist zum Beispiel die Bodenfeuchtigkeit im deutsch-niederländischen Grenzgebiet visualisiert:

Die Daten lassen sich auch als CSV herunterladen. Frei lizenziert sind die Daten jedoch anscheinend nicht. Weitere Infos zu FetchClimate finden sich auf der Projektseite.

LODUM Productivity Map

Im LODUM-Projekt (Linked Open Data University of Münster) werden (Linked Open) Daten rund um die Uni Münster gesammelt und damit herumexperimentiert. In eigenen Worten:

One of the main goals of LODUM is to open up the university’s data silos, integrate the data, and make it easy to build applications on top of the data collection. This productivity map for Google Earth is an example of such an application. It renders the university buildings in 3D – the building height indicates the number of publications written by researchers working in the respective building.

Und so sieht das dann aus:

(Open-)Data-Projekte

Netzpolitik stellte drei Open-Data-Projekte vor, die auf sehr unterschiedliche Art zeigen, was man mit Open Data (ob nun Open Government Data, Open Bibliographic Data, Open XY Data…)
alles machen kann.

Auf Owni.eu sind noch viele weitere Projekte vorgestellt, darunter auch verschiedene, wirklich beeindruckende Visualisierungen. Das folgende Video gibt einen kurzen Vorgeschmack:

Visualizing 2011 from Visualizing on Vimeo.

Spannend scheint mir z.B. “What’s your Economic Outlook?”. Zitat Netzpolitik:

Mit “What’s your Economic Outlook?” bietet die New York Times eine Statistik der etwas anderen Art. Statt Prozentangeaben (“17,2% der weiblichen Jugendlichen schätzen ihre Jobchancen als schlecht ein”) wandern hier die Umfrageteilnehmer auf einem virtuellen Parkett zu den Positionen die sie verteten. Wenn man mit der Maus über eine Person fährt, wird ihre individuelle Meinung zum Thema angezeigt. Ausprobieren!

Ich sehe gerade, dass nicht alle Projekte ihre Daten zur Verfügung stellen oder auf freien Daten beruhen. Schade. Die Visualisierungen sind jedoch durchweg gelungen bis spektakulär.

Logo für Closed Access

Jakob Voss hat ein Logo oder Icon entworfen, mit dem man Closed-Access-Publikationen kenntlich machen kann.

Er hat es auch schon in freier Wildbahn entdeckt. Neben der Kennzeichnung von Quellen in Open-Access-Journals könnte das Logo auch Verwendung in Hochschulbibliographien finden, um Autoren darauf hinzuweisen, dass Ihre Publikationen zwar veröffentlicht, aber nicht öffentlich sind.

Anmerkung: Die graue Variante des Logos halte ich für sehr gut, die farbige unterscheidet sich zu wenig vom Open-Access-Logo.

Mehr dazu in seinem Blog.

Soap-Spielereien nicht nur für Studierende

So ein Datenberg ist doch was Schönes. Man kann ihn in Googles Laborspielzeuge schütten und schütteln. Oder einfach mit einer Tabellenkalkulation ein bißchen in den Zahlen schürfen.

Ergebnis der Spielerei sind 5 Graphiken, in denen die unterschiedliche Einschätzung des Open Access Citation Advantage (OACA) in verschiedenen Ländern unter den Teilnehmern der SOAP-Studie visualisiert ist, die sich hauptsächlich dem Fachgebiet “Agriculture and Related Sciences” verbunden fühlen. Studierende, stürzt Euch auf die Daten! Sie enthalten bergeweise Antworten. Nun gilt es, die richtigen Fragen zu stellen.