Von Anfang an mit Büchern wachsen

Am Welttag des Buches (23. April 2008) haben die Stiftung Bibliomedia Schweiz und das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien SIKJM das Projekt „Buchstart“ lanciert. Ziel des Projekts ist es

„allen Kindern die Möglichkeit zu geben, von Anfang an mit Büchern zu wachsen“.

Ab Mai erhalten alle Eltern von neugeborenen Kindern in der Schweiz ein Buchpaket: Darin finden sich u.a. ein Bilderbuch, ein gebührenfreier Bibliotheksausweis und eine Einladung zu „Buchstart“-Veranstaltungen in Bibliotheken. Die Idee ist aber nicht neu, sie stammt aus dem angelsächsischen Raum und hat viele Nachahmer gefunden.

jOPAC: Katalog-Widget der Jacobs University

Im Blog der Jacobs University wird auf das Katalog-Widget jOPAC aufmerksam gemacht, das im deutschsprachigen Raum wirklich Maßstäbe setzt. Es gibt auch eine Demo-Version.

Update: Autor John-Paul Cunliffe meint auf Anfrage: it will get open source as soon as I found time for a revise. Daumen hoch!

Bielefelder Uni-Bibliotheken wegen Asbest geschlossen

Das Mindener Tageblatt berichtet über die wiederholten Asbestfunde an der Universität Bielefeld.
Nachdem bereits im März die Bibliothek für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie gesperrt werden musste, wurde letzte Woche auch in den Bereichen Linguistik und Literaturwissenschaft Asbest nachgewiesen.

Aktuell sind damit 700 000 Bücher der Fachbibliotheken nicht zugänglich.

Eine komplette Schließung ist nach Auskunft des Unikanzlers zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu befürchten, könne aber auch nicht komplett ausgeschlossen werden.

Neuer dbv-Newsletter

Der dbv-Newsletter informiert in seiner 120. Ausgabe über die Initiativen zu Bibliotheksgesetzen in Thüringen und NRW, die Kampagne „Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek“, den Hessischen Bibliothekstag, Aktionen zum Gedenktag der Bücherverbrennung uvm.

Lernen 2.0 – Jetzt geht's los!

In einem der etwas unstrukturierten Inetbib-2008-Postings hatte ich es schon erwähnt: Edlef Stabenau hat die Learning-2.0-Materialien, die von verschiedenen Leuten ins Deutsche übertragen wurden, nun in ein Blog gepackt und es sind auch schon die ersten beiden Resultate zu sehen.

Wer also am eigenen Leib erfahren möchte, was es mit diesem ominösen „Web 2.0“ auf sich hat, möge sich dorthin begeben.

Neuer Google-Bot auch für Kataloge?

Die neue Version des Google-Bots nutzt nun auch HTML-Forms, um auf bislang verborgene Inhalte zuzugreifen. Im Google-Webmaster-Blog wird das so beschrieben:

In the past few months we have been exploring some HTML forms to try to discover new web pages and URLs that we otherwise couldn’t find and index for users who search on Google. Specifically, when we encounter a

element on a high-quality site, we might choose to do a small number of queries using the form. For text boxes, our computers automatically choose words from the site that has the form; for select menus, check boxes, and radio buttons on the form, we choose from among the values of the HTML. Having chosen the values for each input, we generate and then try to crawl URLs that correspond to a possible query a user may have made. If we ascertain that the web page resulting from our query is valid, interesting, and includes content not in our index, we may include it in our index much as we would include any other web page.

Ein kleiner Blick: Die PICA-Kataloge nutzen das Form-Element, Aleph ebenso. Andere Systeme habe ich jetzt nicht geprüft, aber für die Mehrheit ist anzunehmen: Die Google-Bots werden in Kürze für eine drastische Erhöhung des Traffics sorgen. Zumal andere Suchmaschinen sicherlich nachziehen werden. Allerdings:

Only a small number of particularly useful sites receive this treatment, and our crawl agent, the ever-friendly Googlebot, always adheres to robots.txt, nofollow, and noindex directives.

Die Bibliotheken sollten also endlich für permanente URLs in ihren Katalogen sorgen. Damit wird der Kataloginhalt wirklich nutzbar und auch durch Suchmaschinen zugänglich gemacht.

Klage gegen Semesterapparate

Wie medinfo heute berichtet, klagen in den USA drei große Verlage, mit Hilfe des dortigen Börsenvereins AAP, gegen die Georgia State University,

weil dort die Professoren Kursmaterialien erstellen und an Studenten weitergeben, die zu 50% aus Kopien und Digitalisaten von urheberrechtlich geschützten Werken zusammengesetzt sind.

Hier kann man die Details in der Pressemeldung des AAP nachlesen.