"Bibliothek der verbrannten Bücher" soll nach Augsburg

Die berühmte «Bibliothek der verbrannten Bücher» soll in Augsburg
eine dauerhafte Bleibe finden. Mit knapper Mehrheit sprach sich am
Mittwoch der Kulturausschuss des Bayerischen Landtages für die
schwäbische Stadt als Standort der Privatsammlung des Münchners
Georg Salzmann aus. Die Stadt Nürnberg, die sich ebenfalls um die
Bibliothek beworben hatte, hätte damit das Nachsehen.

[via pr.inside]

"Magnesia Litera" 2008 für "Tschechische Bibliothek"

Wie der idw berichtet, wurde die Sammlung „Tschechische Bibliothek“, die von Hans Dieter Zimmermann und Dr. Eckhard Thiele herausgegeben wird, in Prag mit der „Magnesia Litera“ ausgezeichnet.

Mit dem Preis werden jährlich die besten Bücher und Autoren der Tschechischen Republik geehrt. Die Sammlung stellt die größte Edition tschechischer Literatur außerhalb Tschechiens nach der Wende 1989/90 dar.

SozialMarie für die "Lebende Bibliothek"

Am Donnerstag wurde in Wien die „SozialMarie 2008“ vergeben, der mit 15.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an die „Lebende Bibliothek“.

„Living Books“ funktioniert wie eine öffentliche Bibliothek. Die „Bücher“ sind allerdings lebende Personen, die sich einem bestimmten Thema widmen und dabei Einblicke in die Wirklichkeiten geben, die sich hinter dem gedruckten Text verbergen. Sie können von den Lesern für rund halbstündige Gespräche „ausgeliehen“ werden.

[via orf.at]

Berndt Dugall über Nationallizenzen

Bauer, Bruno and Dugall, Berndt (2007) Nationallizenzen: Konzept, Umsetzung und Perspektiven eines Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Lizenzierung von digitalen Textsammlungen für den Wissenschaftsstandort Deutschland : 10 Fragen von Bruno Bauer an Berndt Dugall, Direktor der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main und Vertreter einer der neun den Ankauf der Nationallizenzen organisierenden Informationseinrichtungen. GMS Medizin – Bibliothek – Information 7(2)

Das Programm der Nationallizenzen (http://www.nationallizenzen.de/) wurde 2004 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entwickelt. Ziel ist es, bundesweit geltende Lizenzvereinbarungen mit Fachgesellschaften, Verlagen und anderen Informationsanbietern abzuschließen und dadurch Wissenschaftlern, Studierenden und wissenschaftlich interessierten Privatpersonen in ganz Deutschland den kostenlosen Zugang zu Datenbanken, digitalen Textsammlungen und elektronischen Zeitschriften zu ermöglichen. Das aktuelle Interview mit Berndt Dugall informiert über das Konzept der Nationallizenzen, dessen Finanzierung, das organisatorische Umfeld sowie das Procedere von der Auswahl bis zur Lizenzierung einzelner elektronischer Ressourcen. Zuletzt werden auch die Bedeutung der Nationallizenzen für den Wissenschaftsstandort Deutschland sowie die Zukunft der Bibliotheken angesichts der rasanten technischen Entwicklungen auf dem Informationssektor angesprochen.

Interessant ist vor allem die Frage zum Procedere der Angebotsauswahl. Anscheinend sind manche Anbieter gar nicht gewillt, ihre Datenbanken in diesem Rahmen lizensieren zu lassen (JSTOR), andere stellen zu hohe finanzielle Forderungen.

LISWire

Blogs werden schnell verdächtigt, eine Art Pressedienst für bestimmte Themen zu sein. Was im Normalfall zu kurz oder auf jeden Fall daneben greift. LISWire hingegen will genau dies sein. In eigenen Worten:

LISWire is a brand new idea from the guy behind LISNews & LISHost, Blake Carver. The plan is to allow member companies and organizations to use LISWire to send their full-text news releases and multimedia content to librarians, journalists, library professionals and the general public. We’re going to build a network to distribute this information world wide.

You can grab the main LISWire RSS Feed Here.

Bibcamp 2008

Was sich aus einem Blogposting entwickeln kann:

In den letzten Jahren diskutierten Bibliotheken in Deutschland die Entwicklungen des Web2.0 und deren Relevanz für die Arbeit der Bibliotheken. Die Entwicklung von Diensten, welche auf der Mitarbeit von Nutzerinnen und Nutzern basieren und stark individualisierte Angebote möglich machen, die immer einfachere Handhabung von individueller und kollaborativer Contentproduktion mittels Weblogs, Wikis und auf einzelne Aufgaben zugeschnittene Angebote wie Flickr, GoogleEarth oder MySpace, scheinen einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel beim Umgang mit Informationen anzuzeigen, der an Bibliotheken nicht vorbeigehen wird. Ebenso werden die Dienste, die als Teile des Semantic Web verstanden werden, auf den Umgang mit Informationen großen Einfluss haben. Wir sehen darin große Chancen. Gleichzeitig wurden gerade im Bereich der Validität von Metadaten, Formaten und potentiellen veränderlichen Dokumenten große Probleme für die bibliothekarische Arbeit ausgemacht. Zudem wurden die Quasimonopole im Internet und Softwarebereich als problematisch thematisiert.

Mit all diesen Debatten verbunden sind auch die Ansätze und Prinzipien der Open Source Bewegung, sowohl als Bewegung zur Erstellung Freier Software als auch als gesellschaftliches Projekt ‚Freie Rede‘ (free speech) im digitalen Zeitalter zu verwirklichen. Übergreifendes Schlagwort all dieser Debatten war zumeist die Bibliothek2.0.

Wir denken, dass diese Debatten eine große Relevanz für das Bibliothekssystem der Zukunft haben werden und deshalb vorangetrieben werden müssen. Mit dem Bibcamp wollen wir einen Rahmen bieten, dies in einem Konferenzrahmen zu tun. Wir sind überzeugt, dass eine Debatte um die Bibliothek2.0 am besten in einen Umfeld geführt wird, welches Grundsätze der Freien Rede selber umsetzt. Deshalb haben wir die Organisationsform einer Unkonferenz gewählt.

Und hier gibt’s weitere Informationen und auch die Möglichkeit zur Anmeldung. Die Unkonferenz findet statt am 16. und 17. Mai an der HU Berlin und der FH Potsdam.

An die Teilnehmenden: Spricht etwas gegen bibcamp2008 als gemeinsames Tag?