Umgang mit korrigierten Artikeln in Verlagsarchiven

Christiane Schulzki-Haddouti macht sich Gedanken über die Nachhaltigkeit von Informationen, die in privatwirtschaftlichen Pressearchiven aufbewahrt werden. Aktueller Anlaß ist die Öffnung des Spiegelarchivs, in dem jedoch nicht alle Artikel enthalten sind. Umstritten ist wohl der über den Reichstagsbrand (dazu der Nachrichtendienst für Historiker), und schon entfernt ist der über die Barschelaffäre (dazu Robert Leicht bei Zeit Online).

Es stellt sich die Frage, wie sich der Umgang mit Online-Medienarchiven entwickeln wird. Ist eine Entfernung überhaupt zu rechtfertigen? Wird damit nicht auch ein Stück Mediengeschichte manipuliert? Online sind schnell ein paar Bits gelöscht – eine Entfernung aus einem Print-Archiv würde aber ernstlich niemand anstreben wollen.

Das wäre wohl auch alles andere als einfach, mal eben einen Spiegelartikel aus allen Bibliotheken verschwinden zu lassen.

Österreichische Nationalbibliothek erwirbt Handke Vorlass

Große Teile des Vorlasses von Peter Handke lagern in Zukunft in der Nationalbibliothek. Zum Preis einer halben Million Euro erwirbt das Haus Aufzeichnungen und Manuskripte, die zwei Schaffensjahrzehnte des Autors dokumentieren. Das gaben Nationalbank-Direktorin Johanna Rachinger und Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) am Montag bekannt.

Das Kulturministerium hat für den Ankauf 375.000 Euro aus dem Literaturbudget reserviert. Sie sehe das als „Förderung für einen großen europäischen Dichter“ und als „Grundstein für eine umfassende Handke-Forschung“, betonte Schmied.

[via wienweb]

Noch ein Wissensportal

Nachdem seit dem Wochenende das angekündigte Wissensportal von Google mit dem Namen „Knol“ diskutiert wird, tritt nun auch die Spiegel-Gruppe mit eigenen Plänen für eine Wissensplattform an die Öffentlichkeit.
So sollen ab dem nächsten Frühjahr unter „wissen.spiegel.de“ Inhalte unterschiedlicher Quellen, wie z.B. Wikipedia, der Bertelsmann Lexika und Wörterbücher oder auch die Inhalte von Spiegel.online, kombiniert werden. Partner ist die Bertelsmann Tochter Wissen Media Group.

Nun bleibt abzuwarten, welche weiteren Wissensportale in nächster Zeit angekündigt werden.

[via heise online]

Sozialwissensschaftlicher Bestand der FU Berlin soll fast halbiert werden

Im Zuge der Neustrukturierung der UB der Freien Universität Berlin soll nun auch die Fachbibliothek Politik- und Sozialwissenschaften, in die UB integriert werden. Rund 300.000 Bücher und Zeitschriften aus der Zeit vor der Wende, fast 50 Prozent des derzeitigen Bestandes von ca. 770.000 Medieneinheiten, sollen dann an die Humanistische Universität Vilnius abgegeben werden.

Innerhalb der Fachschaft und auch unter den Bibliotheksmitarbeitern löst dies Unmut aus, da es dann weniger Staffelungen innerhalb des Bestandes und somit längere Wartezeiten geben wird.

Im Januar wird der Fachschaftsrat über das weitere Vorgehen beraten.

[via taz]

Libworld – Argentina

Argentina, a republic in the south of South-America, is the eighth largest country in the world. The librarianship in Argentina is variously shaped: the first public libraries developed at the end of the 18th century. They were mostly funded by individuals. The 1963 established „Junta de Bibliotecas Universitarias Argentinas“ (JUBIUA) substitutes the interest of the public universities towards the government.
The „Bibliotheca National“ was founded in 1810. With a book inventory balance of 2,5 million it is the biggest library in Argentina. Along with the „Congreso de la Nación“, a parliament library, it holds the presentation copy right since 1933. The Congreso de la Nación is the depot library from international organizations and holds approximately 1,5 million medias.

Our guest author Edgardo Civallero will introduce the biblioblogosphere in Argentina. He worked for years developing libraries in aboriginal communities in NE Argentina and in rural villages in northern Córdoba before studying Librarianship at the National University of Córdoba. Today amongst others Edgardo teaches colleagues from public libraries and works for the journal Information for Social Change. He is an advocate for the Open Access philosophy and member of the Standing Committee of IFLA´s Libray Services to Multicultural Populations Section.
With his wife he edits the blog “Bitácora de un bibliotecario” (The log of a librarian) which is available in Spanish and English.
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Schweizerische Bibliotheksstatistik 2006

Die detaillierten Daten 2006 der Bibliotheksstatistik können auf der Website des Bundesamtes für Statistik nach Bibliothekskategorien heruntergeladen werden. Die Leistungen und Ressourcen eines Teils der Schweizer Bibliotheken sind damit abrufbar. Die zehn grössten Bibliotheken in der Schweiz gemäss Angebot sind hier zu finden.

[via swiss-lib]