PeerJ: Editorial Board

Im PeerJ-Blog wurden die ersten Mitglieder des ‘Editorial Board of Academic Editors’ und des ‘Academic Advisory Board’ bekannt gegeben.

Die Academic Editors betreuen die Publikationen, suchen Peer Reviewer, begleiten den Reviewprozess und treffen auch die Entscheidung, ob das betreffende Werk veröffentlicht wird.

Die Mitglieder des Advisory Board sind beratend tätig. Darunter befinden sich u.a. drei Nobelpreisträger (Bruce A. Beutler, Mario R. Capecchi und Harald zur Hausen).

Von (bisher) 16 Advisors sind 13 Männer und drei Frauen; zehn arbeiten in den USA, vier in Großbritannien und zwei in Deutschland. PeerJ beklagt auch die mangelnde Vielfalt:

Finally, we would like to acknowledge that we are aware that the diversity of our Editorial Board (in gender, race and age) could be improved upon. Clearly this is not unique to PeerJ and is, in fact, an issue in the wider Academic community. With that said, we do intend to improve upon this and ultimately to build as balanced of an Editorial Board as possible.

Bisher sind alle Mitglieder aus der Biologie oder der Medizin. Die Schar der Academic Editors ist schon etwas bunter.

Neues BID-Journal: Library Essentials

Weitgehend unbemerkt [1] Zur Zeit drei Links auf die Startseite via Google zu finden: von der Öffentlichkeit ist ein neues Journal entstanden: Library Essentials – Fakten und Berichte für Informationsspezialisten [2]Der Titel ist auch der Name eines Infoseite für „Home Library Furniture Tips & More“. Aber originelle Namensfindung im BID-Bereich ist wirklich alles andere als einfach. Vgl. … Continue reading . Es erscheint – wie B.I.T Online – bei Dinges & Frick und Chefredakteur ist – wie bei B.I.T Online – Rafael Ball. Diesmal in Kooperation mit Erwin König.

König ist auch gleich fleissigster Autor. Er hat fast alle bisher erschienen Artikel geschrieben. Neben seinen Artikeln gibt es noch ein paar von einem Anonymus namens wg und ein Editorial von Rafael Ball.

Es ist kein OA-Journal.

Technisch ist im NewLIS-Kontext vielleicht interessant, dass es sich bei Library Essentials um ein einfaches WordPress-Blog handelt. Für die Abonnementfunktion wird anscheinend das kostenpflichtige Plugin s2Member verwendet. Dies scheint mir auch so ziemlich das einzige sein, was die Plattform von einem gewöhnlichen Blog unterscheidet.

References

References
↑1 Zur Zeit drei Links auf die Startseite via Google zu finden:
↑2 Der Titel ist auch der Name eines Infoseite für „Home Library Furniture Tips & More“. Aber originelle Namensfindung im BID-Bereich ist wirklich alles andere als einfach. Vgl. „Infobib“, „Netbib“, „Inetbib“, „Bib-Info“ und so weiter.

Der schrumpfende BIB schließt bibliojobs.de weg

Im Kribiblio-Blog wird darüber berichtet, dass die bibliothekarische Jobbörse bibliojobs.de, die der BIB vor fast genau drei Jahren von Tobias Tietze übernommen hat, ab dem 16. Juli 2012 nur noch für BIB-Mitglieder einsehbar ist.

Begründet wird das ganze damit, das der Aufwand für die Erstellung und Pflege der Übersicht Personalkosten verursacht, die ausschließlich von den BIB-Mitgliedern getragen werden und daher diese Dienstleistung auch nur von ihnen in Anspruch genommen werden darf. Der Geschäftsführer vom BIB, Herr Reisser, wies mich darauf hin, dass der BIB-Vereinsausschuss einstimmtig [sic!] mit nein gestimmt hatte, ob eine Dienstleistung finanziert werden soll, von der maßgeblich Nicht-BIB-Mitglieder profitieren. Das hieße also ganz schließen oder den Zugriff restriktiver gestalten.

Auf der bibliojobs-Webseite heißt es dazu:

Die Ergebnisse der Recherchen stehen ab 16. Juli 2012 ausschließlich BIB-Mitgliedern zur Verfügung, die mit ihren Beiträgen die aufwendige Auswertungsarbeit finanzieren (Mitglied werden: Studierende und Auszubildende profitieren vom günstigen Appetizer-Tarif) .

Aus einer aus ehrenamtlichen Engagement entstandenen Hilfestellung für arbeitssuchende KollegInnen ist nun also ein Instrument der Mitgliederwerbung des BIB geworden. Dies scheint dringend erforderlich, wie aus den Mitgliedszahlen der Jahresberichte hervorgeht:

Entwicklung der Mitgliederzahlen des Berufsverbands Information Bibliothek nach Jahresberichten
Entwicklung der Mitgliederzahlen des BIB nach Jahresberichten

Die Zahlen sind den Jahresberichten entnommen, die zum Teil auf der BIB-Homepage veröffentlicht sind (hier zum Beispiel für 2002/2003), zum Teil in BuB. Insgesamt ist die Zahl der Mitglieder im angebenen Zeitraum um 12,3% gesunken. [1]Ich hoffe, die Zahlen stimmen. Sie sind zwischen Tür und Angel den Jahresberichten entnommen. Sollten Fehler enthalten sein, bitte im Kommentar darauf aufmerksam machen. Die Grundtendenz sollte auf … Continue reading

Hofft man beim BIB wirklich, das man durch exklusive Inhalte Mitglieder einwerben kann? Man wird sehen, ob diese Politik fruchtet. Ich gehe vom Gegenteil aus. Und hoffe, dass möglichst alle Stellenangebote zum Beispiel in Inetbib bekannt gegeben werden.

References

References
↑1 Ich hoffe, die Zahlen stimmen. Sie sind zwischen Tür und Angel den Jahresberichten entnommen. Sollten Fehler enthalten sein, bitte im Kommentar darauf aufmerksam machen. Die Grundtendenz sollte auf jeden Fall stimmen.

Nachtrag zum Open Data Citation Advantage

Wer einem Artikel über den Open Data Citation Advantage beim Entstehen zusehen möchte, sollte (eigentlich immer, aber jetzt besonders) Research Remix, Heather Piwowars Blog, verfolgen. Sie postet dort Abschnitte ihres gerade entstehenden Artikels, die teils auch schon kommentiert wurden.

Wo ich schon dabei bin: Man kann und sollte ihr auch auf Twitter folgen.

Projekt Memoro: Zensur in den Bibliotheken der DDR

Für das Projekt Memoro erzählt Margarete Meyer in diesem Video unter anderem über den Umgang mit westdeutschen Zeitschriften in den Bibliotheken der DDR. In einem anderen Video berichtet sie über den Giftschrank der Bibliothek. Hier sind alle Videos mit Frau Meyer im Überblick.

Gesetzesentwurf für die Mitnutzung von WLANs

Der Verein Digitale Gesellschaft hat einen Gesetzentwurf für die Mitnutzung von WLANs ins Netz und der Politik zur Verfügung gestellt.

Der Digitale Gesellschaft e.V. hat heute einen Gesetzentwurf für die haftungsrechtliche Gleichstellung von normalen Bürgern sowie Gewerbetreibenden, die einen Internet-Zugang via WLAN anbieten, mit kommerziellen Internetprovidern vorgestellt (PDF). Damit sollen auch die “Mini-Provider” von der Haftungsfreiheit profitieren, die derzeit bereits für große Provider wie etwa T-Online gilt. So kann rechtlich sichergestellt werden, dass private Nutzer, aber z.B. auch Cafés und Geschäfte ihre Netze anderen zur Verfügung stellen können, die auf die Mitnutzung von Internetzugängen angewiesen sind, ohne unkalkulierbare Risiken in Kauf nehmen zu müssen.

Auch wenn so mancher die Vorstellung freien Informationszugangs für jeden erschreckend findet, wäre der Wegfall der Störerhaftung sicherlich auch für Bibliotheken sehr beruhigend. Und sie könnten damit ihrer sozialen Verantwortung einfacher nachgehen:

Aus Sicht des Digitale Gesellschaft e.V. ist das Teilen von Internetzugängen aber keine reine rechts-, sondern auch eine netz- und sozialpolitische Notwendigkeit: „Wer sein WLAN anderen zur Mitnutzung zur Verfügung stellt, tut etwas Gutes und sollte dafür nicht potenziell bestraft werden“, erläutert Markus Beckedahl, Vorsitzender des Digitale Gesellschaft e.V. „Für Datenreisende ist diese digitale Nachbarschaftshilfe einem gereichten Glas Wasser vergleichbar. Auch kann man auf diese Art sozial Benachteiligten ermöglichen, im solidarischen Huckepackverfahren einen Internetzugang zu erhalten.“ Der Hartz-IV-Regelsatz sieht einen Zugang zum Internet bisher nämlich überhaupt nicht vor. Gerade für die Kinder von Hartz-IV-Empfängern bedeutet dies eine schwere soziale Benachteiligung.

[via Netzpolitik.org]

Beispiel für DESCRIBE in SPARQL

Mit dem SPARQL-Befehl DESCRIBE kann man aus einem SPARQL-Endpoint Informationen über Ressourcen anfordern. Aus der W3C-Recommendation zu SPARQL:

The DESCRIBE form returns a single result RDF graph containing RDF data about resources. This data is not prescribed by a SPARQL query, where the query client would need to know the structure of the RDF in the data source, but, instead, is determined by the SPARQL query processor. The query pattern is used to create a result set. The DESCRIBE form takes each of the resources identified in a solution, together with any resources directly named by IRI, and assembles a single RDF graph by taking a „description“ which can come from any information available including the target RDF Dataset. The description is determined by the query service. The syntax DESCRIBE * is an abbreviation that describes all of the variables in a query.

Aktueller Fall, einfaches Beispiel: Ich möchte wissen, welche Informationen zu der Ressource http://dewey.info/class/020/ bereitstehen.

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PREFIX skos: <http://www.w3.org/2004/02/skos/core#>
 
DESCRIBE ?p ?o WHERE {
<http://dewey.info/class/020/> ?p ?o
}
LIMIT 10

Und so sieht dann das Ergebnis aus. Als Ausgabeformat habe ich hier Turtle gewählt.