OCLC publiziert WorldCat als Linked Data. Links:
- OCLC adds Linked Data to WorldCat.org
- OCLC WorldCat Linked Data Release – Significant In Many Ways
- DDC 23 released as linked data at dewey.info
[via Open-Bibliography]
Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen
OCLC publiziert WorldCat als Linked Data. Links:
[via Open-Bibliography]
Britische Arbeitsplätze sieht die Daily Mail durch das Vorhaben der britischen Regierung bedroht, ein Open-Access-Mandat für mit öffentlichen Mitteln finanzierte Forschung umzusetzen. Ein heiterer Artikel, der das in Zeitungen ohnehin selten hohe Niveau in der Open-Access-Debatte noch einmal ein paar Etagen tiefer legt.
Hier geht’s zum Artikel: ‚Open access‘ move puts thousands of UK jobs at risk
Der Bibliotheksdienst wechselt wie schon IWP zu de Gruyter, siehe unter anderem Archivalia. Und bekommt nun eine moving wall von satten zwölf Monaten.
Ich selbst habe nur einen Artikel im Bibliotheksdienst veröffentlicht, das ist auch schon ein bißchen her. Aber der Bibliotheksdienst ist die einzige bibliothekarische Zeitschrift, die ich immer noch als Printexemplar im Zeitschriftenumlauf bekomme. Der Bibliotheksdienst bringt zu oft die berüchtigten Liebesbriefe an die Projektfinanzierer. Aber manchmal eben auch Perlen wie Joachim Eberhardts „Was ist (bibliothekarische) Sacherschliessung?“
Daher tut es mir tatsächlich leid, nun sagen zu müssen: Ich hoffe, dass der Bibliotheksdienst an Autorenmangel eingeht. Für die interessanten Artikel, die dennoch veröffentlicht werden sollen , wird nun in einem – zur Zeit teils schwer erreichbaren – Etherpad über Alternativen diskutiert. Gemeint ist damit die Neugründung eines OA-Journals für den BID- oder LIS-Bereich.
Mögliche Anknüpfungspunkte:
Peerj ist nun online. Im VÖBBlog ist das Geschäftsmodell folgendermaßen zusammengefasst:
Das Konzept des neuen Geschäftsmodells: Für 99 Dollar erwirbt man mit der Mitgliedschaft ein lebenslanges Recht auf eine Publikation pro Jahr, muss allerdings auch reviewen. Der Reviewprozess soll öffentlich ablaufen.
Der oft erwähnte Preiskampf bei Open-Access-Geschäftsmodellen geht nun also in eine neue Runde.
Die Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom starb am 12. Juni 2012.
Ostrom hier bei Infobib:
Nachrufe auf Elinor Ostrom:
Abstract:
Cities and data producers are quickly embracing Open Data, albeit unevenly. The Data Liberation Initiative (DLI) has been a pioneer in broadening access to data for nearly two decades. This session will examine the relevance of Data Liberation in terms of Open Data and explore how librarians can step up to the plate to make Open Data/Open Government as successful as DLI.
Auf Zeit.de wird über Bookboon berichtet. Dabei handelt es sich um eine Firma, die werbefinanzierte Lehrbücher für Studierende veröffentlicht. Im Text und in den Kommentaren wird teils die Qualität der Bücher kritisiert.
Wie gerade bekannt wurde, plant die Schufa eine Kooperation mit dem Hasso-Plattner-Institut (HPI). Federführend für das Projekt SchufaLab@HPI auf Seite des HPI ist Felix Naumann. Untersucht werden soll laut NDR, wie Daten aus dem Web genutzt werden können, um die Kreditwürdigkeit von Personen besser einschätzen zu können. Dazu wird u.a. erwogen, soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter auszuwerten.
Dem NDR liegen „vertrauliche Dokumente“ vor, die das Forschungsvorhaben genauer skizzieren:
Man spricht von „Projektmöglichkeiten und Denkrichtungen“, die jedoch vor allem in eine Richtung gehen: aus unzähligen Quellen im Internet sollen gezielt Daten über Verbraucher gesammelt werden. Bei Facebook zum Beispiel, wo man auch die Kontakte der Mitglieder betrachten könne, um Beziehungen zwischen Personen zu untersuchen und hierbei Zusammenhänge mit der Kreditwürdigkeit der Verbraucher zu finden. Doch die Liste ist viel länger: Es geht um berufliche Netzwerke wie Xing oder LinkedIn, den Kurznachrichtendienst Twitter, Personensuchmaschinen wie Yasni, Geodatendienste wie Google Street View und selbst Mitarbeiterverzeichnisse von Unternehmen oder den Autorenkatalog der Deutschen Nationalbibliothek.
Der Autorenkatalog der DNB? Positiv, wenn man überhaupt auftaucht? Oder je nach Verschlagwortung der von der Person geschriebenen Werke?
Ich bin gespannt, ob die Gesellschaft für Informatik, deren assoziiertes Mitglied Felix Naumann ist, auf die Einhaltung der „Ethischen Leitlinien“ aufmerksam machen wird. Ich greife mal Artikel 7 („Beteiligung“) heraus:
Vom Mitglied in einer Führungsposition wird zusätzlich erwartet, dass es dazu beiträgt, die von der Einführung von Informatiksystemen Betroffnen [sic!] an der Gestaltung der Systeme und ihrer Nutzungsbedingungen angemessen zu beteiligen. Von ihm wird insbesondere erwartet, dass es keine Kontroll- und Überwachungstechniken ohne Unterrichtung und Beteiligung der Betroffenen zulässt.
Wenn die Berichterstattung des NDR korrekt ist, bekommen wir hier die schmutzige dunkle Kehrseite der Open-Data-Idee zu sehen. Herrn Naumann und seinen Kollegen wären hier Pionierleistungen zu bescheinigen! Unter Vorbehalt sage ich schon mal: „Glückwunsch“!
Siehe auch:Netzpolitik, Heise, viele andere. Die Forschungsmafia malt sich schon die kommende Kredit-SEO aus. Und der Postillon gibt hilfreiche Tipps.
Da ich mir diese Folien immer wieder mal ansehe, möchte ich die Folien noch einmal in Infobib posten:
Die Aufzeichnung des kompletten Vortrags hatte ich im Plan3ten schon mal erwähnt.
In Inetbib wird auf die Daten der DBS für das Jahr 2011 hingewiesen, die unter folgender Adresse abrufbar sind: http://www.bibliotheksstatistik.de/eingabe/dynrep/index.php