Klaus Wendel beschreibt in Archivalia, wie man Semantic MediaWiki „als Erschließungssoftware für Archive, Museen und Bibliotheken“ nutzen kann.
Kategorie: Bibliothek
Citavi-Guide zu Android
Der Citavi-Forums-Aktivist Peter Bonekämper hat dem „Citavi Guide 1“ verfasst, in dem er verschiedene Möglichkeiten vorstellt, wie man Android-Smartphones in Zusammenhang mit Citavi nutzen kann. Hier geht’s zur PDF-Datei, hier zum dazugehörigen Foreneintrag.
Dabei weist er unter anderem auf die App Codex hin, die eine simple, aber recht nette, eigenständige Literaturverwaltung bietet. Und offenbart damit eine grundsätzliche Schwäche Citavis. Nicht nur, dass man mit Citavi an Windows gefesselt ist: auch die Datensynchronisierung auf mehreren Rechnern ist mühsam. Vor Dropbox wird gewarnt, Synchronisation wurde schon vor zwei Jahren angekündigt und die Web-Version anscheinend gecancelt.
Statt bequemer Synchronisation übers Web bleibt nach wie vor nur die schon 2009 gültige Anleitung, wie man USB-Sticks zum Datentransport einsetzen soll. Das ist weder bequem, noch zeitgemäß.
Vergleich von OPAC und Discovery System auf dem #bibtag12
Folien zu einem Vortrag von Gerald Steilen auf dem Bibliothekstag [1] ich verwende einfach schon einmal den passenderen Namen für diese Veranstaltung 2012:
Auf den Folien 15 und 16 (in der Slideshare-Navigation: 16 und 17) sind einige wichtige Unterschiede zwischen Discoverysystemen und klassischem OPAC zusammengefasst.
References
| ↑1 | ich verwende einfach schon einmal den passenderen Namen für diese Veranstaltung |
|---|
Übersichtsposting zur Literaturverwaltung
Matti Stöhr hat im Blog Literaturverwaltung & Bibliotheken einen kompakten Überblick über einige aktuelle Entwicklungen im Bereich Literaturverwaltung („Literaturverwaltung kompakt 1/2012„) zusammengestellt. Ab sofort sollen in regelmäßigen Abständen Neuigkeiten zum Beispiel zu folgenden Aspekten geposted werden:
- Softwarenachrichten – Auswahl von neuen Entwicklungen bei einschlägigen Programmen und ihren Anbietern
- Communitynachrichten – Auswahl von Neuigkeiten aus der Nutzergemeinschaft, die sich mit Literaturverwaltungssoftware beschäftigt
- Servicenachrichten – Auswahl von Neuigkeiten aus der Welt bibliothekarischer Dienstleistungen für Literaturverwaltung
- Literaturtipp – Hinweise auf neue Publikationen rund um Literaturverwaltung
- Vorschau – wichtige Termine und mehr
Neben einem Verweis auf die (vorerst) gescheiterte Aktion zur Übersetzung der Zotero-Dokumentation wird unter anderem auf die Weiterentwicklung des Bibsoup-Projektes hingewiesen.
Hashtag der Woche: #elag2012
An der Universitat de les Illes Balears findet in dieser Woche die Konferenz der European Library Automation Group (ELAG) statt. Das Programm ist auf der Konferenzseite zu finden. Wie in den letzten Jahren wird es sich auch in diesem sicherlich lohnen, dem Hashtag #elag2012 ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken.
Shaked Spier: Zwischen Bibliothekaren und Bücherwürmern. Über das (fehlende) soziale Engagement der Information Community
Shaked Spier schreibt im Bibliotheksdienst (Bibliotheksdienst 46. Jg. (2012), H. 3/4, S. 171-181, PDF in seinem Posting zum Artikel verlinkt) über das fehlende soziale, bzw. politische Engagement der „Information Community“. Er versucht, das Verhältnis zwischen Bibliothek und Urheberrecht, bzw. Bibliothek und Überwachung/Vorratsdatenspeicherung zu beschreiben.
Bei beiden geht es um ein Phänomen, das unseren ethischen Grundsätze und unserer Berufung deutlich widerspricht; ein Phänomen, wofür wir unseren Nutzer/-innen eine Lösung anbieten, solange sie sich physisch in der Bibliothek befinden; ein Phänomen, das der Gesamtgesellschaft schadet und dadurch unserer Tätigkeit auch; ein Phänomen, das uns ausdrücklich betrifft, obwohl es nicht an unseren Bibliothekstresen kommt und auch nie kommen wird.
Darüber kommt er zu der Frage, ob es bibliothekarischen Handlungsbedarf gibt, was er (zusammengefasst) bejaht. Im Abschnitt „Was können wir ändern?“ macht er konkrete Vorschläge. Den wichtigsten Teil möchte ich zitieren:
Auf eine offizielle Stellungnahme ist nicht zu verzichten! In Verbindung mit den folgenden Vorschlägen, die auf Teilnahme einzelner Mitglieder/-innen der Information Community basieren, muss die Community als Ganzes eine offizielle Stellung zu den verschiedenen Themen nehmen. Dies kann z.B. durch die AG „Bibliothek und Ethik“ [Link aus Fußnote hinzugefügt] erfolgen.
Diese Stellungnahme soll auf unseren ethischen Grundsätzen aufgebaut und mit sachlichen und professionellen Argumenten begründet sein. Sie soll den professionellen und ethischen Standpunkt von Informationsfachleuten reflektieren und als ein solcher der Öffentlichkeit ankommen.
Das wichtigste Kriterium für eine offizielle Stellungnahme ist die schnelle Reaktion und Aktualität. Um an einer öffentlichen Diskussion teilzunehmen und eventuell Einfluss zu haben, muss die Reaktion schnellstmöglich formuliert und veröffentlicht werden. Denn wenn wir z.B. erst eine Woche nach Entlarvung des Bundestrojaners eine Stellungnahme dazu veröffentlichen, sind wir schon längst von der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen. Egal wie professionell und augenöffnend diese Stellungnahme auch sein mag.
Dass sich die Verbände so gut wie nie äußern, wenn die im Code of Ethics propagierten Werte in Gefahr sind, habe ich in den letzten Jahren oft angemahnt. Daran wird sich in absehbarer Zeit wohl auch nichts ändern.
Im Artikel wird auch vorgeschlagen, Präsenz in sozialen Medien
zu zeigen:
Offizielle Facebook-Seite, Twitter und ein Blog sind das absolute Minimum. Dadurch können offizielle Stellungnahmen und deren Diskussion mehr Transparenz gewinnen sowie ein breiteres Publikum (außerhalb der professionellen Community) erreichen.
Ein Anfang wäre gemacht, wenn sich die maßgeblichen VertreterInnen der Branche selbst ins Web trauen würden. Auch dies ist ein mindestens fünf Jahre altes Thema. Hier kann man immerhin auf Besserung durch personelle Veränderungen hoffen.
Bibliothek in Oxford lässt historische Noten per Crowd Sourcing katalogisieren
Die Bodleian Library in Oxford hofft auf die Mithilfe der Briten. Wie die „New York Times“ berichtet, will die britische Bibliothek ihren Bestand an viktorianischer Musik von interessierten Bürgern katalogisieren lassen. In einer Mitteilung heißt es, man müsse dazu keine Noten lesen oder ein Instrument spielen können. Vielmehr gehe es darum, in etwa zehn Minuten zu beschreiben, was auf dem jeweiligen Notenblatt zu sehen sei.
Erfahrung mit sogenanntem „Croud Sourcing“ [sic!] haben auch schon andere Bibliotheken: So ließ die Bibliothek des Londoner University Colleges Schriften des Sozialreformers Jeremy Bentham von Internetnutzern erfassen. Die New York Public Library setzte ihre Nutzer auf eine Sammlung mit 40.000 historischen Menükarten an.
Diese Meldung wurde übernommen von dradio.de, Lizenz: Creative-Commons BY-NC-ND
Hier geht’s zum Projekt.
Kosten der Onleihe für die Stadtbibliothek Düsseldorf
Im Portal Frag den Staat, in dem Anfragen im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes online gestellt und ganze Vorgänge veröffentlicht werden können, hat jemand seine Korrespondenz zu einer Anfrage bezüglich der Kosten der Onleihe öffentlich gemacht. Die Frage lautete:
Wieviel Geld hat Düsseldorf 2011 für die „Onleihe“ der kommunalen Bibliothek insgesamt bezahlt?
Die Antwort der Landeshauptstadt Düsseldorf / Stadtbüchereien Düsseldorf:
im Jahr 2011 betrugen die Kosten der Onleihe bei den Stadtbüchereien Düsseldorf insgesamt 56.685,- EUR.
Der ganze Vorgang ist hier nachzulesen.
Landportal.info: Landgrabbing sichtbar machen
Landportal.info in eigenen Worten:
The International Land Coalition (ILC) and Landtenure.info are the originators of the Land Portal, an easy access, easy-to-use platform to share land related information, to monitor trends, and identify information gaps to promote effective and sustainable land governance. This partnership is open to other land-related organisations aimed to be actively engaged in the Land Portal development.
Teil des Angebots ist die Landmatrix, in der man sich zum Beispiel ansehen kann, wo Investoren aus Deutschland Land erwarben. Der Datenbestand ist noch recht klein. Das Angebot ist jedoch übersichtlich gestaltet und die Quellen der Daten deutlich dargelegt (zum Beispiel bei diesem Fall).
[via @pudo]
Fazit zur Übersetzung der Zotero-Dokumentation
Die Hauruck-Aktion zur Übersetzung der Zotero-Dokumentation ist gescheitert. Es wurden einige Seiten der Dokumentation übersetzt. Es gab Hilfsangebote aus der Zotero-Community (vielen Dank dafür!) und viele ermunternde Kommentare aus der bibliothekarischen Gemeinde. Nur übersetzen wollte kaum jemand. Schade.
Möchte jemand einen zweiten Anlauf unternehmen?