Die uncoolen BibliotekarInnen machen auf ein Weblog aufmerksam, dass den Umzug der Fachbereichsbibliotheken Informationswissenschaften und Sozialarbeit in Potsdam diskutiert und dokumentiert. Wirklich ein Musterbeispiel für den sinnvollen Einsatz von Social Software in Bibliotheken
, wie schon aus der regen Anteilnahme der Nutzer in den Kommentaren ersichtlich ist.
Kategorie: Web
LibWorld book available!
Good things come to those who wait. It took a long time but finally it is done:
Our LibWorld book is finally released. It’s available in print at Lulu.com, or you can download it at some repositories:
- SerWisS – Server für Wissenschaftliche Schriften der Fachhochschule Hannover
- Düsseldorfer Dokumenten- und Publikationsservice
- Directly here from Infobib (PDF, slightly revised edition)
You can find and browse almost all the links that are mentioned in the book in our bookmark collection at delicious.com. Some missing bookmarks will be added in near future.
A special thanks goes to the LibWorld authors, our cover artwork designer Jaume Josep Llambrich Brull and to Walt Crawford for the foreword.
Certainly there are some minor flaws in this book; this can never be avoided. But we look forward to your feedback! And if you want to correct something: No problem, it’s published with a CC-BY-SA license. So you are free to build derivates or mashups of this book. We’d love to hear „LibWorld – the musical“, for example.
Our trip through the library blogosphere does not end at this point. So if readers from all over the world would like to enrich our collection, please contact us!
Netvibes für Bibliotheken
Ein Wiki als Bibliothekshomepage hatten wir schon. Neuestes Fundstück: Netvibes für die Dublin City Libraries and Archive. Ein Katalog ist nicht enthalten, aber auch dies lässt sich per Widget problemlos integrieren. Ansonsten gibt es so ziemlich alles, was eine Bibliothekswebseite haben muss.
In einem Interview spricht Edward Byrne, Senior Librarian Web Services
der Dublin City Libraries auch die Schattenseite eines solchen Angebots an. Bis vor kurzem war das Angebot nämlich bei Pageflakes untergebracht, aber ein Umzug wurde notwendig.
Because of happenings in November 2008 with the loss of service for a week and the introduction of an ‚in your face‘ advertisement flake upon its return without consultation or an alternative model being offered, Dublin City Public Libraries was forced to move to Netvibes as its portal delivery platform of choice. An added benefit of the move has been an improvement in page loading time, Netvibes being discernibly quicker to load than Pageflakes. Although Pageflakes have in recent days removed the offending advertisement flake and promised to provide different models in the near future, we have decided at remain with Netvibes for the foreseeable future, while at the same time maintaining a backup solution on Pageflakes. Events of November 2008 have highlighted the need to have a backup plan in place, one that can be quickly implemented if needed.
Nicht nur für viele Bibliothekare vermutlich ein Alptraum, einfach so ein ganzes Angebot zu einem anderen Anbieter zu verschieben. Umso schöner, dass eine große Bibliothek vormacht, dass dies möglich ist. Wie einfach solch eine Seite zu erstellen ist, wird auch schon durch die Einleitung von Michael Stephens deutlich:
I use the development of a library portal via a free tool as an example of how libraries can create something useful without 6 months of meetings, decision-making or using a „home grown“ IT solution that only one or two people can configure.
Eben: Einfach soll es ein.
[via Tame the Web]
Feedvis
Feedvis lässt OPML-Dateien mit bis zu 100 RSS-Feeds importieren und visualisiert die häufigsten Begriffe. Leider werden häufig vorkommende Wörter im Deutschen nicht herausgefiltert. Wer trotzdem sehen möchte, was in den deutschen Biblioblogs am häufigsten vorkommt, möge sich hierhin wenden. Aussagekräftiger sind jedoch Analysen englischsprachiger Feeds, z.B. diese hier. Achtung, die Seite braucht manchmal etwas länger…
[via RSS4Lib]
Technorati-Relaunch
Letzten Montag war Technorati noch Hauptbestandteil einer 13-Dinge-Lektion, jetzt schreibt Markus Spath über den Technorati-Relaunch. Kurzfassung: Technorati besinnt sich auf die alten Stärken und stellt die Blogsuche (Volltext und über Tags) wieder mehr in den Mittelpunkt.
Mehr Infos gibt’s im Technorati-Blog.
Iranische Blogger
Schon in Alireza Nouruzis LibWorld-Artikel zum Iran fiel auf: Die Blogszene Irans ist vielfältig und groß. Tautoko hat nun ein Filmchen gefunden, in dem versucht wird, dieses Phänomen zu klären.
Iran: A nation of bloggers from Mr.Aaron on Vimeo.
Zitat: Iranian blogs are the true voice of the next generation.
Walt Crawford: The Liblog Landscape 2007-2008
Walt Crawfords neuestes Werk über die (englischsprachige) Biblioblogosphäre ist nun bei Lulu.com verfügbar: The Liblog Landscape 2007-2008.
Liblogs–blogs written by library people, as opposed to official library blogs–provide some of today’s most interesting and useful library literature. This book offers a broad look at English-language liblogs as they are and as they’ve changed between 2007 and 2008. The book includes more than 600 blogs with detailed analysis of 27 metrics for 2007 and 2008 and changes from 2007 to 2008–and, for 143 of them, 2006 as well. Through tables, charts and text, we explore the liblog landscape.
Walt Crawford – der als Walt at Random bloggt und Cites & Insights produziert – und ist seit Jahren einer der wenigen wirklich genauen Beobachter der Biblioblogosphäre.
Studie: Studieren im Web 2.0
HD Zimmermann und Danilo Vetter machen sich Gedanken über die HIS-Studie „Studieren im Web 2.0“.
HD Zimmermann schreibt unter anderem:
Interessant wäre in diesem Zusammenhang natürlich auch zu wissen, in welcher Form z.B. ‚Bibliothek 2.0‘ – Angebote, die inzwischen von Hochschulbibliotheken angeboten werden – z.B. angereicherte Bibliothekskataloge – oder als Webanwendung verfügbar sind – z.B. CiteULike, BibSonomy, Connotea, zotero, etc. – von Studierenden genutzt werden. Auch das sind ‚Web 2.0‘ – Anwendungen!
Ein äußerst interessanter Punkt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass viele Angebote gut genutzt werden, wenn man Studierende und Dozenten immer wieder darauf aufmerksam macht, dass es sie gibt. Das gilt für Datenbanken genauso wie für Social Bookmarking. Aktuelles Beispiel ist die Toolbar der FHH. Nach etwas zögerlichem Start werden Bibliothekseinführungen nun mit der Toolbar als „Informationszentrale“ durchgeführt, was zu einer Vervielfachung der Nutzung führte. Der Effekt setzt sich auch fort, wenn gerade weniger Schulungen stattfinden. Offensichtlich spricht sich die Nützlichkeit der Toolbar unter Studenten herum.
Auch wenn es nicht im Focus der Studie ist, mich würde sehr auch ein Vergleich bzgl. der Nutzung und Einschätzung von Fachdatenbanken wie elektronischen Zeitschriftenkatalogen interessieren. Vielleicht ist das ja dann der Inhalt der nächsten Studie!
Hierfür gilt das gleiche wie für Social-Bookmarking-Tools. Es sind, und darüber muss man sich als Bibliothekar immer klar sein, Nischenangebote. Selbst die beste Datenbank eines Fachgebiets wird nur von einigen Bibliotheksnutzern wirklich häufig benutzt. Das gilt zumindest für Hochschulbibliotheken und für die meisten Fachgebiete. WiSo in den Wirtschaftswissenschaften und PubMed sind da sicherlich Ausnahmen.
Danilos Analyse kann ich nur teilweise zustimmen:
überrascht haben mich die antworten auf die frage nach der nutzungshäufigkeit von weblogs. diese werden von 24,6 % der studierenden sehr selten und von 46,4 % überhaupt nicht genutzt. 7,2 % der studierenden kennen weblogs nicht (vgl. s. 24). ähnlich sieht es bei der nutzung von rss-feeds aus. hier nutzen 36,8 % der studierenden rss-feeds überhaupt nicht und 36,5 % kennen das angebot nicht. ein weiteres ergebnis, dass mich überrascht hat, war die geringe nutzung von social bookmarking-angeboten. 45,2 % der studierenden nutzen das angebot nicht und 37,8 % kennen die möglichkeiten von social bookmarking seiten nicht (vgl. s. 25).
das rss, weblogs und social-bookmarking so wenig bekannt und genutzt werden lässt vermuten, dass die vorteile dieser web 2.0 angebote bisher zu wenig bekannt sind.
Wenig genutzt? 6% der Befragten sind anscheinend intensiv Blogkundige. Das mag wenig erscheinen. Bei einem sehr großen Teil gehe ich jedoch davon aus, dass Blogs zumindest regelmäßig gelesen werden. Man frage mal in seinem Bekanntenkreis, wieviele Netbib lesen, oder wenn es keine Bibliothekare sind, vielleicht Cute Overload oder Spreeblick. Vorher sollte man jedoch fragen, wieviele denn Blogs lesen. Die Zahlen werden sicherlich nicht identisch sein. Zumindest in Bibliotheken stoße ich immer wieder auf Kollegen, die mit großer Selbstverständlichkeit bibliothekarische Blogs lesen, aber keine Ahnung haben, dass es sich um Blogs handelt.
Daher scheint mir die Fragestellung nicht sehr glücklich. „Frage 2: Wie häufig nutzen Sie die folgenden Internetangebote?“ Die Blog-Option lautet: „Weblogs/Blogs (z.B. blog.de)“
Wenn ich nicht weiß, dass Netbib ein Blog ist, dann überlege ich, ob mir die Domain Blog.de was sagt. Den meisten sicherlich nichts, und daher ist die Zahl der geringen Resonanz hier vorprogrammiert.
Weiter im Text:
bibliotheken, als wichtige akteurinnen im feld der informations- und medienkompetenz sind hier besonders gefragt, um bei den studierenden diese wichtigen internetangebote bekannter zu machen. hierzu ist es notwendig schnellstmöglich ein spannendes und vor allem in die hochschullehre integriertes (also auch studienpunkt(e) relevantes) kursangebote zum web 2.0 an den universitätsbibliotheken anzubieten.
Jein. Bibliotheken müssen sich da sicherlich positionieren und auch aktiv in die Fakultäten gehen. Wichtig ist jedoch auch, dass die Hochschulleitungen erkennen, welches Potential im sogenannten Web 2.0 liegt. Die Möglichkeiten sind noch längst nicht erschöpft. Und wenn eventuelle Pioniere unter den Dozenten von der Bibliothek unterstützt und als leuchtende Beispiele von der Hochschulleitung herumgezeigt werden, kommt der Erfolg von ganz alleine.
Screentoaster – Online Screen Capturing
Edlef macht nebenan bei Netbibs auf Screentoaster aufmerksam:
Man kann – wie z.B. mit Captivate, Camtasia, Wink u.ä. – sog. Screencasts aufzeichnen. Der Unterschied dabei ist die total einfache Bedienung, aber dadurch fehlen natürlich auch so ausgefeilte Nachbearbeitungsmöglichkeiten, wie sie die anderen Programme bieten. ScreenToaster ist noch eine geschlossene beta-Version, man kann sich anmelden und bekommt dann Zugang.
Die Anmeldung geht sehr schnell. Ich habe mich am 19. November angemeldet und bereits einen Tag später war die Einladung in der Mailbox. Die richtige Anwendung für den schnellen Screencast zwischendurch.
Googles SearchWiki personalisiert die Suche
Google personalisiert die Suchergebnisse und ist der Konkurrenz damit ein weiteres Mal einen Schritt voraus. Im Google-Blog ist diese neue Entwicklung unter dem Namen Searchwiki beschrieben.
Today we’re launching SearchWiki, a way for you to customize search by re-ranking, deleting, adding, and commenting on search results. With just a single click you can move the results you like to the top or add a new site. You can also write notes attached to a particular site and remove results that you don’t feel belong. These modifications will be shown to you every time you do the same search in the future. SearchWiki is available to signed-in Google users. We store your changes in your Google Account. If you are wondering if you are signed in, you can always check by noting if your username appears in the upper right-hand side of the page.
Auf der deutschen Google-Seite funktioniert das noch nicht, aber über No Country Redirect kann man es ausprobieren. Da es sich um eine personalisierte Anwendung handelt, ist natürlich eine Anmeldung erforderlich. Wie es genau funktioniert und aussieht, kann man in folgendem Video erfahren:
Mehr Infos gibts auch auf der Searchwiki-Support-Seite.
So einfach sollte es für Nutzer sein, Suchergebnisse zu bewerten, zu sortieren und zu kommentieren. Google macht es wieder mal vor, und ich bin optimistisch, dass Bibliotheken in spätestens 10 Jahren mit ihren Katalogen den gleichen Schritt gehen werden. Ich gehe schließlich auch davon aus, dass wir spätestens 2014 vernünftige Vorschlagsfunktionen in allen Katalogen haben.
Wie auch immer: Jeder, der sich auch nur ein wenig mit Suchmaschinen auseinandersetzt, sollte sich „Searchwiki“ genau ansehen. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, wann die personalisierten Ergebnisse in DEN ALGORITHMUS einfliessen. Und damit Projekten wie Yacy und Wikia mit „user generated ranking“ das Wasser abgräbt. Die Namensähnlichkeit zwischen Searchwiki und WikiaSearch ist sicherlich auch nur zufällig…
Besten Dank an Meinhard für den Hinweis und Diskussion!