OpenBib mit Cool URIs und vielem mehr

OpenBib wurde technisch ordentlich durchgeschüttelt. Unter anderem soll OpenBib besser für das Semantic Web vorbereitet werden. Dazu kommen verschiedene Technologien wie Trennung der HTTP-URI’s von den verschiedenen Daten-Repräsentationen wie HTML,JSON,RDF,RSS oder RESTful WebServices zum Einsatz.

Durch diese Kombination wird erreicht, dass das gesamte Recherche-Portal selbst zu einem WebService wird und sich mit allen seinen Funktionen und Informationen in beliebige andere Dienste integrieren lässt. Zusätzlich besteht weiterhin der bereits etablierte Mechanismus, beliebige Informationen über (neue) Konnektoren mit definierten Standardschnittstellen (s.o.) bereitzustellen.

Die Version 2.4alpha setzt unter anderem auch auf Cool URIs. Damit kommt auch OpenBib endlich im WWW an, sind Permalinks doch eine Grundlage für die Verlinkung von Inhalten. Das Thema Permalinks hatten wir hier ja schon zur Genüge.

Auch von der konkreten OpenBib-Entwicklung abgesehen ist Oliver Flimms Posting sehr lesenswert und (nebenbei bemerkt) ein sehr gutes Beispiel für die unkomplizierte Kommunikation konkreter Projektergebnisse an die Fachgemeinde.

Literatur ausstellen. Interdisziplinäre und intermediale Aspekte von Literaturvermittlung

H-Soz-u-Kult macht auf den CfP für die Tagung Literatur ausstellen. Interdisziplinäre und intermediale Aspekte von Literaturvermittlung aufmerksam:

Die Tagung widmet sich der synchronen und diachronen Entwicklung von Literaturvermittlung im deutsch- und englischsprachigen Raum. Dazu soll ein Metablick auf Literaturhäuser als lebendige Austauschorte für die (Gegenwarts-)literatur, auf ihre Autoren und Leser, auf Literaturmuseen als Pfleger und Bewahrer eines kulturellen Erbes wie auch auf biographisch, literaturhistorisch oder wirkungsthematisch orientierte Vermittlungsformen geworfen werden. Wie werden literarische Texte akustisch oder filmisch präsentiert, Manuskripte visuell vermittelt oder Autor-Artefakte museal aufbereitet? Wie wird Literatur außerhalb des Museums vermittelt, beispielsweise durch Hinweistafeln in Stadträume und Landschaften eingeschrieben? Und schließlich, wie generieren und erhalten diese Vermittlungsstrategien touristische Praktiken, die Fragen nach Materialität und Authentizität von Literatur fokussieren?

Versteckte Botschaften in Samsungs Galaxy Tablet und in der ZDB

Der unter anderem im Samsung Galaxy Tablet verwendete Chip Infineon PMB 5703 enthält sogenannte Silicon Art. Auf Chipworks.com werden solcherlei Miniaturen gewürdigt und gesammelt:

But, impressive specifications aside, what caught our collective eye was the imaginatively cool silicon art we found when examining the die markings. The playful designs were deemed worthy enough to make it into our Silicon Art Gallery and contradict the typical no-nonsense typecast attributed to German circuit designers.

Mindestens eine versteckte Botschaften enthält unter anderem auch der ZDB-OPAC, wie Julia letztens in einem Netbib-Kommentar feststellte. Dieses Osterei fällt ins Auge, wenn man erst nach Windows, dann nach Linux sucht.

Algorithmische Ignoranz und das persönliche Web

DRadio Wissen macht auf eine drastische Veränderung der Informationsflüsse durch die fortschreitende Personalisierung von Webangeboten aufmerksam.

Jeder steckt in einer Filterblase, denn die virtuelle Welt, die ihm Google, Facebook und Co anliefern, ist auf seine persönlichen Vorlieben abgestimmt. Ein in sich zurückgekrümmtes System – mit fatalen Folgen.

Der komplette, sehr aufschlussreiche Podcast lässt sich auf der DRadio-Webseite nachhören. Noch etwas ausführlicher beschäftigt sich Mashable mit dem Thema. Sowohl Mashable als auch DRadio beziehen sich auf einen TED-Talk von Eli Pariser mit dem Titel Beware online „filter bubbles“„.


Ein sehr anschauliches Beispiel für solch eine „Filterblase“ liefert der oben verlinkte DRadio-Podcast:

Wir werden so zu einem vormodernen Papst, der nach dem Weltbild googelt. Der Name Kopernikus taucht in den Suchlisten nicht auf. Nur ein gewisser Ptolemäus versichert uns tagtäglich: Wir, nur wir, sind der Mittelpunkt des Universums.

Aktuell gibt zum Beispiel Netzpolitik.org praktische Lebenshilfe, wie man in Facebook zumindest teilweise die Kontrolle darüber zurückerlangen kann, wessen Nachrichten man sehen kann. Wir neigen ohnehin dazu, nur das wahrzunehmen, was wir wahrnehmen möchten. Dies kann durch verstärkende Algorithmen in personalisierten Webangeboten in eine permanente Nabelschau münden. Eine Gefahr, die natürlich auch durch personalisierte bibliothekarische Angebote gegeben ist.

Sobald ein Recommender-System erwähnt wird, kommt zwangsläufig die Debatte über den Matthäus-Effekt. Auch Klassifikationen sind alles andere als neutral. Ansonsten hätte die Klassifikation für Allgemeinbibliotheken nach der Wende kaum umgearbeitet werden müssen. Kann es Aufgabe der Bibliotheken sein, diesem Trend durch auch nur scheinbar neutrale Suchsysteme entgegen zu wirken?

500.000 Bücher und Handschriften online

Die Bayerische Staatsbibliothek ist der größte deutsche Datenlieferant für „EUROPEANA“

Seit Anfang März bietet die Bayerische Staatsbibliothek mehr als eine halbe Million digitalisierter Bücher im Internet über ihren Online-Katalog OPACplus und ihre Digitalen Sammlungen an. Damit präsentiert die Bibliothek den größten Bestand digitalisierter Bücher im deutschen Sprachraum.

[via juraforum.de]

Ausstellung: ine Bibliothek macht Geschichte 350 Jahre Staatsbibliothek zu Berlin

Zum 350. Geburtstag der Berliner Staatsbibliothek zeigt das benachbarte Deutsche Historische Museum in seiner ständigen Ausstellung seit Freitag vorübergehend wertvolle Stücke aus den Tresoren der Bibliothek.

Zu sehen seien „47 Zeugnisse der Menschheit“ aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Kunst, teilte die Bibliothek in Berlin mit.

Dazu zählten u.a. die Gründungsurkunde der Einrichtung und die 1455 fertiggestellte, „wohl prächtigste“ der noch existierenden Gutenberg-Bibeln aus dem Besitz der Bibliothek.