E-Book-Spam

Mike Essex schreibt über E-Books, deren Inhalt aus dem Netz zusammengeklaubt wird:

Once a ‘writer’ has scraped their content for the web they can then have their eBook live in less than 24 hours on the Kindle platform, and even less time on 3rd party sites like Smashwords who aggregate eBooks to multiple formats in one go. This puts a minimal time pressure on the creator, who can be earning money on their content relatively quickly. Worse still if they survive a financial quarter without being caught, it’s an easy pay day.

Mehr dazu im Digital Marketing Blog.

[via Library Journal]

One Pager: Webseiten-Konzentrat für Bibliotheken

One Pager ist ein minimalistisches, nutzerzentriertes Konzept für Bibliothekswebseiten. Grundprinzipien sind:

  • Designing for Mobile First
  • Saving the Time of the Reader
  • Librarians are Busy
  • Writing is Important
  • Clarity through Simplicity

Die Idee, primär für mobile Geräte zu entwickeln zahlt sich aus, da man sich dann zwangsläufig auf das Wesentliche konzentriert. Insgesamt gilt: weniger ist mehr!

Bislang ist der One Pager anscheinend noch nicht für CMS umgesetzt worden. Wer in näherer Zukunft eine neue Bibliothekswebseite plant, sollte sich das Konzept inkl. Screenshots auf jeden Fall näher ansehen.

One Pager ist in Github unter CC-BY-NC-SA veröffentlicht.

Akademischer Schwindel auch in Italien?

Ok, das Fragezeichen in der Überschrift muss man eigentlich nicht setzen. In Italiens akademischer Landschaft wird mit Sicherheit genauso betrogen wie in allen anderen Ländern auch. Nun allerdings ist ein Fall in die Schlagzeilen geraten, dessen Brisanz Vergleiche mit Guttenberg aufkommen lässt. Daniela Santanchè ist Staatssekretärin der Berlusconi-Regierung. Und angeblich soll sie ihren Master-Abschluss an der Bocconi School of Management erfunden haben. Mehr Infos gibt’s unter anderem bei Tagesschau.de.

[Via Forschungsmafia]

10 Bücher über Bibliotheks-Technologie (und mehr)

Das Tech Set ist eine Kollektion von 10 Büchern, die die neuesten (technologischen) Entwicklungen im BID-Bereich abdecken. Aus dem LITA-Blog:

The Tech Set includes ten printed books, ten wikis, and ten podcasts by the following authors:
Marshall Breeding (Next-Gen Library Catalogs)
Sarah Houghton-Jan (Technology Training in Libraries)
Jason Griffey (Mobile Technology and Libraries)
Lauren Pressley (Wikis for Libraries)
Robin M. Hastings (Microblogging and Lifestream in Libraries)
Cliff Landis (A Social Networking Primer for Librarians)
Steve Lawson (Library Camps and Unconferences)
Kelly Nicole Czarnecki (Gaming in Libraries)
Connie Crosby (Effective Blogging for Libraries)
Thomas Sean Casserley Robinson (Library Videos and Webcasts)

Was mich zu der Frage bringt, ob Blogstöckchen schon so sehr außer Mode sind, dass man eine Vintage-Retro-Renaissance-Auflage mit der Frage starten kann, welche drei Bücher der letzten fünf Jahre für den LIS-Bereich persönlich am besten/wichtigsten gefunden wurden. Kann man?

Neuer Biblioblog: Villanova Library Technology Development

In der Mailingliste VuFind-Tech weist Demian Katz auf das neue Blog des Villanova Library Technology Development hin:

The Falvey Library technology development team has just started a new blog for writing brief technical articles about our work here at Villanova. I plan to contribute VuFind-related posts whenever I encounter a technical problem interesting enough to discuss at length. Hopefully, in addition to serving as an aid to my memory, this will also prove interesting to some of you!

Das erste Posting beschreibt Highlighting and Snippets in VuFind 1.1. Aggregiert gibt’s die VuFind-Neuigkeiten auch im Planet Code4Lib.

Alte Add-ons in Firefox 4

Firefox 4 ist frisch erschienen. Der erste Eindruck ist gut. Bei Mozilla hat man geschaut, was die Konkurrenz richtig macht und einiges übernommen. Zu den Features wird hier und anderswo genug geschrieben. Negativ fällt erst einmal nur auf, dass – wie bei vielen Versionssprüngen von Firefox zuvor – einige Erweiterungen nicht funktionieren. Bislang konnte man mit den Nightly Tester Tools so gut wie alle überreden, doch zu funktionieren. Dies hat bei mir im ersten Anlauf mit Firefox 4 nun nicht mehr geklappt. Der gewohnte Button „Force Install“ ist nicht zu finden.

Dafür konnte mir der Add-On Compatibilty Reporter zumindest bei einigen Erweiterungen weiterhelfen. Einfach installieren und dann im Add-On-Menü die Kompatibilität testen. Das funktioniert zum Beispiel beim Delicious-Plugin. Zwar werden die Buttons nicht angezeigt, über Tastenkombinationen geht jedoch alles.

Gibt es noch andere oder bessere Wege, alte Erweiterungen in Gang zu setzen?

Mobiles Bibliothekskonto von elbedev

Anne Christensen macht auf eine von Martin Kim Dung-Pham programmierte App aufmerksam: EDSync for iPhone. Der Nutzen der App:

EDsync verwaltet deine Entleihungen. Du kannst EDsync mit deiner Bibliothek synchronisieren. So hast du immer einen Überblick, wann und welche Medien du wo zurückgeben musst. Die lokale Speicherung auf deinem Rechner erlaubt dir jeder Zeit Zugriff auf die Entleihungsdaten – egal, ob du on- oder offline bist.

iCal ist EDsync’s bester Freund. In iCal wird ein Kalender angelegt, welcher für alle Entleihungen ToDo Items enthält. So wirst du automatisch gewarnt, sobald du den Rechner anschaltest, dass ein Medium demnächst zurück gegeben werden muss. Das ist nice.

Ist das großartig? Es ist großartig! Und gleichzeitig eine Motivation für uns Bibliothekswesen, mehr Daten und Schnittstellen zur Verfügung zu stellen. Denn:

Die Metadaten zu den Medien kommen von Amazon. Die haben ganz viele Informationen und Covers da.

Warum Amazon? Wahrscheinlich, weil solche Daten dort komfortabel zur Verfügung gestellt werden, und von Bibliotheken eben nicht. Ähnlich sieht es mit den Suchergebnissen aus. Jakob Voss hat seine Erfahrungen mit der Thematik und schon vor längerer Zeit festgestellt:

Das liegt unter Anderem daran, dass der Katalog zu oft noch als ein monolithisches System verstanden wird – die Idee der Serviceorientierten Architektur ist nicht angekommen. Anstatt auf offene Schnittstellen und Standards zu setzen, werden mit Primo, Touchpoint und diversen andere kommerziellen “Discovery-interfaces” neue Einbahnstraßen zu IT-Systemen eingeschlagen, die am Ende niemand anpassen und warten kann und/oder will (während ich bei Primo nichts dergleichen gefunden habe, enthält die aktuelle Entwicklungsversion von VuFind dagegen übrigens eine Mobil-Oberfläche).

Welche Bibliothen bislang unterstützt werden, ist leider ohne Anschauung der leider nur für Apple-Geräte verfügbaren App nicht zu erkennen, da nur Städtenamen (z.B. Erfurt, Göttingen, Greifswald, Hildesheim oder Magdeburg) genannt werden. Ich gehe davon aus, dass es sich jeweils um die UBs handelt. Im elbedev-Blog ist die Verteilung der EDsync-Nutzer, die Google Analytics nicht deaktiviert haben, zu sehen.

Da die Screenshots leider nicht unter CC lizenziert sind, möge man sich für einen ersten Eindruck bitte direkt zum Anbieter begeben.

FIZ Chemie bald ohne Förderung

Der Leibniz-Senat empfiehlt die weitere Förderung des Leibniz-Instituts für Neue Materialien, des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften und des Weierstraß-Instituts für Angewandte Analysis und Stochastik. Für das Fachinformationszentrums Chemie wurde jedoch kein positives Votum abgegeben:

Der Senat würdigt die beiden traditionsreichen und qualitativ sehr überzeugenden Datenbanken ChemInform und Infotherm und erkennt die Beiträge des FIZ Chemie zur Förderung des schulischen und wissenschaftlichen Nachwuchses sowie zur Ausbildung in Chemie-Berufen an. Angesichts der grundlegenden, in der heute veröffentlichten Stellungnahme im Einzelnen erläuterten Kritikpunkte sieht der Senat die Anforderungen, die an eine von Bund und Ländern gemeinsam geförderte Einrich-tung gestellt werden, jedoch nicht mehr erfüllt. Er empfiehlt, Lösungen für die Weiterentwicklung und Bereitstellung der beiden Datenbanken des FIZ Chemie im Rahmen der gemeinsamen Bund-Länder-Förderung zu suchen.

Die PDF-Datei mit der entsprechenden Presseerklärung kann aufgrund des verschrobenen CMS der Leibniz-Gesellschaft leider nicht direkt verlinkt werden. Wer sie abrufen möchte, findet sie auf dieser Webseite.

[via @wilhelmheinrich]