Rezensionen im Katalog via SeeAlso

Carsten Schulze beschreibt in seinem Blog, wie man Rezensionen via SeeAlso in den Bibliothekskatalog einbinden könnte. Er hat eine Beispielimplementation für H-Soz-u-Kult gebastelt, da deren Betreiber dankenswerterweise eine XML-Schnittstelle bereitstellt.

Alles weitere – inklusive Diskussion über weitere Schritte – findet sich in Carstens Blog.

Kräftige PC-Vernetzung

Amazon macht sonderbare Werbung für das Büchlein „PCs vernetzen – Neu! – Gewusst wie! . „Jetzt geht’s rund!“

Man klicke einmal auf das Buchcover für den Blick ins Buch…

Besten Dank an Uli für den Hinweis!

PS: Ich sehe gerade dass dies schon jemand anders vor ein paar Stunden fand. Dort ist auch ein Screenshot hinterlegt, falls Amazon den Fehler behebt.

PPS: Und hier gibt’s das ganze nochmal.

OCLCs neue Policy verschoben

OCLC hat durch die Änderung der Policy fast ausschließlich verärgerte Reaktionen provoziert. Der ganze Fall ist im Code4Lib-Wiki dokumentiert. Tim Spalding fasste die Argumente gegen OCLCs neue Policy zusammen: Why libraries must reject the OCLC Policy (part 1). Jetzt ist im Librarything-Blog folgende Erfreulichkeit zu lesen:

Big news. As you may have heard, OCLC has reversed itself and delayed its new Policy due to take effect in February. They will be setting up a „Review Board of Shared Data Creation and Stewardship“, with broad member consultation promised. At best, they’ve heard the message and may end up embracing truly free and open library data. (A man can dream!) At worst their strategic retreat gives free-and-open data proponents time to articulate and broaden their case.

For people like me who have been pluging away at this for months and feeling increasingly depressed about what seemed the library world’s inevitable slide into data monopoly, it was a big, big win.

Tim Spalding führt die OCLC-Reaktion auf die Schlagkraft des Web 2.0 zurück:

Content aside, however, it was a big win for library „social media,“ particularly the „biblioblogosphere.“ OCLC’s new Policy was rushed through so quickly that it effectively bypassed traditional library-world tools, like professional conference. Press coverage too was minimal, late and mostly dependent on the blogosphere.

Bibliothekarisches Handauflegen

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Laying_on_of_hands.jpg

Etwas, das nur zu dieser Jahreszeit funktioniert: Handauflegen zur Erhöhung der Wahrsagewahrscheinlichkeit bei wenig kommunikativen BibliotheksnutzerInnen.

Schritt 1: NutzerIn kommt auf die Theke zu, legt die Bücher vor den wartenden Bibliothekar, die Ohren voller iPod, den Blick ins Nichts gerichtet.
Schritt 2: BibliothekarIn guckt nicht wie sonst fragend und redet wegen nutzerseits iPod-voller Ohren ins Nichts, sondern legt die Hand aufs vorgelegte Buch.
Schritt 3: Nun kommt’s zum spektakulären Handauflegen! Ist das Buch eiskalt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass das Buch zurückgenommen werden soll. Ist es dagegen bibliothekswarm, soll es vermutlich ausgeliehen werden.
Schritt 4: … kann nun der Handauflegediagnose entsprechend durchgeführt werden.

Open Shelves Classification in der Testphase

I can haz free classification?Am 28. April 2009 findet das 3. EDUG-Symposium mit dem Titel „Dewey goes Europe: on the use and development of the Dewey Decimal Classification (DDC) in European libraries“ in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien statt. Ein Blick auf den urheberrechtlichen Hinweis auf DDC-Deutsch.de und die Geschäftspolitik OCLCs wirft die Frage auf, warum OCLC gen Europa wandern sollte.

Mal ganz abgesehen von den Kosten ist es doch sicherlich nachhaltiger, eine freie Klassifikation zu verwenden. Damit ist zumindest gesichert, dass man seine bibliographischen Daten samt Erschließung auch in die Freiheit entlassen kann, wenn man das möchte. Und eine freie Klassifikation ist just heute in die Testphase gegangen: die Open Shelves Classification (OSC).

Die Testphase funktioniert folgendermaßen: Wenn man sich bei Librarything anmeldet und einen beliebigen Titel (z.B. diesen hier) aufruft, kann man ganz unten auf dem Bildschirm eine von über 40 Top-Level-Categories auswählen. Dann folgt die Frage: Do you know the book at first hand?. Bejaht man diese Frage, wird angezeigt, wie andere User klassifiziert haben. Die Debatte zum Testlauf findet sich hier. Das Verfahren erinnert mich ein bißchen an den Google Image Labeler, auch wenn der Spielcharakter nicht so ausgeprägt ist.

Die OSC hat einen großen Nachteil: sie ist noch nicht vollständig. Das ist allerdings gleichzeitig ein großer Vorteil. Noch kann jeder sich und seine Ideen einbringen.

Wie sieht’s aus? Hat die OSC eine realistische Chance, im deutschsprachigen Raum eingesetzt zu werden?

Das SLUB-Personen-Wiki

Die SLUB Dresden hat ein Personen-Wiki eingerichtet. Dort werden Daten zu Personen gesammelt und aufbereitet, die einen Bezug zu Beständen und Sammlungsaufträgen der SLUB aufweisen.

Ein prominenteres Beispiel ist sicherlich Johann Sebastian Bach, über die Vielfalt der Personen kann man sich leicht ein Bild verschaffen, wenn man die Funktion „Zufälliger Artikel“ nutzt.

Positiv ist zu vermerken, dass es sich tatsächlich um ein offenes Wiki handelt. Es kann also jeder ohne Registrierung Änderungen vornehmen. Ich gehe davon aus, dass dies demnächst zwecks Spam-Vermeidung mit einer Registrierung verbunden sein wird. Aber solange jeder Änderungen vornehmen kann, ist daran nichts auszusetzen. Ein anderer Punkt ist das Impressum. Dort heißt es:

Das Layout der Homepage, die verwendeten Grafiken sowie die sonstigen Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.

Das Layout der Homepage entspricht bis auf ein eingefügtes Banner haargenau Monobook, dem Standard-Theme für Mediawiki. Im Impressum steht zwar nicht, dass die SLUB die Rechte am Layout der SLUB hat. Genauso wenig wie dort steht, dass sie die Rechte an den anderen Inhalten des Wikis hat. Aber es wird meines Erachtens impliziert. Abgesehen davon wäre eine konkrete Nennung, wer denn nun Urheber ist, ganz nett. Schon, um dann mal nachzuhaken zu können, ob nicht eventuell eine freie Lizensierung (z.B. CC-BY-SA) möglich wäre. Dann könnten die Daten auch tatsächlich im Ganzen genutzt werden.

Open Access & Verkaufszahlen

Kleine Zitatesammlung zum Thema „Wie wirkt sich Open Access auf Verkaufszahlen aus?“. Die Mehrzahl der Fundstellen verdanke ich Peter Subers Open Access News. Alles gesammelt bei Delicious. Einige der Zitate beziehen sich auf Google Book Search oder Amazons Search Inside, sind aber dennoch aufgenommen, da sie belegen, dass der durchsuchbare Volltext zu einer erhöhten Sichtbarkeit von Publikationen beiträgt.

Ideen und Entwickler gesucht: Open Book Widget

John Miedema freut sich über 1000 Downloads seines Open Book Widgets. Gleichzeitig läd er zur Mitarbeit ein:

What is most compelling is that OpenBook is free and open source — the entire codebase is available for inspection and innovation by the library world. To facilitate that sharing, I invite you to join a conversation that is starting about open source book widgets. No techie experience required, only an interest in book widgets, those little interfaces for sharing book data. Join our discussion list. Edit our wiki. Or just have a peek. More information to follow later.

Dem Aufruf möchte ich mich anschließen. Entstehen kann im Idealfall eine Programmbibliothek, die Zugriff, Verbreitung und Verarbeitung bibliographischer Daten im Web einfacher und gebräuchlicher macht. Das Projekt befindet sich noch ganz am Anfang. Einflußnahme auf die Ziele und die Struktur sind also noch möglich und sogar erwünscht.

Amazon Author Shops

In den „Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW“ wird auf ein sehr interessantes neues Feature von Amazon aufmerksam gemacht:

In den neuen Author Stores werden alle Bücher und zugehörige Produkte eines über amazon.com erhältlichen Autors gelistet, dazu kommen biografische Informationen und andere Features wie Interviews und Diskussionsforen. Zum Start wurden nach Angaben des Unternehmens 2.500 Author Stores eingerichtet. Ziel sei es, für jeden über Amazon erhältlichen Autor ein solches Angebot einzurichten.

Als Beispiel wird der Author Shop von Joanne K. Rowling genannt, es gibt jedoch schon etliche mehr. Dazu in den FAQ des Projekts:

Question: Why doesn’t my favorite author have an Amazon Author Store?

Answer: A select number of Amazon Author Stores will be viewable during our beta launch. We currently have thousands of Amazon Author Stores now and will be adding many more in the months to come.

Das dazu dann auch bald eine benutzerfreundliche API folgen wird, halte ich für sicher. Und dann haben wir sie endlich: die Konkurrenz zur PND. Kein Wunder, wenn das Bibliothekswesen seit Ewigkeiten auf den eigenen Daten hockt. Aber zumindest Jakob ist ja optimistisch, dass sich „bald“ etwas ändern könnte.

OpenStreetMap 2008

Beeindruckende Visualisierung über die Ergänzungen bei OpenStreetMap im Jahre 2008.


OSM 2008: A Year of Edits from ItoWorld on Vimeo.

Zitat:

An animation showing edits to the OpenStreetMap.org project during 2008. OpenStreetMap is a wiki-style map of the world and this animation displays a white flash each time a way is entered or updated. Some edits are a result of a physical local survey by a contributor with a GPS unit and taking notes, other edits are done remotely using aerial photography or out-of-copyright maps, and some are bulk imports of official data.

[via Bibsonomy ;o)]