Konstanzer Studenten ohne soziales Gewissen?

Eine harte Überschrift, aber angesichts der Sachlage muss man diese Frage stellen. Worum geht’s?

Die Universitätsbibliothek Konstanz wurde aufgefordert, ein Konzept für Benutzungsgebühren für externe Nutzer vorzulegen. Die Konstanzer Bibliotheksdirektorin Petra Hätscher schreibt dazu in Inetbib:
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Die Null-Emissions-Fahrbibliothek

Über eine Fahrbibliothek der etwas anderen Art berichtet die Basler Zeitung:

Mit einer selbst gebauten “Fahrrad-Bibliothek” strampelt ein junger Japaner kreuz und quer durch seine Heimat, um auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Seit mehr als zwei Jahren ist Kazuhiro Doi (28) auf Achse und zieht einen Anhänger mit einem hölzernen Wasserrad hinter sich her, auf dessen Schaufelblättern Bücher zur Umweltproblematik und anderen Themen stehen, wie die Zeitung “Yomiuri Shimbun” am Dienstag berichtete. Doi erwirbt die Bücher und verteilt sie an öffentliche Bibiotheken oder interessierte Passanten. “Bis ich dreissig bin, will ich die Bibliotheken im ganzen Land geschafft haben”, zitierte ihn das Blatt.

Daumen hoch!

Green my Apple!

I love my Mac! I wish it came in green!

Seit Monaten will ich einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema schreiben, aber bevor es ganz in Vergessenheit gerät, gibt es hier lieber nur eine Kurzmeldung:

Meinhard Benn machte mich darauf aufmerksam, Greenpeace’ Stand flog deswegen von der Mac Expo, und auch Netzpolitik berichtete darüber: Green my Apple.

DRM doesn't work

Ubuntu founder Mark Shuttleworth: “Note to content owners: DRM doesn’t work”

Some of his “reality bites”:

  1. Any DRM that involves offline key storage will be broken.
  2. The alternative to offline key storage is streaming-only access, and that is equally unprotectable.
  3. Someone will find a business model that doesn’t depend on the old way of thinking, and if it is not you, then they will eat you alive.

You can find more information about digital restriction management on defectivebydesign.org.


Fight DRM, Join the Free Software Foundation

[Via Netzpolitik]

Bibliotheken gegen Zensur

Immer noch wird in zu vielen Ländern zensiert, zum Beispiel in China, und eben auch in Kuba, wie Café Babel berichtet:

In Kuba werden fallen zahlreiche Werke der Weltliteratur unter die Zensur. Ein Verein will durch unabhängige Bibliotheken Abhiilfe schaffen – und wird deshalb vom Regime unter Druck gesetzt.

Eine weitere, eher kuriose Affäre begab sich gerade in den USA. Die aktuelle Ausgabe von Sports Illustrated (Vorsicht, jugendfrei! 1)Keine Waffen weit und breit, kein Gemetzel, nur eine junge Dame im Bikini) wurde auf Geheiß von Time Warner Inc. nicht an Bibliotheken und Schulen ausgeliefert. Begründung laut dieser Presseerklärung der ALA:

“In the past, we have gotten lots of feedback from parents, teachers, and librarians about the content possibly not being appropriate for librarians,”

“Bikinigate” wurde inzwischen beigelegt.

[via LISNews, Maison Bisson]

References   [ + ]

1. Keine Waffen weit und breit, kein Gemetzel, nur eine junge Dame im Bikini

Energiesparen in Bibliotheken

Der Klimawandel schreitet voran, und auch die informationsverarbeitenden Betriebe und Institutionen sind Teil der Ursache. Der Energieverbrauch

In Göttingen setzte man darauf, die Bibliothek für ein paar Tage zu schließen, um Energie zu sparen. Das es auch anders geht, ist einem Artikel der Osthüringer Zeitung zu entnehmen. Dort wird von einer Stromsparaktion der Hermsdorfer Bibliothek berichtet. Ein “Energiedetektiv” der Stadtwerke Jena-Pößneck untersuchte die Bibliothek nach verborgenen Stromfressern, also zum Beispiel nach Geräten, die sich nicht komplett ausschalten lassen und im Standby-Betrieb immerzu Strom verbrauchen. Dass dies nicht die einzige Möglichkeit ist, durch unter anderem technische Maßnahmen Energie und somit auch Geld zu sparen, ist spätestens seit “Faktor 41)Faktor vier : doppelter Wohlstand – halbierter Naturverbrauch ; der neue Bericht an den Club of Rome / Ernst Ulrich von Weizsäcker, Amory B. Lovins und L. Hunter Lovins. – München : Droemer Knaur, 1995, dem sehr lesenswerten Buch von Ernst Ulrich von Weizsäcker, Amory B. Lovins und L. Hunter Lovins, bekannt.

Eine sehr interessante Möglichkeit, Stromverbrauch generell zu senken, wäre übrigens, Bibliothekswebseiten und Kataloge schwarz zu färben.

References   [ + ]

1. Faktor vier : doppelter Wohlstand – halbierter Naturverbrauch ; der neue Bericht an den Club of Rome / Ernst Ulrich von Weizsäcker, Amory B. Lovins und L. Hunter Lovins. – München : Droemer Knaur, 1995

EU-Petitions: Wer unterzeichnet?

Ein kleines Lob an die Bibliothekare: Von den ersten 3000 Unterzeichnern der EU-Petition für offenen Zugang zu Forschungsergebnissen in der EU (inzwischen sind es schon 8430) haben sich immerhin 413 als BibliothekarInnen zu erkennen gegeben. Sehr schwach ist die Beteiligung der Physiker (211) und Geisteswissenschaftler (167).

337 der Unterzeichner stammen aus Deutschland. Damit stellt Deutschland die bis dato in absoluten Zahlen zweitgrößte Unterzeichnergruppe nach Großbritannien mit 379 Unterzeichnern.

[Quelle: Summary Statistics at c3000 signatures (PDF)]

Zur Petition lässt sich sonst noch sagen:

Unterschreiben und weitersagen!

Open-Access-Petition unterschreiben

Anmerkung: Ja, dieses Posting hat den Charakter einer Wasserstandsmeldung.

Wichtig: Unterschreiben!

Es wurde hier und woanders oft genug gefordert: Freier Zugang zu allen mit öffentlichen Geldern finanzierten wissenschaftlichen Arbeiten! Nun hat die Euroscience workgroup on scientific publishing (unterstützt von DFG, JISC, SPARC-Europe, SURF, DEff) eine Petition veröffentlicht, die eben dies fordert.

Unterschreiben und weitersagen!

Open-Access-Petition unterschreiben

Auf der Petitionsseite selbst oder bei Zugang zum Wissen gibt es erläuternde Informationen zum Thema:

A1: Garantierter öffentlicher Zugang zu mit öffentlichen Mitteln geförderten wissenschaftlichen Ergebnissen kurz nach der Publikation;.
A2: Neue Publikations-Geschäftsmodelle sollten wettbewerblich erprobt werden.
A3: Wissenschaftliche Zeitschriften sollten auch bzgl. weiterer Kriterien analysiert und gerankt werden (Qualität der Dissemination wie Authorisierung, Archivierung, Copyright Vorkehrungen, Einbindung in Abstract- und Index-Dienste, etc.
A4: Garantie des freien Zugangs und der Langzeit-Archivierung für alle Zeit.
A5: Entwicklung interoperabler Werkzeuge, um die Sichtbarkeit von Wissen, sowie den Zugang und die Dissemination zu verbessern.
B1: Förderung wettbewerbsfreundlicher Strategien.
B2: Überprüfung der Auswirkungen eventueller zukünftiger Übernahmen und Fusionen von kommerziellen wiss. Verlagen auf ihre Auswirkung auf die Preise.
B3: Förderung der Entwicklung des elektronischen Publizierens.
C1: Gründung eines Advisory Committees
C2: Förderung weiterer Untersuchungen, insbesondere zur rechtlichen Sicherung der Verbreitung wissenschaftlichen publizierten Materials, zur ökonomischen Analyse alternativer Formen der Verbreitung wiss. Informationen, und zur weiteren technischen Entwicklung.

Bislang sind wir etwa 900 Unterzeichner. Wer nicht genau weiß, warum er/sie das unterzeichnen sollte, findet bei Peter Suber (der natürlich auch unterzeichnet hat) genügend Argumente: “Open Access Overview

[via Inetbib]

Open Source in öffentlichen Einrichtungen und als soziale Bewegung

Nicht nur Bibliotheken lohnen sich, auch Open Source zahlt sich aus.

Über Open Source als soziale Bewegung gibt es nun – wie Heise berichtet – eine Broschüre der Bundeszentrale für Politische Bildung (BPB).

Ein schönes Beispiel für die Möglichkeiten, die Offenheit bietet, findet sich gleich auf der Seite der BPB. Dort ist folgendes Bild zu finden, mit dem Untertitel “Bild: Jordan Nielsen, www.digitalexplorer.ca. by-nc-nd/2.0”:

Open by Jordan Nielsen www.digitalexplorer.ca. by-nc-nd/2.0