Nichts ist faul im Staate Dänemark

„Können Sie sich vorstellen, dass Kulturstaatsminister Neumann anregt, deutsche Bibliotheken mögen ein Serviceangebot entwickeln, das allen Bürgern ermöglicht, kostenlos Filme aus dem Internet herunterzuladen, damit der allgemeine, kostenfreie Zugang zur Information gewahrt bleibt und kommerzielle Unternehmen dieses Recht nicht aushöhlen? Und dass dieses Projekt dann auch noch mit staatlichen Mitteln finanziert wird?“ Florian Nantscheff, der Leiter der Stadtbibliothek Lörrach, weiß, dass seine Frage rhetorischer Natur ist. Dennoch ist sie keineswegs aus der Luft gegriffen – denn: „In Dänemark ist so etwas selbstverständlich!“

Mehr dazu im lesenswerten Bericht bei Bildungsklick.

Historische Gründe für Recht auf Wissen

Arif versucht in einem Blogposting bei Access to Knowledge (A2K) mit dem Titel historical rights to knowledge das Recht auf universellen Zugriff auf Wissen (oder eher Informationen?) historisch zu begründen. Arif weist auf die Ideengeschichte in der Philosophie hin, und kommt zu dem Ergebnis:

So, we’re basically hoarding knowledge that was developed by the world’s peoples, the same peoples we got the wealth from by stripping self-determination from them, and then costing access to it at a price they can’t afford.

Anonyme Kommentare

Ich habe heute zwei Mails erhalten, in denen ich gefragt wurde, ob man bei Infobib anonym kommentieren könne, da es nicht immer opportun sei, wenn die Vorgesetzten bestimmte Meinungen mit bestimmten Personen in Einklang bringen könnten. Ein peinliches Zeugnis für die Diskussionskultur im Bibliothekswesen!

Anonym surfen!
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Paul Raabe wird 80

„Deutschlands bekanntester Bibliothekar“ (FAZ) Paul Raabe feiert heute seinen 80. Geburtstag.
Ihm zu Ehren wird morgen in der Landesbibliothek Oldenburg die Ausstellung „Paul Raabe zum 80. Geburtstag. Ein Lebenswerk in Büchern“ eröffnet.
Außerdem sendet Deutschlandradio Kultur heute um 15:07 Uhr ein Interview mit dem ehemaligen Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

Gelinkte Bibliotheken in Berlin

Die linke Zeitung über die Bibliothekspolitik der Linkspartei/PDS in Berlin:

Wenn dann auch noch die „unentgeltliche Nutzung der Bibliotheken“ als spektakulärer Erfolg der regierungsbeteiligten Linkspartei.PDS in Berlin hingestellt wird, gleichzeitig aber verschwiegen wird, dass die Berliner Bibliotheken vom rot-roten Senat reihenweise geschlossen werden, entlarvt sich das eigene Politikverständnis als pure Verhöhnung der Wählerschaften – und ganz passend dazu heißt es in der „Dessauer Erklärung“ über die Berliner Regierunsbeteiligung abschließend: „Es zeigt sich: Politisches Engagement und Konzentration auf die zentralen sozialen Fragen zahlt sich unter allen Konstellationen für die Menschen aus…; dies ist auch der Maßstab für Entscheidungen für oder gegen Regierungsbeteiligungen. Deswegen begrüßen wir es, dass die rot-rote Koalition in Berlin fortgesetzt werden kann.“

Berlin ist auf Bibliothekssterben.de sehr oft gelistet.

Berichterstattung über Open Access

Silicon.de berichtet über die Initiative der EU zur Förderung von Open Access (vgl. Netzpolitik, Archivalia und Verweisungsform). Von einer ausgewogenen Berichterstattung kann keine Rede sein, die Argumentation der Verlagsseite wird kritiklos übernommen. Dies ist in vielen Zeitungen der Fall, und hier wird deutlich, wie wichtig eine gut organisierte Öffentlichkeitsarbeit pro Open Access ist.
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