Kosten der Onleihe für die Stadtbibliothek Düsseldorf

Im Portal Frag den Staat, in dem Anfragen im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes online gestellt und ganze Vorgänge veröffentlicht werden können, hat jemand seine Korrespondenz zu einer Anfrage bezüglich der Kosten der Onleihe öffentlich gemacht. Die Frage lautete:

Wieviel Geld hat Düsseldorf 2011 für die “Onleihe” der kommunalen Bibliothek insgesamt bezahlt?

Die Antwort der Landeshauptstadt Düsseldorf / Stadtbüchereien Düsseldorf:

im Jahr 2011 betrugen die Kosten der Onleihe bei den Stadtbüchereien Düsseldorf insgesamt 56.685,- EUR.

Der ganze Vorgang ist hier nachzulesen.

Live in the library 22: Chuck van Zyl – unknown song

One could receive the impression that live music in a library is always on the folky side of life. Maybe often, but not always! Here is ambient worker Chuck van Zyl with an unknown track at the the Free Library of Philadelphia.

If you find nice clips of live gigs in libraries please tell me in the comments! All songs will be tagged with “live in the library“.

Vorlesegebühren in Belgien

Laut Heise verlangt die SABAM (so etwas wie die belgische VG Wort oder GEMA?) nun Gebühren für das Vorlesen von Büchern in Bibliotheken:

Belgische Bibliotheken sollen Urheberrechtsabgaben zahlen, wenn sie Vorlesestunden für Kinder veranstalten. Mit dieser Forderung ist der belgische Rechteverwerter Sabam an mehrere Stadtbibliotheken herangetreten, wie die belgische Tageszeitung De Morgen am Dienstag meldet. Wer ein urheberrechtlich geschütztes Buch in einer Bibliothek vor Publikum laut vorlese, müsse an den Rechteinhaber zahlen, so die Forderung der Sabam.

Fällig seien etwa 250 Euro pro Jahr.

Ich wage die These: Wenn Kindern in Bibliotheken nicht mehr oder aber weniger vorgelesen wird, werden sie mit geringerer Wahrscheinlichkeit fleissige Bücherkäufer werden. Das klingt für mich nach einem klassischen Schuss ins eigene Knie.

Hat jemand hier ein paar Kenntnisse der VG Wort-Tarife? Für Veranstalter von Lesungen finde ich da folgende Angaben:

Die VG WORT nimmt das Recht des öffentlichen Vortrags eines erschienen [sic!] Werkes (§ 19 Abs. 1 UrhG) wahr.

Hierunter fallen insbesondere Lesungen.

Im Merkblatt Vortragsrecht (PDF) sind auch Tarife zu finden. Pauschaltarife für Bibliotheken habe ich nicht gefunden. ÖB-KollegInnen, wie sieht’s aus?

PS: Über den Wikipedia-Artikel zur SABAM findet man auch diesen amüsanten Artikel über die belgische GEMA-Schwester.

Die Bibliothek als Ort

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

http://blog.goethe.de/librarian/archives/375-Bibliothek-nur-noch-als-Ort.html

[via Lesewolke]

Live in the library 20: Lele Lele – Yove Malai Mome

Bulgarian folk music? Maybe. Anyway, Lele Lele played at the Bokfestivalen 2011 in November 2011 at the Vallentuna bibliotek in Sweden. Here they perform “Yove Malai Mome”:

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Live in the library 19: Murzik – unknown song

Murzik call themselves a “Dark Folk / neofolk band formed in Minneapolis, Minneapolis in 2003”. Nine years later they played at the James J. Hill Reference Library. Does anyone know the name of the song? “Book It: The Party” is only the name of the event.

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Live in the library 18: Anais Mitchell – Tailor

Time to revive the “live in the library” series! Let’s start with folk singer Anais Mitchell. She did a gig at the Westminster reference Library on February, 15th. There are several recordings of this concert at Youtube. Here’s a song called “Tailor”:

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Neuköllner Bibliothek zensiert feministische Blogs

in der bücherei #neukölln am internettisch sind alle feministischen seiten wg wörtern auf dem internen index gesperrt :((less than a minute ago via web Favorite Retweet Reply

Ich gehe mal davon aus, dass es sich um die Stadtbibliothek Neukölln handelt. Die Mädchenmannschaft hat dort nachgefragt und erfahren, dass der Aufruf von gewaltverherrlichenden, pornographischen, sexistischen, volksverhetzenden und/oder rassistischen Inhalten dort untersagt ist.

Da eine persönliche Betreuung von Kindern und Jugendlichen nicht möglich sei, verliesse man sich zur Umsetzung auf Filtersoftware. Leider blockiert diese Software aber neben der Mädchenmannschaft auch weitere feministische, anti-sexistische und anti-rassistische Blogs. Öffentlich zugänglich waren dagegen weiterhin maskulistische Seiten – Sexismus und persönliche Angriffe auf Feminist_innen inklusive. Die Bitte, die feministischen Seiten wieder freizuschalten wurde übrigens abgelehnt, das sei nicht möglich. Ob das nun an Einschränkungen in der Software oder fehlendem Wissen auf Seiten der Bücherei liegt – ein Armutszeugnis.

In der Tat ein Armutszeugnis und wieder ein Beleg dafür, dass der Code of Ethics maximal Sonntagsredencharakter hat.

[via @hatorikibble]

EKZ bittet um Spenden

Die EKZ bittet um Spenden. Mit einer Gutscheinaktion wirbt sie: “Machen Sie Ihrer Bibliothek ein Geschenk!”

Der bibliotheksbegeisterte Bürger soll der EKZ Geld überweisen, dass dann in voller Höhe – ohne Abzüge für Verwaltungsaufwand etc. – der Bibliothek in Zeiten sinkender kommunaler Gewerbesteuereinnahmen zugute kommen soll. Klingt nach einer guten Aktion! Dazu Jürgen Plieninger:

sinkende kommunale Gewerbesteuereinnahmen! Wie wäre es, wenn man deshalb mit dem örtlichen Buchhandel kooperierte, der ja schließlich auch Gewerbesteuerzahler ist?

Könnte man die Aktion also auch einfach umbenennen in “Machen Sie der EKZ ein Geschenk”? Im neuerdings im Plan3t.info enthaltenen Blog Ultra Biblioteka macht sich DonBib Gedanken zum selben Thema und schlägt vor:

Was können also Bürgerinnen und Bürger tun um Ihrer Bibliothek ein dauerhaftes Geschenk zu bereiten?
Richtig: Sie können sich engagieren. Sie können ihren lokalen politischen Parteien auf die Finger gucken und sagen: „Macht was, die Bibliothek ist uns wichtig!“. Diese Variante ist wesentlich nachhaltiger als ein einmaliges Büchergeschenk an die Bibliothek. Denn, auch wenn es viele die nur täglich ihre Lokalzeitung lesen und dann meckern vergessen haben, Sie selbst wählen ihre politischen Vertreter. Wer also z.B. in Berlin was tun möchte, der klappert die Wahlkampfstände der Parteien ab und fragt, was diese denn für die lokalen Bibliotheken tun wollen.

PS: Ultra Biblioteka hat schon einige lesenswerte Postings. Einfach mal reingucken!