Editorially ist am Ende

Editorially wollte ein Werkzeug zum kollaborativen Schreiben von Texten sein. Es war m.E. ein bißchen umständlich, aber in Ansätzen gar nicht schlecht. Nun gab das Team bekannt, dass sich Editorially nicht finanzieren kann.

We’re proud of the team and tool that we built together and incredibly thankful that so many of you were willing to give it a try. And we continue to believe that evolving the way we collaborate as writers and editors is important work. But Editorially has failed to attract enough users to be sustainable, and we cannot honestly say we have reason to expect that to change.

Das wirft nun die Frage auf, ob solche komplexen Nischenanwendungen jenseits staatlicher Förderung überhaupt refinanzierbar sind, oder ob der Fall Editorially nicht generalisiert werden kann.

SNA-Tool Cytoscape

Teil der Operation Frühjahrsputz 2013, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Cytoscape is an open source software platform for visualizing complex networks and integrating these with any type of attribute data. A lot of plugins are available for various kinds of problem domains, including bioinformatics, social network analysis, and semantic web.

Cytoscape kommt zwar aus der Bioinformatik, es sind aber durch Apps auch andere Anwendungen denkbar.

TreeDBNotes Pro

Teil der Operation Frühjahrsputz 2013, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

The TreeDBNotes Notes Manager is a free, powerful and compact means for storing notes, documentation, help files, e-books and other information. Basic editing functions: font, color, paragraph, table. TreeDBNotes is a freeware personal information manager software. Additional features: templates, styles, quick sentences, user variables, and import and export functions. It is possible to encrypt the whole document, or password protect any part of it (the tree, or folder). Using advanced features such as history, tag cloud, preview, bookmarks and hyperlinks make you more productive and comfortable. The TreeDBNotes Notes manager is completely free for personal use.

Link: TreeDBNotes Pro

Dokumente konvertieren mit Pandoc

Teil der Operation Frühjahrsputz 2013, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Pandoc ist ein erstaunlicher Dokumentenkonverter.

Pandoc can convert documents in markdown, reStructuredText, textile, HTML, DocBook, LaTeX, or MediaWiki markup to

Pandoc wird zu Recht als Schweizer Taschenmesser bezeichnet und läuft auf ziemlich vielen Betriebssystemen.

pdf2htmlEX

Lange Zeit galt es gesichert, dass man aus Kühen zwar Gulasch machen kann, aus Gulasch aber keine Kühe. Doch eines Tages begab es sich, dass Markus Trapp einen Tweet von @openscience weiterleitete, worinnen zu lesen stand:

Beispiel: PDF -> HTML

Dazu fällt mir nur ein: Wow!

PS: Ist das vielleicht eine elegante Möglichkeit, zahlreiche PDF-Repository-Beiträge retrospektiv richtig ins Web zu bekommen?
PPS: Und wer ist das kleine Mädchen?

Academic Phrasebank

Wissenschaftliches Schreiben auf Englisch ist für Nicht-Muttersprachler harte Arbeit. Besonders die Übersetzung, oder besser Übertragung, von Redewendungen und Floskeln fällt oft schwer. Auch als Leser von wissenschaftlichen Publikationen merkt man häufig, dass mancher Satz merkwürdig “unenglisch” klingt. Abhilfe schaffen will John Morley mit der Academic Phrasebank:

The Academic Phrasebank is a general resource for academic writers. It aims to provide you with examples of some of the phraseological “nuts and bolts” of writing organised under the headings to the left. It was designed primarily with international students whose first language is not English in mind. However, if you are a native speaker writer, you may still find parts of the material helpful.

Das Angebot ist durchaus ernst gemeint, es ist ein offizielles Angebot der University of Manchester, deren “University-Wide Language Programmes” Morley leitet.

Folgende Kategorien stehen zur Verfügung:

Will man z.B. unerwartete Ergebnisse beschreiben, geht man in die Kategorie “Discussing Findings” und findet dort unter “Unexpected outcome” unter anderem die Phrase “Contrary to expectations, this study did not find a significant difference between …”.

Ich prophezeie diesem Angebot weltweite Aufmerksamkeit, Beliebtheit und Morley wird regelmäßig Dankesbekundungen und Liebesbriefe erhalten. Und vermutlich Kritik wegen drohender “Verarmung der Sprache”, falls es in Großbritannien ähnlich hyperaktive Sprachwächter gibt wie hierzulande.

[via @MikePress]

Bibliographix Bachelor (für Windows)

Gerade kam per Mail die Ankündigung einer neuen, schlankeren Version der Literaturverwaltungssoftware Bibliographix herein:

Bibliographix Plus, die kostenlose Literaturverwaltung für Windows hat einen kleinen Bruder bekommen: Bibliographix Bachelor.

Was soll diese Literaturverwaltung können, was die, die Sie schon anbieten, nicht kann?

Eine Entwicklung, die ich bei den “high-end” Literaturverwaltungen beobachte – und von der ich Bibliographix auch nicht ausnehmen kann – ist, dass der Funktionsumfang immer weiter zugenommen hat. Dadurch sind die Programme zwar leistungsfähiger, aber auch komplizierter geworden. Das geht gar nicht anders.

Das Dumme dabei ist, dass die Programme auf diese Weise – langsam aber sicher – an der großen Zielgruppe der Bachelor- und Master-Studierenden, vorbeigehen. Also an 90% der Hochschulangehörigen. Für die sind die “großen” Literaturverwaltungen schlicht und einfach überdimensioniert. Der Aufwand, sich in die Software einzuarbeiten, lohnt sich für diese Gruppe einfach nicht, wenn der Literaturanhang der Abschussarbeit drei oder vier Seiten lang ist.

Die Konsequenz für Sie, in Bibliothek oder Medienzentrum, ist, dass Sie Geld ausgeben um ein Angebot machen, das vielleicht nur sehr zögerlich bis gar nicht angenommen wird. Die Konsequenz für mich, in meinem Beruf als Hochschullehrer, ist, dass ich zu häufig Abschlussarbeiten bewerten muss, deren formales Niveau mangelhaft ist.

Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, eine stark vereinfachte Version von Bibliographix Plus zu erstellen.

Weitere Infos auf bibliographix.de.

Visual-Storytelling-Tools

Rachel McAthy stellt 14 Tools vor, mit denen man “Stories visualisieren” kann. Oft sind das interaktive Zeitleisten, die auf mehr oder einfache Art und Weise zusammenzuklicken sind, manche Dienste bieten aber auch mehr oder etwas grundlegend anderes. Einige wurden hier bei Infobib oder in anderen Biblioblogs schon genutzt. Storify zum Beispiel.

Oder Fusion Tables, das auch für die frisch auferstandenen Openbibliojobs eingesetzt wird. Die Stellenangebote kann man sich auf einer Karte anzeigen lassen. Im Menü “Visualize” einfach auf “Map” klicken. Noch schöner finde ich dort jedoch die experimentelle Funktion “Network Graph” (“Labs” -> “Network Graph”).

Mit diesen Daten (und der heterogenen Eingabe (Orte mal mit und mal ohne PLZ, Bibliotheken in abgekürzter und ausgeschriebener Form)) sind die Ergebnisse natürlich eher als Spielerei zu betrachten.

[via Bildblog.de]