Mailaktion zur Urheberrechtsänderung morgen im Bundestag

Text&Blog-Markus macht aufmerksam:

Als Unterzeichner der Göttinger Erklärung zum «Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft» bin ich auch im Verteiler des gleichnamigen Aktionsbündnisses. Heute früh erhielt ich eine Mail von Prof. Dr. Rainer Kuhlen, dem Sprecher des Aktionsbündnisses “Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft”, verbunden mit einem Appell heute noch (!) eine E-Mail an die Mitglieder des Bundestages zu senden, um Sie auf meine Haltung zur am Donnerstag im Bundestag anstehenden Entscheidung über die zweite Anpassung des Urheberrechtsgesetzes hinzuweisen.

Näheres bei ihm.

Das Wichtigste für alle, die schon wissen, worum es geht:

Ein Beispieltext ist als RTF, PDF oder ODT erhältlich, und die Mail sollte möglichst sofort an mail[at]bundestag.de geschickt werden. Wer es nicht herunterladen möchte, kann auch hier den Volltext bekommen:
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World Royalty Fee Map

World Royalty Fee Map

Over half (53%) of the value of all royalty and license fees paid in 2002 were received in one territory: the United States. Large proportions of these fees were also received in Japan and the United Kingdom.

These fees are the payments made by someone who wants to use an idea, invention or artistic creation that legally belongs to someone else. To receive these fees a copyright or patent is needed, which may remain active for years after the initial invention. Thus of the US$44 billion received as royalty and license fees in the United States in 2002, much will be revenue from work that was completed prior to that year.

Quelle: Worldmapper

Gefunden auf Commonspage.net, einem empfehlenswerten Blog zum Thema freies Wissen.

Digitale Sammlung der Humboldt-Universität

Die Berliner Humboldt-Universität macht ab heute einen Teil ihrer Sammlung online zugänglich. Zu den Nutzungsbedingungen heißt es im Impressum:

Die auf dieser Website veröffentlichten Inhalte und Werke sind urheberrechtlich geschützt. Jede vom Urheberrecht nicht zugelassene Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Urhebers. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Bearbeitung, Übersetzung, Einspeicherung, Verarbeitung bzw. Wiedergabe von Inhalten in Datenbanken oder anderen elektronischen Medien und Systemen. Die unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe einzelner Inhalte und kompletter Seiten ist nicht gestattet und strafbar.

Ist es wirklich strafbar, diese Abbildung einer Urkunde des Herzog Rudolph IV von Österreich aus dem Jahre 1362 zu vervielfältigen?

[via Heise]

Professoren pro Open Access

Golem und Heise berichten über eine Presseerklärung des Aktionsbündnisses Urheberrecht, in der es heißt:

Professoren appellieren an die Politik, der Privatisierung und Kommerzialisierung von mit öffentlichen Mitteln erzeugtem Wissen nicht weiteren Vorschub zu leisten und fordern ein bildung- und wissenschaftsfreundliches Urheberrecht.

Zusätzlich sei hier noch auf zwei Veranstaltungen mit Beteiligung des Urheberechtsbündnisses hingewiesen.

  1. Session IuK 3: Positionen zum Urheberrecht für die Wissenschaft
  2. Podiumsdiskussion: Originale brauchen Kopien – Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft; Haus der Wissenschaft in Bremen, siehe auch der Eintrag im SuUB-Blog

Der Blogeintrag weist auch auf eine sehr lobenswerte Informationsseite der SuUB für die Wissenschaftler der Universität Bremen hin: Neues Urheberrecht behindert freien Zugang zu Informationen.

Europe's Digital Library experts set to focus on copyright today

The EU’s High Level Expert Group on Digital Libraries – which includes, amongst others, stakeholders from the British Library, the Deutsche Nationalbibliothek, the Federation of European Publishers, and Google – will present this afternoon an advisory report on copyright issues to the European Commission. Besides, the group will discuss today how to ensure more open access to scientific research and how to improve public-private collaboration. The work of the High Level Group is part of the European Commission’s efforts to make Europe’s rich cultural and scientific heritage available online. For this, the group advises the Commission on issues regarding digitisation, online accessibility and digital preservation of cultural material.

Hier gibt es die Quelle und die dazugehörige vollständige Presseerklärung.

[via Heise]

Biblioblog Chaoslinie

Zufällig bin ich gerade auf einen zumindest mir neuen Blog gestoßen, der sich zu einem nicht geringen Teil mit bibliotheksrelevanten Themen beschäftigt: Chaoslinie.

Die zur Zeit aufgeführten Kategorien lauten:

  1. Bibliothekarisches
  2. Buchhandel
  3. Chaos – privat
  4. Copyright
  5. Digitale Projekte
  6. DRM
  7. Gedanken zur Informationswelt
  8. Globales Netz
  9. Informations- und Medienkompetenz
  10. Langzeitarchivierung
  11. Leseempfehlung
  12. Musikhandel
  13. Online-Recht
  14. Open Access
  15. Second Life
  16. Softwareanbieter
  17. Urheberrecht
  18. Vermischtes
  19. Web x.0

Chaoslinie ist ab jetzt auch Teil der Biblioblogsuche.

Urheberrechtsbündnis kritisiert "Kompromiß" zwischen Börsenverein und DBV

Das Urheberrechtsbündnis kritisiert den ungeliebten “Kompromiß” zwischen DBV und Börsenverein massiv. In der Presseerklärung des Bündnisses wird richtigerweise gesagt, dass es kaum akzeptabel ist, vor-digitale Nutzungsarten in die digitale Ära zu übertragen. Auch die Ankündigung, DRM für wissenschaftliche Dokumente einsetzen zu wollen, wird bemängelt.

Interessant scheint mir auch folgender Punkt:

[…] diese Vereinbarung weist eindeutig in die falsche Richtung – abgesehen davon, dass der Börsenverein kaum für die internationale Zeitschriftenverlage sprechen kann, die den weitaus größten Marktanteil haben und die die eigentlichen Probleme der sogenannten Zeitschriften- oder Bibliothekskrise ausmachen.

[via Golem und Heise]